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Offene Leitung

Bisher war alles ganz einfach und organisch. Als Gemeindegründung haben wir uns am Anfang einfach alle in einem Wohnzimmer getroffen, um über alles Zeug mit der Gemeinde zu reden. Mit der Zeit kamen dann neue Leute, die erst mal kamen, ohne unbedingt sich den Kopf über die Entscheidungen in der Gemeinde zu treffen. Also haben wir alle eingeladen, die den Nerv dazu haben, bzw für die Gemeinde beten. Es ist also offene Leitung, die wir haben. Leitung ergibt sich dann in der Gruppe. Es war auch so eine Art Test, wie weit solche Emergent-Ansätze gehen. So weit so gut.

Letzte Woche sind wir dann an unsere Grenzen gestossen. Es ging darum, dass wir jemand für die Gemeinde anstellen wollen, der einige Aufgaben übernimmt und uns weiterhilft. Auf einmal waren 15 Leute im Gespräch und es kamen bei einigen wenigen Leuten Emotionen mit ins Spiel. Der Abend war dann voller Spannung und wir habe im Nachhinein die Wogen wieder geglättet. Es ist ja gut, dass es nicht immer so harmonisch ist, aber mir sind dabei einige Punkte aufgefallen:

  • Größe: offene Leitung wird mit größeren Gruppen schwieriger. Viele Leute sind einfach nicht so offen, wenn mehr Leute da sind. Dadurch wird es schwer, Dinge wirklich durchzusprechen und mit dem Inhalt auseinanderzusetzen. Vielmehr entsteht relativ schnell Polarisierung. Ein paar sind dafür, andere sehen Probleme...
  • Offenheit: je mehr Leute, desto schwerer wird es, offen zu sein. Häufig sind die Gedanken ja noch unverarbeitet und mehr so generelle Gefühle. Man muss erst mal nachfragen, was sagen usw. Das ist der Vorteil, wenn man mehr Leute und mehr Perspektive hat, aber es geht durch die Dynamik verloren.
  • Emotionen: das wird ganz heikel, wenn mehr Leute dabei sind. Wer ist denn schon bereit, seinen Frust vor 15 Leuten auszupacken? Und wie komisch ist die Situation dann?
Das ganze hat mich schon ins Nachdenken gebracht, wie viel und weit man solche offenen Ansätze in Leitung machen kann. Irgendwann scheint es unpraktisch zu werden. Vor allem, wenn es um umkämpfte Entscheidungen geht.

gepostet von marlster am 10/23/2005 12:13:00 vorm..

3 kommentare:

Am 10/23/2005 08:55:00 vorm., meinte Blogger storch ...

da sprichst du mir aus dem herzen. wobei ich ja noch viel mehr probleme sehe, die sich mit dem "offenen modell" (ich würde es eher "basisdemokratisch" nennen) verbinden:
- leute, die immer die gegenpositon einnehmen können alles aufhalten. genauso leute, die gerne mitreden aber sich wenig in die materie eingearbeitet haben. leitung hat imho auch etwas mit kompetenz (befähigung) zu tun und die bekommt man nicht wenn das einzige leitungskriterium ist, dass man in der gruppe ist.
- dynamische, initiative leute werden durch das viele diskutieren frustriert und wandern im extremfall ab.
- viele leute wollen eine derartige struktur nicht weil sie ihnen verantwortung auflädt, die man lieber einem leitungskreis überlässt.
- ich glaube auch an eine gabe der leitung/en (1.ko 12,28 ua.) insofern sehe ich einen widerspruch zwischen dem modell, jeden (die gemeinde) leiten zu lasen und dem anspruch, jeden in seine/ihre gaben zu bringen.
auf der anderen seite sollte niemand von leitung ausgeschlossen sein, das dtört mich dann an "geschlossenen" systemen. jeder kann etwas beitragen und sollte die möglichkeit haben das zu tun, aber ich glaube an die letztverantwortung eines leitungskreises.

 
Am 10/23/2005 07:02:00 nachm., meinte Blogger storch ...

wieso wird denn mein kommentar nur unter "schreiben" angezeigt und nicht auf der hauptseite? ist das normal so?

 
Am 10/24/2005 10:15:00 nachm., meinte Blogger marlster ...

danke für den Kommentar. Da sind gute Gedanken dabei. Da wird wirklich der Prozess etwas behindert. Ich weiß aber auch nicht, wie man die Vorteile von offenen Systemen (Mitsprache, Teilhaberschaft) mit denen von geschlossenen (Effektivität, Klarheit) vereint bekommt.

 

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