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NT Wright – Weltbilder

"Weltbilder sind Linsen, durch die eine Gesellschaft die Welt sieht. Sie sind das Koordinatensystem, auf die die Erfahrungen des Alltag eingetragen werden. Man kann sie auf 4 Elemente untersuchen: typische Geschichten; grundlegende Symbole; häufige Tätigkeiten; und Antworten auf einige Fragen (wer sind wir? Wo sind wir? Was ist das Problem? Was ist die Lösung? und was ist die Zeit?). Diese Elemente interagieren miteinander auf komplexe und interessante Weise.

Weltbilder sind eine Gruppe von grundlegenden Aussagen und Zielen. Man kann Weltbilder nicht mit etwas anderem erklären: wenn hinterfragt antwortet das Weltbild einfach: "so ist es einfach“ und ein Mindset (Weltbild einer Person) antwortet auf Kritiker "so bin ich einfach“."

(Jesus and the victory of God)

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gepostet von marlster am 4/28/2006 09:24:00 vorm..
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NT Wright – Antworten auf die 5 Kernfragen

Nachdem NT Wright 5 Fragen formuliert hat, um Jesus in seinem Kontext glaubwürdig zu verstehen, gibt er auch einige Antworten. Alle 600 Seiten seines 2. Buches beschäftigen sich damit, also sind das hier nur Schlagworte.

"Die grundlegende Hypothese über die 5 Kernfragen ist:
1. Wie passt Jesus ins Judentum seiner Zeit?
Jesus passt glaubwürdig ins Judentum seiner Zeit, indem er den Geschichten des Volks eine neue und verständliche Wendung gibt. Er spricht und handelt prophetisch und fordert seine Zuhörer heraus, dass in ihm die neuen Dinge, auf die sie gewartet haben, auf paradoxe Weise erfüllt werden.
2. Was waren seine Ziele?
Er glaubt, dass er (wie Johannes der Täufer) den Auftrag von Gott hatte, Israel um sich selbst zu scharen. Aber dieses Sammeln ist nicht mehr die Vorbereitung auf die Rückkehr aus dem Exil, damit das Reich Gottes kommen kann - es IST die Rückkehr, die Erlösung, die Auferstehung der Toten. Daher ist es auch eine Anti-Tempel-Bewegung und als solche wahrgenommen. Dadurch unterscheidet sich Jesus auch von Johannes.
3. Warum ist er gestorben?
Aus all diesen Gründen erweckt Jesus Feindschaft. Während Jesu Wirken kommt das von den Pharisäern. Als diese Botschaft in Jerusalem verkündigt und demonstriert wird, kommt die Feindschaft von den Tempel-Autoritäten. Als die Römer von einer Erneuerungs-Bewegung unter den Juden hören, wollen sie sie beseitigen.
4. Wie kam die erste Kirche in Existenz und warum hat sie die Form, die sie hatte?
Wenn die Ansage von Gottes Reich einfach mit dem Tod enden würde, dann wäre es vorbei: ein schöner Traum, mit viel Charm und der kurzen Lebensdauer eines Schmetterlings. Aber wenn es nach seinem Tod eine Aktion gäbe, dann gibt es Grund zu glauben, dass das Reich Gottes wirklich gekommen ist, egal in was für einer paradoxen Form. Auch genug Grund, für eine völlige Offenheit gegenüber den Heiden..
5. Warum sind die Evangelien, was sie sind?
… und für einen Autor wie Lukas, die ursprüngliche Geschichte in einer neuen und theologisch konsistenten Weise zu erzählen."

(Jesus and the victory of God - S. 131-132)

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gepostet von marlster am 4/28/2006 09:23:00 vorm..
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NT Wright – 5 Kernfragen für ein jüdisches Verständnis von Jesus

Ich mag Fragen. Sie sind häufig viel wichtiger als Antworten, weil sie zu einem Prozess einladen und die Lösung transparent machen. NT Wright konzentriert sich in seinem 2. Buch auf das Leben von Jesus. Dazu hat er 5 Fragen formuliert, die von jedem beantwortet werden müssen, der sich mit Jesus auseinandersetzt.

"Heute wird der Versuch, Jesus glaubwürdig im jüdischen Kontext zu sehen, wieder als wichtige Aufgabe gesehen. Dadurch nimmt man das gesamte jüdische Leben extrem wichtig, man verabschiedet sich von theologisch und politisch motivierten Aussagen und konzentriert sich auf Kernfragen, die sich als entscheidend herauskristallisiert haben. Ich schlage 5 Kernfragen vor, die immer wichtig sind, um irgendetwas glaubwürdig über Jesus zu sagen. Verschiedene Autoren haben ihren Schwerpunkt auf einzelnen dieser Fragen, keiner integriert sie alle, wie ich es versuche, hier zu tun.

Die 5 Fragen sind:

  1. Wie passt Jesus ins Judentum seiner Zeit?

  2. Was waren seine Ziele?

  3. Warum ist er gestorben?

  4. Wie kam die erste Kirche in Existenz und warum hat sie die Form, die sie hatte?

  5. Warum sind die Evangelien was sie sind?

Die 6. Frage ist wie ein Joker auf der Hand, die aber jeder Autor über Jesus kennt: und jetzt?

All diese Fragen sind keine privaten Anliegen der Christen oder Theologen. Sie gehören ins öffentliche Bewusstsein.

Alle Fragen sind eigentlich Unterpunkte einer größeren Frage, die sich alle Historiker des 1. Jahrhunderts unweigerlich stellen: wie kommt es, dass es im Jahr 110 eine große international Bewegung von beachtlicher Vielfalt und Unterschiedlichkeit gibt, die sich auf eine Geschichte von Jesus aus Nazareth beruft? In anderen Worten: wie kommen wir vom einheitlichen Judentum im Jahr 10 v.Chr. zu dem diversen Judentum und Christentum im Jahr 110 n.Chr.?"

(Jesus and the victory of God - S. 89-91)

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gepostet von marlster am 4/28/2006 09:20:00 vorm..
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NT Wright – Fokus auf dem Leben von Jesus

Im 2. Buch von NT Wright beschäftigt er sich ausdrücklich mit dem Wirken von Jesus. Die Einleitung ist schon superinteressant. Es erinnert mich auch daran, warum ich mich bei Vineyard so heimisch fühle. Wimber hat in den ersten Tagen der Vineyard auch einfach durch das Lukas-Evangelium gepredigt und sich gesagt, was dort passiert ist, muss doch für heute eine Konsequenz haben. Dieser Fokus auf dem Leben von Jesus spricht mir aus dem Herz:

"Im Streben nach zeitlosen Wahrheiten haben die Reformer des 16. Jahrhunderts auf sola scriptura gesetzt. Dadurch hat man nicht die Geschichten an sich beachtet, sondern die Geschichten von Jesus als Mini-Evangelien gesehen, die abstrakte Wahrheiten verdeutlichten. Dies führt dann zu dem Ereignis, auf das die Evangelien hindeuten, nämliche den Tod und die Auferstehung Jesu – nicht die Hinrichtung einer eigenartigen Figur des 1. Jahrhunderts, die beständig die Grundlagen der Juden und Römer attackiert hat, sondern als göttlicher Akt, mit dem die Sünden der Welt für immer überwunden wurden.

Dieser göttliche Akt hat aber wenig mit dem zu tun, was vorher passiert ist… die Reformer hatten eine sehr ausführliche Antwort auf die Frage: warum ist Jesus gestorben? Aber sie hatten keine guten Antworten auf die Frage: warum hat Jesus gelebt? Bis heute läuft das nicht viel besser. Wenn die einzige Antwort ist: "um ein paar moralische Standards zu geben, um als Vorbild zu leben, und um sich auf seinen Sühnetod vorzubereiten“, dann mag uns vergeben sein, dass wir das etwas dürftig finden. Es passt auch nicht zum Selbstverständnis von seiner Berufung und seinem Wirken.

Es mag nicht weit übertrieben sein, wenn Orthodoxie, wie im Predigen und Schreiben von heute, kein klares Verständnis von der Bedeutung von Jesus Dienst hat. Für viele konservative Theologen wäre es genug, dass Jesus von einer Jungfrau geboren wurde (egal zu welcher Zeit oder welcher Nation), ein sündloses Leben geführt hat, einen stellvertretenden Tod gestorben ist, und 3 Tage später auferstanden ist… Daher haben die Reformer auch mehr Schwerpunkte auf die Briefe des Neuen Testaments gelegt als auf die Evangelien… Sie haben den historischen Jesus wegen der Resultate und Konsequenzen betrachtet und nicht um seiner selbst willen. Mein Argument wird sein, dass das Versäumnis, nach der theologischen Signifikanz von Jesus zu fragen und die Evangelien als Geschichten für voll zu nehmen, viel zur gegenwärtigen Verwirrung beiträgt und das geändert werden kann."

(Jesus and the victory of God - S. 13-15)

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gepostet von marlster am 4/28/2006 09:17:00 vorm..
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NT Wright - warum wurden die ersten Christen verfolgt

NT Wright versucht in seinen Büchern zum Reich Gottes rauszufiltern, was die jüdische Denke im 1. Jahrhundert war, wie Jesus gewirkt hat und was er damit beabsichtigt hat. Damit will er dann auch die historischen Ereignisse erklären. Je besser sein Verständnis des Hintergrunds und der Aktionen von Jesus, desto mehr müssten auch historische Ereignisse Sinn ergeben. Eines dieser eher unerklärten Ereignisse ist, warum die ersten Christen von Juden verfolgt wurden. Hier ist seine Erklärung:

"Warum haben die Juden Christen verfolgt? Saßen sie nicht im gleichen Boot: verachtet von der Gesellschaft; verspottet, wenn sie schlecht leben, und verachtet, wenn sie gut leben? ... Die Rivalität unter Geschwistern ist am stärksten, wenn es um die Teilung eines Erbes geht oder das Erbe insgesamt bedroht ist. Das Programm der Pharisäer und ihre Intensivierung der Torah wurde von den Christen radikal hinterfragt, nicht weil sie die Tür für die Heiden aufwarfen, sondern weil sie behaupteten, dass sie damit die lang gehegten Erwartungen von Israel erfüllen würden. Das findet sich in der bewusst ironischen Passage von 1. Kor 7,19 wieder: weder Beschneidung noch Unbeschneidung zählt etwas, denn was zählt ist das Halten der Gott-gegebenen Gebote, wovon Beschneidung natürlich eine ist. Es gibt manche Dinge, die sich nur durch Ironie mit Widersprüchen ausdrücken lassen, und ich nehme an, dass die christliche Behauptung eine davon ist: die Behauptung, dass durch die Befolgung des ganzen göttlichen Willen für Israel eine Dekonstruktion der traditionellen Praxis und Missachtung der traditionellen Symbole stattfindet, durch die die Juden für Jahrhunderte ihr Leben geordnet haben.

Dadurch kommen wir zum Kern. Was Verfolgung heraufbeschwört ist, was das Weltbild hinterfragt; das was eine symbolische Welt auf den Kopf stellt... Juden müssen die ersten Christen nicht wie Anhänger von Monet betrachtet haben, die Anhänger von Picasso verachten, sondern wie Anhänger von Malerei jemand verabscheun, der Bilder in Brand steckt und behauptet, das im Namen der Kunst zu tun."

(The New Testament and the people of god - S. 451)

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gepostet von marlster am 4/28/2006 08:52:00 vorm..
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original soul music - ein interview mit kevin prosch



Einer meiner Helden: Kevin Prosch. Mittlerweile ist es etwas ruhiger um ihn geworden, aber in den 90-ern hat Kevin eine ganze Generation von Musikern geprägt. Seine spontanes Singen, improvisieren mit Instrumenten aus aller Welt und brutale Ehrlichkeit hat mir eine neue Vision von Musik gegeben. Als ich 98 in NYC war, sind Eddy und ich zu einem Prosch-Konzert in New Jersey gefahren. Eddy hatte damals das Interview für eine deutsche christliche Zeitschrift gemacht, die oft Themen bringt, die dran sind. Es wurde nie veröffentlicht und jetzt hat Eddy mit gestattet, es hier zu veröffentlichen und in meinem Buchprojekt einzuarbeiten.

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Interview mit Kevin Prosch - von Eddy Dück, Mainz.

vor einen Konzert der Kevin Prosch Band in Wyckoff, New Jersey, USA am 24. April 1998

Eine Atmosphäre wie auf keinen anderen Konzert und Töne wie auf keinen anderen Konzert, Anbetung ganz anderes... nur einige Begriffe, die einen Abend nach einen Abend mit der Kevin Prosch Band einfallen würden. Schon seit Jahren ein international bekannter Musiker und Anbetungsleiter ist Prosch in der christlichen und sekulären Szene gefragt. Jahrelang hat er in Vineyard Gemeinden Anbetung geleitet, bis er dann sein eigenes Plattenlabel, 7th Time Music, welches immer noch besteht und unter welchem er seine Produktionen herausbringt. Unabhängig, so könnte man seine Art und Musik wohl am besten beschreiben: mit Texten, die einen an Keith Green erinnern und einer Spontanität, die selten in der heutigen Musikwelt zu sehen ist, begeistert die Kevin Prosch Band Zuhörer jeder Altersstufe. Die Band spielt in Kirchen und auf großen Jugendkongressen auf der ganzen Welt, unter dem Namen "The Black Peppercorns"? treten dann die selben Musiker auch in Bars, Kneipen und Clubs auf die Bühne. Mit relevanten, tiefgehenden aber vor allem lebensnahen Texten und Qualitätssound werden Menschen dort abgeholt, wo sie im Moment sind, und das im doppelten Sinne des Wortes. Ich traf Kevin vor einem Konzert auf einer Jugendtagung und er sprach mit mir über Vergangenheit und Zukunft, Anbetung und Gemeinde, Menschen und Freunde"?


EDDY: Kevin, kannst Du kurz von Dir berichten, vielleicht dein Zeugnis abgeben: wie bist Du Christ geworden?

KEVIN PROSCH: Ich wurde in einer sehr voreingenommenen Familie zu einen Rassisten erzogen. (Mir wurde beigebracht wie man schwarze Leute in Birmingham, Alabama, wo ich aufwuchs, haßt.) Ich hatte eine sehr dramatische Kindheit, wurde sehr viel körperlich und sexuell mißhandelt. Dadurch habe ich die Liebe zur Musik gewonnen, sie hat mir geholfen mit den Schmerzen umzugehen. Als ich 14 Jahre alt war, mußte mein Vater ins Gefängnis und ich nahm damals häufig schwere Drogen. Ich habe ein wenig in Kohleminen gearbeitet und nebenbei Musik gemacht. Dann, in einer kleinen Stadt in Nord-Californien hat Gott einen Afro-Amerikanischen Prediger zu mir gesandt. Gott hatte ihm meinen Namen gegeben und das in einer Stadt mit ungefähr 350 Einwohnern. Als er mich dann fand, sagte er mir, daß Gott ihm gesagt hatte für mich zu beten. Ich habe ihm die Hölle heiß gemacht: sechs Monate lang habe ich ihm niederträchtlich behandelt, die ganzen rassistischen Sachen. Er hat für mich sieben Monate lang gebetet, auf den Tag genau. Eines Tages saß ich in meinem Auto und rauchte einen Joint und auf ein mal kam Gottes Gegenwart auf eine kraftvolle Weise ins Auto. Mein Gewissen hat sich geöffnet und ich habe angefangen zu weinen. Ich habe Gott gefragt wer Er war und was Er denn wollte? Dann fuhr ich zurück in die Stadt und da war dieser Prediger, er suchte nach mir. Ich bin mitten auf der Straße niedergekniet und er hat für mich gebetet, Leute haben gehupt. Er hat mich zu Jesus geführt.

EDDY: Mittlerweile bist Du ein bekannter Anbetungsleiter und Musiker. Diese Leidenschaft für Anbetung, ist das etwas was immer vorhanden war?

KEVIN PROSCH: Musik hat mir immer "Heilung" gebracht. (Vor sechs Jahren wurde meine kleine Tochter sexuell mißbraucht und danach hatte sie mich einmal gefragt ob Gott ein Lied für jemanden singen würde, der mißbraucht wurde. Und um sie zu trösten habe ich gesagt: "Oh ja, sicher, das würde ein großartiges Anbetungslied sein!" Und sie sagte: "Papi, nein, kein Anbetungslied..." Ich habe ein Lied darüber geschrieben.) Musik ist etwas was Gott wirklich gebraucht hat um mich zu trösten, mich zu ermutigen. Irgendwann mal bin ich dann in eine Karioke-Bar gegangen und habe dort gesungen und Gott war da, der Heilige Geist auf mir, und ich hab mir gedacht: "Mann, das ist aber merkwürdig!" Dann haben wir die Black Pepperkorns gestartet. Kurz gesagt: ich liebe es anzubeten und wir spielen aber auch in Bars und Clubs, mit der Black Pepperkorns Band.

EDDY: Wenn Du auf Dein bisheriges Leben zurückschaust, wie würdest Du deine geistliche Entwicklung und die Rolle, die die Anbetungsmusik darin gespielt hat, beschreiben?

KEVIN PROSCH: Es ist einfach alles für mich! Wenn die Musik aufhört, dann geht die Anbetung im Herzen weiter es spielt eine Melodie an Gott; dankend im Herzen.

EDDY: Anbetung auf der Bühne und Anbetung privat zu Hause, wo ist da der Unterschied für Dich?

KEVIN PROSCH: Es ist beides das selbe. Selten hole ich die Gitarre hervor und spiele, bete an. Es bleibt die ganze Zeit in meinen Kopf, es geht immer weiter in meinem Herzen. Weißt Du, für mich ist Anbetung wenn ich über Gott nachdenke, über Seine große Güte zu mir. Manchmal bin ich so überwältigt, ich sage einfach: "Danke, Gott!" und ich weine dabei" das ist Anbetung für mich.

EDDY: Viele Leute mögen Dich und oft kommen sie zu einer Anbetungszeit nur weil Du da bist.. wie gehst Du mit der Schwierigkeit um nicht auf Dich selber fixiert zu sein oder in Performance anstatt in Anbetung abzudriften?

KEVIN PROSCH: Ich kann nicht anbeten wenn ich mich um Leute sorgen muß. Ich vergesse sie einfach. Besonders wenn es eine große Veranstaltung ist wo viele keine Christen sind. Mit den Black Peppercorns, da ist es mehr Performance. Für mich persönlich, ich sehe da keinen Unterschied ob ich in einer Kirche oder einen Club spiele. Ich weiß das ich eine wertlose Person bin - für die Welt, in diesem Sinne" und doch wertvoll für Gott! Ich weiß das ich ein Sünder bin. Ich habe früher immer gedacht das ich wegen meiner Gaben und Berufung ein Stückchen besser war wie jeder andere. Solch eine Einstellung hält Länder mit ethnischen Unterschieden davon ab zusammen zu kommen. Aber nun kommen wir zu der Erkenntnis: "Hey, die sind ja auch Menschen und offensichtlich haben sie auch was zu sagen. Wir sollten sie respektieren und zuhören!" Wenn ich mit eben solch einer Einstellung, wissend wer ich wirklich bin vor Gott" ich bin ein Sünder! Ich habe nichts richtig gemacht und ich sündige immer noch und Gott vergibt mir. Wie kann ich denn in etwas prahlen ausgenommen in Christus, wenn ich meine eigene Schwachheit sehe und wer ich wirklich bin!

EDDY: Geht Dein Musik/Anbetungsstil momentan in eine bestimmte Richtung?

KEVIN PROSCH: Nein, der Stil ist immer noch derselbe. Ich hatte ein paar Angebote von sekulären Labels bekommen. Ich denke wir machen immer noch das, was mir immer gemacht haben. Vor einigen Monaten haben wir einen Vertrag mit Vertkal Records abgeschloßen, das gehört zu Hosanna/Integrity.

EDDY: Woran arbeitest Du im Moment?

KEVIN PROSCH: Ein neues Black Peppercorns Album. Wir werden bald damit ins Studio gehen.

EDDY: Auf Deinen Alben und in Deinen Konzerten integrierst Du viele verschiedene Instrumente und Stile. Welche Philosophie steckt dahinter?

KEVIN PROSCH: Die Philosophie dahinter ist folgende: im Himmel wird es nicht nur einen weißen Jugendlichen geben der auf einer Gitarre spielen wird. In der Bibel steht, daß Leute von jeder Nation, jedem Stamm und jeder Zunge präsent sein werden.

EDDY: Wo liegt der Wert und die Kraft bei spontaner Anbetung, wie du sie auf deinem Album "Journey's of Life" aufgenommen hast?

KEVIN PROSCH: Für mich ist es wichtig, daß ich Musik mache, in der man auch manchmal das Herz Gottes spüren kann. Ich benutze dafür verschiedene Sounds von verschiedenen Ebenen des Lebens und von verschiedenen Kulturen. Für mich ist es wichtig einen Sound zu hören, es bewirkt Anbetung in meinen Herzen wenn ich leidenschaftliche Sounds höre. Es verstärkt die Anbetung in meinen Herzen.

EDDY: Was war die Idee hinter diesem Album? Geht das ganze nicht einfach verloren oder wird das Ganze auf die Alben übertragen?

KEVIN PROSCH: Ja, es wird aufs Album übertragen. Es ist das selbe wie wenn man die "Salbung" auf einen Tonband aufnimmt. Manche Anbetungslieder, wenn ich sie höre, treffen mich mitten ins Herz, immer wieder" die Lieder haben einfach den Saft in sich, die Salbung auf sich.

EDDY: Zum Beispiel?

KEVIN PROSCH: Jetzt hast Du mich.. (lacht und denkt nach) Martin Smith's (Gruppe Deliriou5?) sein Lied "Did you feel the mountains tremble?" zum Beispiel. Das ist mein Lieblingslied und Martin ist einer von meinen liebsten Anbetungsleitern.

EDDY: Wie wichtig ist Performance/Qualität in Gemeindeanbetung und auf Deinen Alben?

KEVIN PROSCH: Wie wichtig ist es für Dich wenn, Du Dir eine CD anhörst? Magst Du professionele Sachen? Magst Du guten Sound? Willt Du, daß viel Herz in der Musik drin ist? Möchstest Du, Das es Dich emotionell bewegt?

EDDY: Wie passen dann Deine spontanen Sachen da rein und die Produktionen, in denen die Band spielt ohne zu wissen worauf es hinauslaufen wird?

KEVIN PROSCH: Ich lasse es wie's ist. Man kann es auf meinen Alben hören, sie alle beinhalten Fehler. Ich möchte das es gut klingt, aber wenn da Fehler sind, dann lasse ich sie größtenteils drin. Mich stört das nicht, jedes Album hat Unmengen von Fehlern.

EDDY: Laß uns über diese Generation reden. Sie bringt sicherlich neue Stile und Sounds. Nenne bitte ein paar Merkmale dieser Generation und was heutige Anbetungsleiter darüber wissen sollten.

KEVIN PROSCH: Ich glaube das ist die heftigste und aufregendste Generation die es je gab. Deshalb müssen die Taktiken bei der Evangelisation geändert werden. Man kann nicht Jahrhunderte zurückschauen und einen bestimmten Stil re-produzieren. Das neue Testament geht weiter, wir leben das Neue Testament. Ich sehe es nicht nur in den jugendlichen, auch bei den Ã?lteren: das ist das Zeitalter des Ãœbernatürlichen. Zeichen und Wunder werden natürlich werden in dieser Generation, ich rechne ganz fest damit und das ist es was es brauchen wird um diese Generation hinüberzugewinnen. Und es ist eine verrückte Generation, und wir werden sie Sachen machen sehen und neun von zehn Mal wird dann der Finger gehoben und gerichtet. Es regestriert nicht in unserer Denkweise, wir verstehen es nicht.

EDDY: Wie beurteilst Du die jungen, gerade am Anfang stehenden Anbetungsleiter und Gruppen?

KEVIN PROSCH: (Es ist schwer für mich, offensichtlich, wenn ich so etwas wie ein stolzer Vater für viele bin, Martin Smith z. B. war oft zu meinen Seminaren gekommen. Ich habe mich mit ihm getroffen und ihn ermutigt, bevor er ein Anbetungsleiter wurde und seine eigene Sache angefangen hat.) Was ist in einem guten Anbetungsleiter, meiner Meinung nach? Nun, jemand der sehr leidenschaftlich ist. Was heutzutage in der Anbetung passiert ist oft das sich die christliche Musikindustrie der Anbetungssmusik zugewandt hat und vieles was da rauskommt ist Müll. Es ist ein Geschäft, ein Job. Wir (7th Time Music) versuchen keine Rebellen zu sein, aber ich bin manchmal als Rebel bekannt" es ist einfach daß ich nicht mit dem System gehen will. Ich wage mich heraus und ich mache Fehler, weil ich niemals perfekt sein wollte. Wenn Du Gott anbetest, die Rotze rennt dir die Nase runter und Deine Augen sind voller Tränen, das ist das letzte worum Du Dich kümmerst, ob Du der richtigen Tonlage singst oder nicht. Oder ob du sogar die richtigen Akkorde spielst. Du betest Gott an und es ist egal. Für mich kann ich sagen, daß das schon immer mein Herz war. Die Sache mit den jetzt herauskommenden Anbetungsleitern ist folgende: es gibt tonnenweise Leute die Anbetung leiten können, von Gott berufen sind, aber zu dienen ist eine verlorene Kunst. Wie in dem Film "Der erste Ritter", in dem Sean Connery sagt: "Indem wir einander dienen werden wir frei!" Die größte Aussage, die ich machen würde ist, daß Gott uns dazu gerufen hat Diener zu sein, und daß wir berufen oder gesalbt sind ist noch lange nicht so wichtig.

EDDY: Was ist Deine Meinung über die Anbetungsszene in England und den neuen, sogenannten Trend "evangelistische Anbetung"?

KEVIN PROSCH: Diesen Begriff, und ich sage nicht, daß andere Leute ihn vorher gehabt haben, hat Gott mir 1988 gegeben. Evangelistische Anbetung ist ein Thema, worüber Martin Smith, Matt Redman und ich sehr viel zu reden pflegten. Genau bedeutet es, daß Anbetung relevant für Nicht-Christliche Kreise ist. Deshalb spielen wir mit den Black Peppercorns, damit die Kirche aus ihrer Bequemlichkeitszone rauskommt. Und dann stehen sie da (in einer Bar oder Kneipe), wie eine Herde Schafe, verängstigt. Wir laden sie immer wieder ein und nach dem dritten oder vierten Mal sind sie mehr entspannt. Auch das ist evangelistische Anbetung. Die meisten Leute bringen keinen mit in ihre Gemeinde, weil sie sich vor ihr schämen. Das ist einer der Gründe warum wir in Clubs spielen. Wenn nicht-gerettete Leute in solche eine Umgebung kommen, dann wird es relevant für sie und es berührt sie, wo immer sie gerade sind in ihrem Leben. Das ist größtenteils evangelistische Anbetung. Im Moment ist typische Anbetung sehr uneffektiv hinter Kirchenmauern. Es wird sich ändern, aber im Moment ist es uneffektiv.

EDDY: Deine Liedertexte sind immer sehr lebensnah. Eine Zeile aus Deinem Lied "Kiss the Son" klingt folgendermaßen: "Auch wenn wenn Du mich erschlägst werde ich Dir vertrauen, Herr!" Was verbirgt sich hinter diesen Worten?

KEVIN PROSCH: Ich versuche ehrlich zu sein. Manchmal zweifele ich an Gott, verstehe Ihn nicht, habe keinen Glauben. Ich werde depressiv und sage einfach: "Gott, Du bist ja noch nicht mal real!" Ich glaube, daß Er es mag wenn ich ehrlich mit Ihm bin. Ich sage zu Ihm: "Nun, das war"s, ich bin gebrochen, ich kann so nicht da raus gehen und Dich preisen!" Mein Herz ist wirklich so gebrochen und auf einmal hat Gott sich

auf eine tiefere Weise zu mir offenbart und sagte: "Schau, es geht hier nicht um Dich, es geht um Mich!" Manche Leute gebrauchen diese Redeweise leichtfetig, ich sage es nicht mehr leichtfertig. An diesem Punkt sagst Du dann: "OK, ich bin wegen der Leute hier, um ihnen zu dienen und sie zu versorgen! Und auch wenn Du mich erschlägst, wenn ich nichts fühle, ich werde Dir vertrauen, raus gehen und die Arbeit tun. Und ich werde Dir vertrauen für mein Leben lang, egal wie Dunkel es zu sein scheint!"

EDDY: Du gehst in eine große Gemeinde in Kansas City, USA. Bist du dort Anbetungsleiter?

KEVIN PROSCH: Nein, manchmal beteilige ich mich in der Jugendarbeit. Ich habe dort keinen Titel oder Rang, es ist einfach meine Heimatgemeinde.

EDDY: Die Morning Star Gemeinde in North Carolina hat dich vor einiger Zeit gefragt ob du dort vollzeitig Anbetungsleiter sein wolltest. Was war Deine Antwort und warum?

KEVIN PROSCH: Ich habe abgesagt weil ich nicht fühle das ich im Moment dorthin gehöre. Ich habe großartige Beziehungen zu den Leuten dort, ich liebe sie alle.

EDDY: Ist es vielleicht deswegen, weil Du in Bars und Clubs spielst. Dort wäre es im Gegensatz dazu eine rein christliche Umgebung"

KEVIN PROSCH: Es gibt sehr viele Spannungen über die Black Peppercorns, hat es schon immer gegeben und es wird sie immer geben. Ein mal war ich in England, auf einem Konzert, wo zwei erwachsene Männer, Gemeindeleute, hinter mir auf der Bühne auftauchten und mich mit heißem Wasser übergossen, mitten in einer Anbetungszeit mit vier Tausend Jugendlichen. Die Sicherheitsleute haben sie dann von der Bühne entfernt. Ein anderes Mal wurde ich auf einen Parkplatz in Toronto, Canada, überfallen. Sie sagten sie wollten diese Art von Musik dort nicht haben. Sehr viel von der Verfolgung kommt von der Kirche. Es ist wirklich traurig.

EDDY: Was möchtest Du in heutigen Kirchen passieren sehen, besoders in Europa, in Bezug auf Anbetung?

KEVIN PROSCH: Ich wünschte, daß die Kirche endlich (von ihrem Hintern) aufsteht und das macht wozu sie gerufen wurde. Wir brauchen nicht schon wieder ein Seminar über Evangelisation. Wie schwer ist es auf jemanden zuzugehen und sich mit Ihm zu befreunden, ihn zu lieben und in sein Leben zu kommen. Irgendwann mal wird derjenige dann die Liebe Gottes spüren, Dir vertrauen und Du erzählst ihm von Gott und bringst ihn so zum Reiche Gottes. Ich wünschte, ich würde genau das sehen. Tu was auch immer Du tust, ob du ein Hausmeister bist oder Evangelist: jeder sollte die Arbeit (das Werk?) eines Evangelisten tun!

EDDY: Kevin, zum Schluß, verrate uns noch Deine Lieblingssachen:

Lieblingslied:
Did you feel the mountains tremble? von der Gruppe Deliriou5?

Lieblingsband:
Peter Gabriel

Lieblings Gittarrenakkord:
Gdur

Lieblingsfilm:
Einer flog über's Kuckuck's Nest

Lieblingsessen:
Erdnüsse oder Schweinegehirn

Lieblingsbuch:
Keine Ahnung, ich mag Watchman Nee oder A. W. Tozer. Tozer ist mein Lieblingsautor.


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gepostet von marlster am 4/23/2006 11:19:00 nachm..
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Folge dem Fragezeichen

"Die Leiter der Vergangenheit wussten, Anweisungen zu geben.
Die Leiter der Zukunft wissen, Fragen zu stellen"
-- Peter Drucker --

gepostet von marlster am 4/20/2006 08:28:00 nachm..
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Google Calendar ist geil

Besser als yahoo oder all die anderen nicht-integrierten Teil. Was Google mit dem Kalendar abgeliefert hat, ist einfach nur nett, schnell und unkompliziert. Auch wenn's keiner von euch liest: bravo, Jungs!

gepostet von marlster am 4/20/2006 08:27:00 nachm..
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Entscheidungen

"If you are looking for the truth,
don't look within yourself,
since you are the one who is confused."
-- Frank Peretti --

Eine der Merkmale von Leuten in ihren 20-ern sind die harten Entscheidungen, die es zu treffen gilt. Was werde ich den Rest meines Lebens beruflich machen? Wen werde ich heiraten? Wo werde ich wohnen? Wer werden meine Freunde sein? Die Schwierigkeit dabei ist, dass alle Entscheidungen so langfristig sind. Nicht so sehr, für was man sich entscheidet, sondern gegen was, ist dabei so mörderisch hart. Wenn ich Bäcker werde, kann ich nicht mehr Zimmermann werden. Wenn ich ins Ausland gehe, kann ich nicht mehr in meiner Band spielen. Es ist der Weg der Aufgabe. Es ist die Schwierigkeit rauszufinden, was ICH will. Was will ich denn wirklich? Woher soll ich mich so gut kennen, um zu wissen, dass ich den Rest meines Lebens als Bächer zufrieden bin. Im Ferienjob war das cool, aber die nächsten 45 Jahre?!

Unsere Gemeinde hat vorwiegend Leute zwischen 18 und 38 - die Leute eben mit den Entscheidungsproblemen. Mir fällt auf, wie ungeeignet viele christliche Rezepte sind, um mit diesen schwierigen Entscheidungen klarzukommen. Die Älteren vergessen oft, was für schlaflose Nächte solche Entscheidungen mit sich bringen. Sie wissen nicht mehr, wie schwierig es ist, zu wissen was man eigentlich will. Andere Gemeinden geben Prinzipien vor, als ob man sich durch Prinzipien irgendwie klarer wird. Wir sind doch keine Checklisten-Wesen. Es braucht einfach superviel Zeit, um den eigenen Weg zu finden. Es ist mehr der Prozess als die Entscheidung, die letztlich wichtig sind. Man muss lernen, wirklich auf Gott zu hören. Man muss lernen, Entscheidungen gegen etwas zu treffen, das einem lieb ist. Man braucht Freunde, die fragen und spiegeln. Letztlich muss man lernen erwachsen zu werden und Aussagen für sich selbst zu treffen. Wer ist da, um uns dabei zu helfen?

gepostet von marlster am 4/13/2006 05:11:00 nachm..
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Veränderung und Möglichkeiten

"Die Weltgeschichte mit ihren großen Ereignissen kommt nicht dahergefahren wie ein Eisenbahnzug in gleichmäßiger Geschwindigkeit. Nein, es geht ruckweis vorwärts, aber dann mit unwiderstehlicher Gewalt. Man kann nur immer darauf achten, ob man den Herrgott durch die Weltgeschichte schreiten sieht, dann zuspringen und sich an seines Mantels Zipfel klammern, daß man mit ihm fortgerissen wird, so weit es gehen soll. Es ist unendliche Torheit und abgelegte Staatsklugheit, als käme es darauf an, Gelegenheiten zu schürzen und Trübungen herbeizuführen, um dann darin zu fischen."

-- Otto von Bismarck --

gepostet von marlster am 4/12/2006 04:44:00 nachm..
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Die Suche


1591840880.03.MzzzzzzzDie letzten Wochen habe ich die Geschichte von Google als Hörbuch von John Battelle gehört. Bei Biografien faszinieren mich immer die Ereignisse hinter den Szenen – das Unvollkommene, Zufällige, Kämpfende. Bei Google ist das nicht anders. Die hatten eigentlich relativ wenig Plan, was sie da machen und wie sie Geld damit machen. Sie waren nicht die ersten und auch nicht die besten, sind aber mittlerweile die einflussreichsten. Zur richtigen Zeit am richtigen Platz könnte man sagen. Ich habe für mich wieder ein paar Lehren daraus gezogen:


Die Gabe des Unvollkommenen: es ist ein Irrglaube, dass große Fortschritte schon immer klar sind oder leicht gehen. Im Gegensatz: sie sind neblig für die längste Zeit und bringen alle Beteiligten an den Rand des Wahnsinns. So was wie einen „kontemplativen Durchbruch“ gibt es nicht. Die Kunst besteht darin, nicht aufzugeben und Möglichkeiten zu nutzen, wenn sie sich bieten.


Die Gabe der Freundschaften: durch Brin und Page hat Google die Mischung gehabt, die es gebraucht hat. Ohne starke Freundschaften um ähnliche Interessen wird man in keinem Feld was reißen können.


Die Gabe der Anti-Haltung: als alle auf Banner-Werbung gesetzt haben, wollte Google davon nichts wissen. Mit ihrer Einfachheit haben sie die Welt überrollt, während die anderen mit blinkenden gifs immer weniger User hatten. Eine Grundüberzeugung der Einfachheit sticht komplexe Systeme aus.


Die Gabe des Trotzdem: hinter den Kulissen von Google läuft einiges schief. Es ist sicher in vielen Bereichen attraktiv, dort zu arbeiten. Aber genauso sind sie super-hierarchisch, fast schon diktatorisch. Und trotzdem verändern sie die Welt. In fast jedem Projekt wo ich war, kam nach einer Weile der Unmut darüber auf, warum das hier so dilettantisch abläuft. Die Wahrheit ist: es ist überall dilenttatisch. Wer sich damit abfindet, kommt weiter.


Technisch gesehen, waren auch ein paar gute Punkte drin. Schon im Januar habe ich über Suche gebloggt. Jetzt habe ich auch zum ersten Mal verstanden, wie die Suche funktioniert (crawlen, indexen, invertieren). Meine Suche wurde dadurch besser durch 2 Verständnisse:


Entdeckungs- vs Wiederenteckung: sucht man neue Information oder Information, die man schon irgendwo hat? Mir geht es oft so, dass ich Teile von Info lese und später (oft viel später) daran denke; das war doch geil. Und dann finde ich es nicht mehr. Die Wiederentdeckung wird leicht gemacht, wenn man Historien anlegt, wie bei Google mit Login oder A9.com


. Das hat mit mittlerweile viel Zeit und Nerv gespart.


Die perfekte Frage: auf die Formulierung der Frage kommt es an. Suchmaschinen bekommen von uns Wortbroken vorgeworfen und sollen dann perfekte Ergebnisse liefern. Perfekte Suche bedeutet die perfekte Frage. Je besser ich darin bin, meine Frage zu formulieren, desto mehr wird in den Ergebnissen rumkommen.


Letztlich: geiles Buch. Lohnt sich. Auch die Geschichte vor Google mit der Entstehung der Suche ist sehr interessant.


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gepostet von marlster am 4/11/2006 07:56:00 nachm..
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Die jungen Wilden – pragmatische Gemeinden


3417210704.01.Lzzzzzzz

Vorhin hat mich mein Briefkasten überrascht mit einem Exemplar von „die jungen Wilden“, einem Buch von David Schäfer aus der dran-Ecke über Jungendkirchen und Emerging Churches. Zunächst ist mir das gute Design aufgefallen und dann die Begegnung mit Geschichten von alten Blog-Bekannten: Mirko (Jesus Freaks), Markus (24-7), Mark (Kubik) und David selbst. Außerdem wird über die ICF geschrieben (Leo Bigger) und einem Projekt innerhalb der Landeskirche, sowie eine Diskussion über Initiativen innerhalb von bestehenden Gemeinden.


David startet das Buch mit einer Story über seinen eigenen Werdegang und wie sein Gemeindeprojekt in den Sand gesetzt wurde. Das kommt in Deutschland immer gut und ist mir auch sympathisch. Dann wird gesagt, dass in vielen Gemeinden für die Leute zwischen 20 und 35 kaum Platz ist für ihre Bedürfnisse und Erfahrungen. Stimmt.


Die 6 Portaits von Gemeinden, die diese Lücken schließen wollen, sind jeweils sehr persönlich. Der Werdegang des Leiters/Gründers wird genauso beschrieben wie ein typischer Ablauf oder Kernüberzeugungen. Im einzelnen sind die Schwerpunkte (oder die Karikatur davon) so:

1.) Curtis Sergeant (Saddleback) – mit Akronymen verändern wir die Welt! OK, vielleicht etwas kritisch. Inhaltlich macht das Saddleback-Zeug meist Sinn, aber mir ist es einfach zu gehobelt.

2.) Markus Lägel (24-7) – Beten als ob es von Gott abhängt! Damit kann ich sehr viel Anfangen. 24-7 ist nicht so zentralisert oder marketing-getrieben, und der Schwerpunkt auf das innere Leben mit Gott ist für mich der Knackpunkt.

3.) Leo Bigger (icf) – Willow Creek, eben nur Bigger! Ich bin nicht so der Performance-Freund und kann daher mit icf einfach recht wenig anfangen (obwohl einige Freunde von mir in Bonn, München, Zürich, Karlsruhe und Bern da eine wirkliche Heimat gefunden haben). In diesem Kapitel steckt für mich viel Aktionismus und die Kernaussagen enden immer mit einem Ausrufezeichen.

4.) Mirko Sander (Jesus Freaks) – ehrliches Risiko! Mirko schreibt sehr ehrlich über seinen Werdegang, Schwächen und Herausforderungen. Mir gefällt auch die Grundhaltung zum Glauben (Risiko) und dass die Freaks kein Projekt sind von Leuten, die jetzt mal was für die armen Jugendlichen machen wollen.

5.) Mark Reichmann (Kubik) – ständiges Hinterfragen! Mir fällt am meisten auf, dass Marks Kapitel keine Überschriften hat (schlecht für Schnellleser). Auch hier ist es sehr ehrlich beschrieben und spricht vom Inhalt für sich.

6.) Anne Winter (evanglische Landeskirche) – gemeinsam unterwegs! Die Landeskirche ist überhaupt nicht meine Welt und Mottos und Projektbeschreibungen gehen irgendwie an mir vorüber. Dennoch ist das wohl des Feld mit dem größten Potential und den härtesten Randbedingungen.


Die jungen Wilden ist eine gute Zustandbeschreibung und vom Handwerk gut gemacht. David schließt mit einem guten Kapitel über unsere Mission. Soweit alles gebongt. Mir kommt das ganze sehr pragmatisch vor (wir machen, was passt) – das ist gut und gefährlich. Was bei allen fehlt ist ein theologischer Roter Faden, etwas, das unumstößlich treibt und die Richtung für Denken und Handeln gibt. Das ist bei der ganze Emerging Church Sache schon lange der Fall.


Bisher waren Erneuerungen häufig von einem Einblick geleitet – Luther durch Gnade und Erlösung; die Pfingstler durch den Heiligen Geist; die Vineyards durch das Reich Gottes. Selbst Bill Hybels stellt immer wieder Lukas 15 als Basis da, und auch Rick Warren hat mit seinen 5 Aufträgen eine Fundament gelegt. Wenn die Ansätze in Deutschland nur darauf rauslaufen, dass wir was für unsere Freunde machen wollen, dann wird es weder in Krisen stabil sein, noch der Glaubenslandschaft insgesamt was bringen. Am naheliegensten wäre ein neues Verständnis von Gemeinde (alle spielen mit), ein Verständnis vom gelebten Glauben im Alltag und von Gottes Wirken in Freundschaften und Authenzität. Diese Gedanken werden schon gedacht, aber bisher ist noch kein griffiges, ganzes Verständnis daraus entstanden.


Anliegen + Pragmatismus = Aktionismus

Anliegen + Pragmatismus + Theologie = Veränderung


Ach ja, dann gibt es noch die latenten Zwei-Einigkeits-Praxis. Deshalb könnte man das ganze noch erweitern:


Anliegen + Pragmastimus + Theologie + Heiliger Geist = Revolution


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gepostet von marlster am 4/09/2006 02:51:00 nachm..
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Video von Frisbee


Auf das habe ich lange gewartet: ein Video mit Lonnie Frisbee in Aktion. Auch wenn er hier schon älter ist, merkt man doch seine Abgefahrenheit und bekommt einen Geschmack davon, wie er wohl in den ersten Tagen der Jesus People gewirkt hat. (Auch sein Beerdigungs-Gottesdienst ist auf Video).

Ich habe mich die letzten Wochen sehr mit der Geschichte der Jesus People beschäftigt. Es hat mir einen neuen Hunger auf den Heiligen Geist und Mission gegeben. Ich schreibe gerade an einem kleinen Booklet über die Anfänge der Vineyard und da spielen diese Hintergründe auch eine große Rolle. Wenn ich etwas weiter bin, werde ich es online stellen, damit es kommentiert und mit Erfahrungen erweitert werden kann. Irgendwie kam ich kürzlich auf den Trichter, dass es doch irgendwie geil wäre, bevor ich 30 werde noch ein Buch zu schreiben.

Wer selbst in dem Thema etwas stöbern will: mein Furl-Archiv ist voll von Artikeln, Interviews und Arbeiten über die Jesus People und Vineyard.

Buch.. jesus and the victory of god // nt wright
Musik.. raging beauty // joann mcfatter
Ort .. schwetzingen

gepostet von marlster am 4/08/2006 10:48:00 vorm..
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NT Wright - die Dualismen der Juden

Die jüdische Denke des 1. Jahrhunderts zeichnet sich durch Ganzheitlichkeit aus. Die Griechen haben gerne Bereiche getrennt, die die Juden als ein ganzes sahen - Körper und Seele; Geist und Materie usw. NT Wright listet auf, was für Hauptkategorien es gab, die getrennt werden können und wo es dem Verständnis der Juden entsprach und wo nicht. Dies hilft wieder, das jüdische Denken zu verstehen, in dem Jesus gewirkt und geredet hat.

Es wird gesagt, dass Juden dualistisch sind. Es kommt darauf an, was man mit diesem schwammigen Begriff meint. Es gibt eine Reihe von Dualismen. Hier sind einige aufgeführt:
1. Theologisch/ontologisch: die Annahme, dass es himmlische Wesen außer dem einen Gott gibt
2. Theologisch/kosmisch: die Unterscheidung zwischen Gott und seiner Schöpfung
3. Moral: die klare Unterscheidung von Gut und Böse, vor allem auf menschliches Verhalten. Manche Religionen wollen das aufheben
4. Eschatologisch: die Unterscheidung zwischen der jetzigen und zukünftigen Zeit; wobei die Gegenwart als Böse und Zukunft als gut gesehen wird
5. Theologisch/moralisch: es gibt einen guten Gott und einen bösen Gott. In der harten Version besteht dieser Kampf für immer, in der soften Version gewinnt der gute letztlich.
6. Kosmisch: das materielle ist eine Kopie des Geistlichen. Der erleuchtete Geist kann die wahre Welt erkennen, während die Realität nur ein Abklatsch ist
7. Anthropologisch: Menschen sind eine Kombination von Seele und Körper, wobei die Seele über dem Leib steht (in politischen Angelegenheiten oft der Leib über der Seele)
8. Epistemiologisch: die Unterscheidung, was von Menschen erkannt werden kann, und was nur durch göttliche Offenbarung zugänglich ist.
9. Sektirerisch: die klare Unterscheidung, wer zu einer kulturell-religiösen Gruppe gehört, und wer nicht
10. Psychologisch: Menschen haben eine gute und schlechte Veranlagung; sie stecken im Kampf und müssen sich für die gute entscheiden und der bösen widerstehen

Juden haben vier Dualismen angenommen: sie sehen die Unterscheidung von Gott zu seinen Geschöpfen (Typ 2); sie sehen die Unterscheidung zwischen Gut und Böse im menschlichen Verhalten (Typ 3); die meisten Juden erkennen die Existenz von himmlischen Wesen an (Typ 1); fast alle Juden vertraten den Standpunkt, dass sie in einer Zeit leben, die von einer besseren abgelöst wird (Typ 4).

Dagegen lehnten sie Typ 5 streng ab: es gab in der jüdischen Literatur keine Anzeichen dafür, dass es eine böse Macht gibt, die annähernd stark genug ist und der guten Widerstand leistet. Auch die Trennung von Körper, Seele und Geist (Typ 6 und 7) finden sich im jüdischen Denken nicht wieder und gehen eher auf Philo zurück, bis sie dann im griechischen Denken sehr verankert wurden. Die restlichen drei Unterscheidungen finden sich in unterschiedlichen Gruppen unterschiedlich wieder, ohne ein einheitliches Bild abzugeben.

Diese Unterscheidungen sind nicht nur interessant, sondern sie geben zu verstehen, wie die Juden ihre theologischen Optionen sahen.

(The New Testament and the people of god - S. 254-256)

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gepostet von marlster am 4/03/2006 12:37:00 nachm..
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|W|P|114582723982188268|W|P|original soul music - ein interview mit kevin prosch|W|P|marlin.watling@gmail.com4/26/2006 12:57:00 nachm.|W|P|Blogger Timdon|W|P|Wow, das ist wirklich ein beeindruckendes Interview. Leider habe ich von Kevin Prosch noch nie gehört. Aber was dieser Mann über Anbetung sagt trifft das Herz. Vor allen Dingen gefällt mir:

"Wenn die Musik aufhört, dann geht die Anbetung im Herzen weiter..."

Wie oft sehe ich mich als Anbetungsleiter in der Position, dass nach dem Gottesdienst die Anbetung abgeschlossen ist! Und dabei ist doch Anbetung nicht gleich Worship-Musik. Mir ist das schon klar, aber leider häufig unbewusst.

Danke für den Artikel.4/20/2006 08:28:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|"Die Leiter der Vergangenheit wussten, Anweisungen zu geben.
Die Leiter der Zukunft wissen, Fragen zu stellen"
-- Peter Drucker --|W|P|114555772319852418|W|P|Folge dem Fragezeichen|W|P|marlin.watling@gmail.com4/21/2006 10:53:00 nachm.|W|P|Blogger dettijunior|W|P|weil sich heute niemand mehr was sagen lässt?! oder:
weil die welt zu kompliziert ist als dass einer sich damit auskennt, er muss seine muster anderen zur verfügung stellen die das wissen haben.

haben gerade wieder mal seelsorge-teaching gemacht, da kams auch raus: fragen stellen!4/20/2006 08:27:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|Besser als yahoo oder all die anderen nicht-integrierten Teil. Was Google mit dem Kalendar abgeliefert hat, ist einfach nur nett, schnell und unkompliziert. Auch wenn's keiner von euch liest: bravo, Jungs!|W|P|114555762038353309|W|P|Google Calendar ist geil|W|P|marlin.watling@gmail.com4/13/2006 05:11:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|"If you are looking for the truth,
don't look within yourself,
since you are the one who is confused."
-- Frank Peretti --

Eine der Merkmale von Leuten in ihren 20-ern sind die harten Entscheidungen, die es zu treffen gilt. Was werde ich den Rest meines Lebens beruflich machen? Wen werde ich heiraten? Wo werde ich wohnen? Wer werden meine Freunde sein? Die Schwierigkeit dabei ist, dass alle Entscheidungen so langfristig sind. Nicht so sehr, für was man sich entscheidet, sondern gegen was, ist dabei so mörderisch hart. Wenn ich Bäcker werde, kann ich nicht mehr Zimmermann werden. Wenn ich ins Ausland gehe, kann ich nicht mehr in meiner Band spielen. Es ist der Weg der Aufgabe. Es ist die Schwierigkeit rauszufinden, was ICH will. Was will ich denn wirklich? Woher soll ich mich so gut kennen, um zu wissen, dass ich den Rest meines Lebens als Bächer zufrieden bin. Im Ferienjob war das cool, aber die nächsten 45 Jahre?!

Unsere Gemeinde hat vorwiegend Leute zwischen 18 und 38 - die Leute eben mit den Entscheidungsproblemen. Mir fällt auf, wie ungeeignet viele christliche Rezepte sind, um mit diesen schwierigen Entscheidungen klarzukommen. Die Älteren vergessen oft, was für schlaflose Nächte solche Entscheidungen mit sich bringen. Sie wissen nicht mehr, wie schwierig es ist, zu wissen was man eigentlich will. Andere Gemeinden geben Prinzipien vor, als ob man sich durch Prinzipien irgendwie klarer wird. Wir sind doch keine Checklisten-Wesen. Es braucht einfach superviel Zeit, um den eigenen Weg zu finden. Es ist mehr der Prozess als die Entscheidung, die letztlich wichtig sind. Man muss lernen, wirklich auf Gott zu hören. Man muss lernen, Entscheidungen gegen etwas zu treffen, das einem lieb ist. Man braucht Freunde, die fragen und spiegeln. Letztlich muss man lernen erwachsen zu werden und Aussagen für sich selbst zu treffen. Wer ist da, um uns dabei zu helfen?|W|P|114494111981181078|W|P|Entscheidungen|W|P|marlin.watling@gmail.com4/15/2006 11:05:00 nachm.|W|P|Blogger cat-zle|W|P|geschafft! - für`s erste!
Jetzt weiß ich wenigstens was ich nicht will. Alles andere findet sich... JA! Erwachsen werden ist sau schwer. Wie kann man nur jemanden mit 21 als erwachsen bezeichen?!4/19/2006 02:47:00 nachm.|W|P|Blogger Timdon|W|P|Sehr richtig Marlin,
ich stecke auch genau in dieser Zwickmühle. Und dann hat man vielleicht etwas gefunden das einem gefällt, und dann muss man Gottes Meinung dazu abwarten. Wenn sich dann die Türen schließen ist es erstml hart Gottes Entscheidung zu akzeptieren, aber später wird es uns offenbar warum Gott es "damals" so gemacht hat wie er es wollte.
Hauptsache: Vertrauen.4/19/2006 05:32:00 nachm.|W|P|Blogger Warnschild|W|P|Ich find's auch schwer: Das ins-Blaue-hinein-einen-Weg-einschlagen.

Andererseits sag' ich mir, dass ich darauf noch lange nicht festgenagelt bin, immer noch was anderes machen kann und ausserdem, dass Gott da seine Hand auch dann im Spiel hat, wenn ich "einfach so entscheide", in Ermangelung einer besseren Idee.

Uebrigens: Kannst du mir deine E-Mail-Adresse zukommen lassen? Wollte dich wegen deinem Studium gern ein paar Sachen fragen. Danke. (Gruene-Teetasse@web.de)4/19/2006 11:47:00 nachm.|W|P|Blogger Kopfgeister|W|P|ein paar vorschläge von mir - bin selbst am suchen:

gott fragen
optionen suchen
und dann mit gebet die optionen ausprobieren/ausschließen4/20/2006 08:24:00 nachm.|W|P|Blogger marlster|W|P|Danke für die Kommentare. Es ist echt nicht leicht zu entscheiden. Wer die Wahl hat, hat die Qual - früher gab es nicht so viele Entscheidungen und ich kenne mehr und mehr Menschen, die einfach mit der Freiheit überfordert sind.4/21/2006 10:51:00 nachm.|W|P|Blogger dettijunior|W|P|hi,

guter post. ich hab ne entscheidung hinter mir. ich werd im sommer nach spanien gehen. und nach wie vor: ambivalent. aber wenn ungefähr gleichgewicht ist und gott sich nicht äußeßert: dann einfach irgendwas machen. wobei du ja nicht gepostet hast, weil du fragen hast.

was hilft: coaches!!! egal ob "ausgebildet" oder unbewusst.4/12/2006 04:44:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|"Die Weltgeschichte mit ihren großen Ereignissen kommt nicht dahergefahren wie ein Eisenbahnzug in gleichmäßiger Geschwindigkeit. Nein, es geht ruckweis vorwärts, aber dann mit unwiderstehlicher Gewalt. Man kann nur immer darauf achten, ob man den Herrgott durch die Weltgeschichte schreiten sieht, dann zuspringen und sich an seines Mantels Zipfel klammern, daß man mit ihm fortgerissen wird, so weit es gehen soll. Es ist unendliche Torheit und abgelegte Staatsklugheit, als käme es darauf an, Gelegenheiten zu schürzen und Trübungen herbeizuführen, um dann darin zu fischen."

-- Otto von Bismarck --|W|P|114485304308896796|W|P|Veränderung und Möglichkeiten|W|P|marlin.watling@gmail.com4/11/2006 07:56:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|


1591840880.03.MzzzzzzzDie letzten Wochen habe ich die Geschichte von Google als Hörbuch von John Battelle gehört. Bei Biografien faszinieren mich immer die Ereignisse hinter den Szenen – das Unvollkommene, Zufällige, Kämpfende. Bei Google ist das nicht anders. Die hatten eigentlich relativ wenig Plan, was sie da machen und wie sie Geld damit machen. Sie waren nicht die ersten und auch nicht die besten, sind aber mittlerweile die einflussreichsten. Zur richtigen Zeit am richtigen Platz könnte man sagen. Ich habe für mich wieder ein paar Lehren daraus gezogen:


Die Gabe des Unvollkommenen: es ist ein Irrglaube, dass große Fortschritte schon immer klar sind oder leicht gehen. Im Gegensatz: sie sind neblig für die längste Zeit und bringen alle Beteiligten an den Rand des Wahnsinns. So was wie einen „kontemplativen Durchbruch“ gibt es nicht. Die Kunst besteht darin, nicht aufzugeben und Möglichkeiten zu nutzen, wenn sie sich bieten.


Die Gabe der Freundschaften: durch Brin und Page hat Google die Mischung gehabt, die es gebraucht hat. Ohne starke Freundschaften um ähnliche Interessen wird man in keinem Feld was reißen können.


Die Gabe der Anti-Haltung: als alle auf Banner-Werbung gesetzt haben, wollte Google davon nichts wissen. Mit ihrer Einfachheit haben sie die Welt überrollt, während die anderen mit blinkenden gifs immer weniger User hatten. Eine Grundüberzeugung der Einfachheit sticht komplexe Systeme aus.


Die Gabe des Trotzdem: hinter den Kulissen von Google läuft einiges schief. Es ist sicher in vielen Bereichen attraktiv, dort zu arbeiten. Aber genauso sind sie super-hierarchisch, fast schon diktatorisch. Und trotzdem verändern sie die Welt. In fast jedem Projekt wo ich war, kam nach einer Weile der Unmut darüber auf, warum das hier so dilettantisch abläuft. Die Wahrheit ist: es ist überall dilenttatisch. Wer sich damit abfindet, kommt weiter.


Technisch gesehen, waren auch ein paar gute Punkte drin. Schon im Januar habe ich über Suche gebloggt. Jetzt habe ich auch zum ersten Mal verstanden, wie die Suche funktioniert (crawlen, indexen, invertieren). Meine Suche wurde dadurch besser durch 2 Verständnisse:


Entdeckungs- vs Wiederenteckung: sucht man neue Information oder Information, die man schon irgendwo hat? Mir geht es oft so, dass ich Teile von Info lese und später (oft viel später) daran denke; das war doch geil. Und dann finde ich es nicht mehr. Die Wiederentdeckung wird leicht gemacht, wenn man Historien anlegt, wie bei Google mit Login oder A9.com


. Das hat mit mittlerweile viel Zeit und Nerv gespart.


Die perfekte Frage: auf die Formulierung der Frage kommt es an. Suchmaschinen bekommen von uns Wortbroken vorgeworfen und sollen dann perfekte Ergebnisse liefern. Perfekte Suche bedeutet die perfekte Frage. Je besser ich darin bin, meine Frage zu formulieren, desto mehr wird in den Ergebnissen rumkommen.


Letztlich: geiles Buch. Lohnt sich. Auch die Geschichte vor Google mit der Entstehung der Suche ist sehr interessant.


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|W|P|114477828854374790|W|P|Die Suche|W|P|marlin.watling@gmail.com4/09/2006 02:51:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|


3417210704.01.Lzzzzzzz

Vorhin hat mich mein Briefkasten überrascht mit einem Exemplar von „die jungen Wilden“, einem Buch von David Schäfer aus der dran-Ecke über Jungendkirchen und Emerging Churches. Zunächst ist mir das gute Design aufgefallen und dann die Begegnung mit Geschichten von alten Blog-Bekannten: Mirko (Jesus Freaks), Markus (24-7), Mark (Kubik) und David selbst. Außerdem wird über die ICF geschrieben (Leo Bigger) und einem Projekt innerhalb der Landeskirche, sowie eine Diskussion über Initiativen innerhalb von bestehenden Gemeinden.


David startet das Buch mit einer Story über seinen eigenen Werdegang und wie sein Gemeindeprojekt in den Sand gesetzt wurde. Das kommt in Deutschland immer gut und ist mir auch sympathisch. Dann wird gesagt, dass in vielen Gemeinden für die Leute zwischen 20 und 35 kaum Platz ist für ihre Bedürfnisse und Erfahrungen. Stimmt.


Die 6 Portaits von Gemeinden, die diese Lücken schließen wollen, sind jeweils sehr persönlich. Der Werdegang des Leiters/Gründers wird genauso beschrieben wie ein typischer Ablauf oder Kernüberzeugungen. Im einzelnen sind die Schwerpunkte (oder die Karikatur davon) so:

1.) Curtis Sergeant (Saddleback) – mit Akronymen verändern wir die Welt! OK, vielleicht etwas kritisch. Inhaltlich macht das Saddleback-Zeug meist Sinn, aber mir ist es einfach zu gehobelt.

2.) Markus Lägel (24-7) – Beten als ob es von Gott abhängt! Damit kann ich sehr viel Anfangen. 24-7 ist nicht so zentralisert oder marketing-getrieben, und der Schwerpunkt auf das innere Leben mit Gott ist für mich der Knackpunkt.

3.) Leo Bigger (icf) – Willow Creek, eben nur Bigger! Ich bin nicht so der Performance-Freund und kann daher mit icf einfach recht wenig anfangen (obwohl einige Freunde von mir in Bonn, München, Zürich, Karlsruhe und Bern da eine wirkliche Heimat gefunden haben). In diesem Kapitel steckt für mich viel Aktionismus und die Kernaussagen enden immer mit einem Ausrufezeichen.

4.) Mirko Sander (Jesus Freaks) – ehrliches Risiko! Mirko schreibt sehr ehrlich über seinen Werdegang, Schwächen und Herausforderungen. Mir gefällt auch die Grundhaltung zum Glauben (Risiko) und dass die Freaks kein Projekt sind von Leuten, die jetzt mal was für die armen Jugendlichen machen wollen.

5.) Mark Reichmann (Kubik) – ständiges Hinterfragen! Mir fällt am meisten auf, dass Marks Kapitel keine Überschriften hat (schlecht für Schnellleser). Auch hier ist es sehr ehrlich beschrieben und spricht vom Inhalt für sich.

6.) Anne Winter (evanglische Landeskirche) – gemeinsam unterwegs! Die Landeskirche ist überhaupt nicht meine Welt und Mottos und Projektbeschreibungen gehen irgendwie an mir vorüber. Dennoch ist das wohl des Feld mit dem größten Potential und den härtesten Randbedingungen.


Die jungen Wilden ist eine gute Zustandbeschreibung und vom Handwerk gut gemacht. David schließt mit einem guten Kapitel über unsere Mission. Soweit alles gebongt. Mir kommt das ganze sehr pragmatisch vor (wir machen, was passt) – das ist gut und gefährlich. Was bei allen fehlt ist ein theologischer Roter Faden, etwas, das unumstößlich treibt und die Richtung für Denken und Handeln gibt. Das ist bei der ganze Emerging Church Sache schon lange der Fall.


Bisher waren Erneuerungen häufig von einem Einblick geleitet – Luther durch Gnade und Erlösung; die Pfingstler durch den Heiligen Geist; die Vineyards durch das Reich Gottes. Selbst Bill Hybels stellt immer wieder Lukas 15 als Basis da, und auch Rick Warren hat mit seinen 5 Aufträgen eine Fundament gelegt. Wenn die Ansätze in Deutschland nur darauf rauslaufen, dass wir was für unsere Freunde machen wollen, dann wird es weder in Krisen stabil sein, noch der Glaubenslandschaft insgesamt was bringen. Am naheliegensten wäre ein neues Verständnis von Gemeinde (alle spielen mit), ein Verständnis vom gelebten Glauben im Alltag und von Gottes Wirken in Freundschaften und Authenzität. Diese Gedanken werden schon gedacht, aber bisher ist noch kein griffiges, ganzes Verständnis daraus entstanden.


Anliegen + Pragmatismus = Aktionismus

Anliegen + Pragmatismus + Theologie = Veränderung


Ach ja, dann gibt es noch die latenten Zwei-Einigkeits-Praxis. Deshalb könnte man das ganze noch erweitern:


Anliegen + Pragmastimus + Theologie + Heiliger Geist = Revolution


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|W|P|114458749480703668|W|P|Die jungen Wilden – pragmatische Gemeinden|W|P|marlin.watling@gmail.com4/11/2006 09:17:00 vorm.|W|P|Anonymous Ulf|W|P|Jawoll. Du sprichst mir aus der Seele.4/08/2006 10:48:00 vorm.|W|P|marlster|W|P|
Auf das habe ich lange gewartet: ein Video mit Lonnie Frisbee in Aktion. Auch wenn er hier schon älter ist, merkt man doch seine Abgefahrenheit und bekommt einen Geschmack davon, wie er wohl in den ersten Tagen der Jesus People gewirkt hat. (Auch sein Beerdigungs-Gottesdienst ist auf Video).

Ich habe mich die letzten Wochen sehr mit der Geschichte der Jesus People beschäftigt. Es hat mir einen neuen Hunger auf den Heiligen Geist und Mission gegeben. Ich schreibe gerade an einem kleinen Booklet über die Anfänge der Vineyard und da spielen diese Hintergründe auch eine große Rolle. Wenn ich etwas weiter bin, werde ich es online stellen, damit es kommentiert und mit Erfahrungen erweitert werden kann. Irgendwie kam ich kürzlich auf den Trichter, dass es doch irgendwie geil wäre, bevor ich 30 werde noch ein Buch zu schreiben.

Wer selbst in dem Thema etwas stöbern will: mein Furl-Archiv ist voll von Artikeln, Interviews und Arbeiten über die Jesus People und Vineyard.

Buch.. jesus and the victory of god // nt wright
Musik.. raging beauty // joann mcfatter
Ort .. schwetzingen

|W|P|114448664812397294|W|P|Video von Frisbee|W|P|marlin.watling@gmail.com4/03/2006 12:37:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|Die jüdische Denke des 1. Jahrhunderts zeichnet sich durch Ganzheitlichkeit aus. Die Griechen haben gerne Bereiche getrennt, die die Juden als ein ganzes sahen - Körper und Seele; Geist und Materie usw. NT Wright listet auf, was für Hauptkategorien es gab, die getrennt werden können und wo es dem Verständnis der Juden entsprach und wo nicht. Dies hilft wieder, das jüdische Denken zu verstehen, in dem Jesus gewirkt und geredet hat.

Es wird gesagt, dass Juden dualistisch sind. Es kommt darauf an, was man mit diesem schwammigen Begriff meint. Es gibt eine Reihe von Dualismen. Hier sind einige aufgeführt:
1. Theologisch/ontologisch: die Annahme, dass es himmlische Wesen außer dem einen Gott gibt
2. Theologisch/kosmisch: die Unterscheidung zwischen Gott und seiner Schöpfung
3. Moral: die klare Unterscheidung von Gut und Böse, vor allem auf menschliches Verhalten. Manche Religionen wollen das aufheben
4. Eschatologisch: die Unterscheidung zwischen der jetzigen und zukünftigen Zeit; wobei die Gegenwart als Böse und Zukunft als gut gesehen wird
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6. Kosmisch: das materielle ist eine Kopie des Geistlichen. Der erleuchtete Geist kann die wahre Welt erkennen, während die Realität nur ein Abklatsch ist
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8. Epistemiologisch: die Unterscheidung, was von Menschen erkannt werden kann, und was nur durch göttliche Offenbarung zugänglich ist.
9. Sektirerisch: die klare Unterscheidung, wer zu einer kulturell-religiösen Gruppe gehört, und wer nicht
10. Psychologisch: Menschen haben eine gute und schlechte Veranlagung; sie stecken im Kampf und müssen sich für die gute entscheiden und der bösen widerstehen

Juden haben vier Dualismen angenommen: sie sehen die Unterscheidung von Gott zu seinen Geschöpfen (Typ 2); sie sehen die Unterscheidung zwischen Gut und Böse im menschlichen Verhalten (Typ 3); die meisten Juden erkennen die Existenz von himmlischen Wesen an (Typ 1); fast alle Juden vertraten den Standpunkt, dass sie in einer Zeit leben, die von einer besseren abgelöst wird (Typ 4).

Dagegen lehnten sie Typ 5 streng ab: es gab in der jüdischen Literatur keine Anzeichen dafür, dass es eine böse Macht gibt, die annähernd stark genug ist und der guten Widerstand leistet. Auch die Trennung von Körper, Seele und Geist (Typ 6 und 7) finden sich im jüdischen Denken nicht wieder und gehen eher auf Philo zurück, bis sie dann im griechischen Denken sehr verankert wurden. Die restlichen drei Unterscheidungen finden sich in unterschiedlichen Gruppen unterschiedlich wieder, ohne ein einheitliches Bild abzugeben.

Diese Unterscheidungen sind nicht nur interessant, sondern sie geben zu verstehen, wie die Juden ihre theologischen Optionen sahen.

(The New Testament and the people of god - S. 254-256)

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|W|P|114406064196813506|W|P|NT Wright - die Dualismen der Juden|W|P|marlin.watling@gmail.com4/04/2006 10:57:00 vorm.|W|P|Blogger rotfuchs|W|P|das ist wirklich interessant...unser denken heute ist doch sehr griechisch (würde ich meinen): wir analysieren, zerteilen, trennen, kategorisieren. liebe z.B. ist heute in so viele stücke geschnitten, dass jeder eine anderes stück favorisiert und auslebt...-->