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Rückblick 2005 - siyach

Auf meinem eigenen Blog hat sich dieses Jahr mal mehr, mal weniger getan. Es ist gut, mal wieder durchzugehen und zu sehen, was ich geschrieben habe. Manches gut, anders... naja. Hier sind die Posts, die ich wieder posten würde, wenn ich es nicht schon getan hätte.

Preparing the Whole Person for Ministry – Brian McLaren Zitat und Gedanken über die Ausbildung und Zurüstung zum Dienst. Stimmt meiner Meinung nach noch immer im höchsten Grad.

Psalmen beten – die Psalmen sind noch immer meine Kraftquelle Nummer 1. Ich habe in den letzten Jahren nichts besseres angefangen. Die letzten Monate hatte ich einen Hänger, aber nach wie vor sind die Psalmen voller Überraschungen für mich.

Leben auf Level 2 – dieses Zitat aus Celtic Way of Evangelism beschäftigt mich noch immer. Manche Gedanken durchdringen deine ganze Weltsicht auf ruhige aber unaufhaltbare Weise. So dieses hier.

D1/D4 _Mike Breen – eine einfache Dynamik über Führung, die mir jedes Mal richtig scheint, wenn ich darüber nachdenke. Ich kann es noch nicht so gut anwenden, aber das heist nicht, dass es nicht noch dazu kommt.

Oma und ich und Gemeindekultur - ein etwas eigenartiger Post über die Zutaten für Gruppenerfolg. Die Kommentare dazu sind gut, so dass ich ihn aufgenommen habe.

Stufen der geistlichen Entwicklung – habe diese Stufen mal in einer Predigt benutzt und mehr positives Feedback bekommen als je zuvor. Es scheint also was dran zu sein.

Zu viel Anbetung? – aus diesem Post höre ich die meisten Zitate in Gesprächen oder anderen Blogs. Eigentlich komisch, denn es war eine etwas ungewöhnliche Frage, die ich mir gestellt habe und seitdem immer wieder stelle.

Wie verändere ich mich? – das frage ich mich immer noch. Die besten Fragen sind die, die dich lange beschäftigen und formen. Mal schauen, ob ich da noch weiterkomme.

Spiritualität des Windelwechselns – auf Depones Herausforderung heraus entstanden. Unsere Kinder sind jetzt aus dem Alter raus. Wäre ich nur früher drauf gekommen, dann wäre ich jetzt...

Serien
Ein paar Mal habe ich zusammenfassende Serien gebloggt. Hier sind die besten Serien.

Emerging Basel – Über die Veranstaltung im Februar in Basel mit Andrew Jones. Es war cool, lehrreich und schön, viele Blogger zu treffen. Zusammenfassung.

Radical Reformission – das Buch von Mark Driscoll habe ich vor einem Jahr durchgelesen und bearbeitet. Ich finde es nach wie vor super. Hier sind meine Gedanken: 1, 2, 3, 4, 5, 6, audio.

Stimme Gottes hören – das ist die Story meines letzten Jahres. Es bleibt herausfordernd und ich habe eigentlich alle Gedanken dazu veröffentlicht:
Einleitung; Ruhe-Effekt; in Gedanken; Zweifel; nichts Verrücktes; Prozess; Ignatius über Stress und Trost; mit anderen; mehr als Entscheidungen; Lieblingsthema; Beziehung; Outro.

GTD going live report – durch Johannes bin auch GTD aufmerksam geworden und seitdem begleitet es mich jeden Tag. Hier mein Report, wie ich es eingeführt habe: .1; .2; .3; .4; .5; praxis.

Muster der Jüngerschaft – meine Suche nach einem System der Jüngerschaft hat mich dazu bewegt, viel zu lesen und meine Entdeckungen zu bloggen. Was ich gefunden habe ist: Intro; TallSkinnys Bäume beim Wasser; Thom Wolfs Universal Disciple; Übungen von Ignatius; Leben mit Vision; emotionale Gesundheit.

good to greatein Buch mit großer Wirkung. Ich habe die Prinzipien von Good to Great hier reflektiert und jeweils auf Gemeinde bezogen. Danach kam noch das Buch Breakout Churches, der ebenfalls die Prinzipien auf Gemeinde bezogen hat. Die Prinzipien sind: gut oder super; Level 5; Menschen statt Inhalte; Realität; Igel-Prinzip; Durchziehen; Technik; Durchbruch. Das andere Buch gab dann her: breakout churches; Bescheidenheit; Führung; Eigenschaften von Leitung; Realität eingestehen.

Das wars für 2005 mit siyach. Auf ein neues in 2006...

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gepostet von marlster am 12/29/2005 08:12:00 nachm..
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Rückblick 2005 - Blogs

Ich habe dieses Jahr wirklich viele Blogs gelesen. Viele gute Posts, viele interessante Perspektiven. Hier sind die, die mich auf Dauer am meisten gelehrt haben.

Emergent kiwi – Steve Taylor ist super-kreativ. Seine Posts haben fast immer einen neuen Blickwinkel auf Dinge oder sind einfach nur inspirierend. Sehr cool!


TallSkinny Kiwi – wer kennt ihn nicht?! Auch dieses Jahr war ich von Andrew wieder voll begeistert und bin auf viele interessante Dinge durch ihn gestossen.


Thoughts on the way to the Abbey – ein Blog über geistliches Leben und kontemplative Spiritualität. Genau meine Wellenlänge: Thomas Merton, Henri Nouwen, Eugene Peterson usw.
Jonny Baker – Mr. Alternative-Worship, der immer einen guten Mix liefert auf Gemeinde, Leben in London, VJing und sonstigen Dingen.


Martin Dreyer – Herr Volxbibel hat einfach einen geilen Style. Selbst die Banalitäten des Lebens inspirieren mich bei Martin und ich finde sein Feuer für Jesus mitreisend.


Pfaffe 3000 – Mark macht einfach viele Dinge, von denen andere nur reden. Im Kubik sind sie einfach super-kreativ und pushen unser Bild von Gemeinde. Weiter so!


Dan Wilt – ein Poet wie er im Buche steht mit einem geistlichen Schwerpunkt, den ich jederzeit unterschreibe: Anbetung, Gemeinde, Familie, Mission.


Tautoko – Johannes war nicht nur einer der ersten in der deutschen christlichen Bloggerei, sondern bringt auch immer in interessanter Weise neue Themen in Umlauf. GTD, zum Beispiel. Bei ihm habe ich auch zum ersten Mal Ajax und Web 2.0 gehört. Cool.

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gepostet von marlster am 12/29/2005 07:36:00 nachm..
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Rückblick 2005 - Bücher

Wie jedes Jahr habe ich wieder massig viele Bücher gewältzt. Hier sind die 5 besten, die ich mir dieses Jahr gegeben habe.

emotionally healthy church – ich habe dieses zufällig in einem Bücherladen in Pennsylvania gesehen und fand den Titel geil. Und es war auch tatsächlich geil. Ein Buch über Jüngerschaft und geistliche Gesundheit. Hat mich total rausgefordert, unter die Oberfläche zu schauen und auf nachhaltige Heilung hinzuarbeiten.

blink – hatte mir vor Jahren ein Freund geschenkt und im Urlaub war es dann dran. Ich bin begeistert von Gladwells Stil und seiner Fähigkeit, Geschichten zu erzählen. Inhaltlich geht es viel um Sozialpsychologie, aber eben superinteressant dargestellt.

answering god – eins der wenigen Bücher über Psalm-Beten. Eugen Peterson ist einfach unschlagbar. Jedes Kapitel, jede Seite hat Schätze ohne Ende. Unbedingter Winner dieses Jahr!

breakout churches / good to great – war von Jim Collins Good to Great schon begeistert, weil es superguten Fokus hat, viele überraschende Einsichten und die christliche Version hat auch was.

the shaping of the things to come – ich war gespalten, ob ich das draufnehmen soll. Die ersten drei Kapitel nerven ohne Ende und ich finde, es ist over-hyped. Aber der Rest hat klassische Abschnitte: 5-fältiger Dienst (APEPT); Intentionalität; centered-set vs. Bounded-set. Also ist es dabei. Guter Review!

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gepostet von marlster am 12/28/2005 06:14:00 nachm..
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Rückblick 2005 – Spiele

Habe dieses Jahr wenig Zeit übrig gehabt und daher wenig gespielt. Aber ich liebe die deutschen Spiele und Spielkultur. Hier sind einige Spiele, die ich herausragend fand:

Carcassonne – Nach 3 Jahren schon ein Klassiker. Es ist interessant, leicht erklärt, schnell gespielt und man kann es auch zu zweit spielen. Es dauert auch nicht so ewig, so dass sich ein paar Runden am Abend spielen lassen.

Zug um zug – habe ich ganz neu, und ist echt gut. Es ist auch leicht erklärt, dauert unter 1 Stunde und hat viel Abwechslung. Auch hier ist cool, dass man es zu zweit spielen kann, wodurch ich einfach öfter spiele. Oh, und die Online-Version ist klasse.

El grande – das beste Strategiespiel, das ich kenne. Ein super Brett mit spansichem Flavor und einem sehr tückischen Bewertungssystem, das sich dauernd ändert. Dadurch ist Spannung bis zum Schluss. Leider dauert es etwas lange, so dass man eher mit Leuten spielen kann, die es schon kennen. Aber dann ist es der Hammer.

Sequence – supereinfaches Spiel, das in unsrer ganzen Familie gespielt wird. Es geht schnell, ist leicht erklärt, kann mit 2 Personen gespielt werden.

Modern art – habe das mal auf einer „Spiel des Jahrhunderts“-Liste ganz oben gesehen und mir dann gekauft. Ein Knizia-Spiel mit krassem Bewertungssystem. Alles ist ständig in Bewegung und Spannung bis zum Schluss. Ist nur was für Strategen, aber für die dann richtig.

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gepostet von marlster am 12/28/2005 06:10:00 nachm..
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Rückblick 2005 - Worship

In der Tradition der unnötigen Rückblicke für 2005 kommen hier die Songs, die mich in der Anbetung dieses Jahr am meisten gerockt haben. Erstaunlich ist, dass es nur englische sind. Wird wirklich mal wieder Zeit, dass ein paar gute deutsche Songs rauskommen.
High Above (Wickham) – habe ich beim Kubik von Tonio gehört und war der Hammer. Sehr guter Song über die Größe Gottes, den ich fast jedes Mal in der Anbetung benutzt habe.
If you say Go (Thiel) – 1000 mal überhört, bis in Detlef in Speyer gespielt und mich damit überzeugt hat. Die Worte sind einfach super: wir folgen dir wo immer hin. Das passt total auf unsere Situation in Heidelberg und ist daher wie eine Hymne für uns.

Father of the world (Wilt) – über Dans Blog bekommen. Auch ein total einfaches Lied über die Größe Gottes, das mich immer dankbar macht und mein Vertrauen in Gott stärkt.

Holy (Brown) – schon etwas älter, und zu Beginn fand ich es zu hart für das Heilig-Thema. Aber mit der Zeit ist das Lied immer mehr gewachsen, so dass wir das auch dauernd benutzt haben. Sehr coole Bridge.

Home Again (Finn) – ein schwedischer Song, etwas sentimental, aber gerade für Deutschland mit viel Power. Heimkommen in die Gegenwart Gottes. Darum geht es einfach bei uns und daher hat auch der Song seinen Platz verdient.

[update]: Vater, alles ist Dein – doch noch ein deutscher Song. Unser Eigener J. Wir haben das Lied auf einem gemeinsamen Wochenende geschrieben. Es sollte unsere Vision in Worte fassen und das hat es getan. Eine Mischung aus Apostelgeschichte 4 und Psalm 8.

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gepostet von marlster am 12/28/2005 06:07:00 nachm..
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Rückblick 2005 - Fonts

Letzte Woche des Jahres. Zeit, ein paar Dinge Revue passieren zu lassen, die mir dieses Jahr die Zeit geraubt haben. Zunächst mal ein relativ unwichtiger Bereich: Fonts. Sie prägen das Erscheinungsbild und ich bin immer wieder froh, wenn ich einen Font im richtigen Kontext finde. Meine Fonts des Jahres sind:

Heidelberg Kenyan - Eigenkreation, bzw Re-engeneering des Fonts Kenyan Coffee. Wir benutzen den für unsere Vineyard-Sachen. Ist es schön fett, rund, freundlich.





The Mix - dieser Font hat echt Wellen geschlagen, als er rauskam. Die
Serifen sind eigenartig und er lässt sich sehr variabel einsetzen. Ist bei vielen Vineyard-Sachen als Tag-Line oder 2. Überschrift.





Cezanne - überragender Hand-Font. Kommt erst mit Großbuchstaben und Ts richtig gut. Wir benutzen den für die Keynote-Präsentationen. Wirkt sehr individuell.






Dalliance Flourishes - nach so einem hatte ich lange gesucht. Einige Zeichen, die vielen Schriftbildern einen organischen Rahmen geben, ohne dass man sich abkrampfen muss.



Escrita - habe ich in Cutting Edge gesehen und begeistert mich. Wie ihr seht, stehe ich auf organischen Look und Escrita ist geil. Leider habe ich den noch nicht, aber das kann ja noch was werden.




Ach ja, ich benutze hier zum ersten Mal Qumana, einen kostenlosen Blog-Editor (via jordoncooper). Es erleichtert mir die Technocrati-Tags. Mal sehen, ob sich das durchsetzt.

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gepostet von marlster am 12/27/2005 10:51:00 nachm..
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Software für Gemeinde

Hat jemand von euch einen guten Tipp für Vereinssoftware? Es geht hauptsächlich um Abrechnung, Spenden usw.

gepostet von marlster am 12/26/2005 03:40:00 nachm..
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2005 – Jahr der Emerging Church


Eins der Merkmale von 2005 war, dass Emerging Church sehr weite Kreise zog. Das lag wohl daran, dass alles in Deutschland einige Jahre später als im englischen Raum ankommt. Oder es waren die vielen Blogs, die dieses Jahr an den Start gingen. Oder die intelligenten Blogs und Posts zu EC. Oder das Buch von Dan Kimball, das dieses Jahr durch Gerth Medien erschien. Oder McManus, der salonfähig genug ist, um vom Bundesverlag in Mainstream-Wohnzimmer zu kommen und dort aufregendes Christsein zu pushen. Oder Langeweile. Oder Frust mit fertigen Modellen. Oder Hunger nach was Neuem. Oder wie Time Magazin es nannte: “2005 was the year we questioned authority”. Oder oder oder.

Warum habe ich mich dieses Jahr so mit EC beschäftigt, von dem ich nur halb überzeugt bin? Ich will definitiv dort sein, wo Gott gerade was tut. Das sieht oft in jeder Generation anders aus. Mich beschäftigt weiter, wie Glaube und Gemeinde in der Postmodernen Realität von heute aussehen kann. Nach diesem Jahr habe ich mehr Fragen als Antworten, was wahrscheinlich ein Kennzeichen der EC ist. Hier ist, was ich an der EC und der Diskussion darüber schätze:

  • Ausdrücken, was gedacht wird. Viele Posts, Kommentare, Gedanken geben dem eine Stimme, was ich und andere bisher gefühlt haben, ohne es in Worte zu fassen. Mir geht das oft so bei Daves Predigten. Ich finde das auch persönlich das beste Kompliment nach Predigten.
  • Gemeinschaft: geistliches Leben zu teilen ist eine der wichtigsten Aufgabe für Gemeinde in der Postmoderne. Only connect ist ein geiler Post dazu (aus Kester Brewin: complex christ). Wie können wir Leben miteinander teilen; wie kann die Form der Gemeinde aussehen, die das ermöglicht. Bisherige Modelle bleiben oft oberflächlich. EC ist da radikal, geht ans eingemachte. Was wahrscheinlich noch fehlt ist eine Theologie von Gemeinschaft, die dem ganzen Power für die Zukunft gibt. Joe Meyers Search to Belong hat gute Gedanken dazu. Robert Banks Paul’s idea of community oder Bruderhof-Veröffentlichungen oder Howard Snyder können gute Startpunkte sein.
  • Simplicity: ein radikales Hinterfragen von allem ist ein weiteres Kennzeichen der EC. Indem man alle Praktiken hinterfragt, kann man die Krücken der Vergangenheit abwerfen und zu einer neuen Einfachheit des gemeinsamen Lebens zu gelangen. Einfachheit ist heute attraktiv und notwendig. Guter Post: What if we could do church any way we wanted?
  • Inkarnation: Jesus kam und wurde Mensch und wohnte unter uns – das ist ein weiterer Schwerpunkt von EC. Wir wollen die Welt nicht dualistisch sehen (trennen in gut und böse), sondern holistisch ansehen (es gibt kein sekuläres Molekül im Universum). Also wird die Bibel in unsere Sprache übersetzt, wir überlegen, wie Glaube und Gemeinde den Alltag durchdringt, und welche Medien für Deutschland 2005 passen. Geiler Artikel von Reinhold: warum ich nicht um Erweckung bete.
  • Die Vergessenen: EC hat einen starken Fokus auf Gruppen, die gerne vergessen werden oder sonst in Gemeinden keinen Raum finden. Ob Künstler oder Arme, Ausländer, Andersdenkende usw. Ich finde das immer wieder herausfordernd für mich selbst: man tendiert immer dazu, die Wärme der Gleichgesinnten zu suchen, als aus dem eigenen Kreis zu anderen zu gehen.
  • Der Weg: der Prozess-Charakter des Glaubens wird betont (Jesus sagt: ich bin der Weg; nicht das Ziel); das gibt mehr Raum für unterschiedliche Erfahrungen, Unvollkommenheit, unterschiedliche Schwerpunkte usw. Im Pastoren-zentrierten Gemeindeleben ist der Glaubensschwerpunkt oft von den Konferenz abhängig, die der Pastor besucht, oder das Buch, das ihm gerade gefällt. Prozess bedeutet auch weniger drin-und-draussen, bzw wir-sie-Rhetorik.

Bei den positiven Punkten gibt es aber auch eine dunkle Seite der EC (bei der ich mich 100% mit einschließe).

  • Anti-Mainstream: viele EC-Leute halten sich ganz gern von großen Veranstaltungen oder populären Strömungen fern. Darin liegt auch die Kraft und Kreativität von vielen Inhalten und Ausdrucksformen der EC. Mir scheint aber manchmal diese Anti-Haltung zu krass. Was ist, wenn Gott durch den Mainstream wirkt? Was ist, wenn Gott alles verändern will, also auch die Anti-Haltung?
  • Polemik: manche Posts sind fast wie politische Debatten. Man stellt die Nachteile der traditionellen Gemeinden dar und vergleicht sie mit den eigenen Stärken. Schattenboxen ist das. Wir-gegen-sie. Je extremer der EC-Ansatz, desto mehr Schattenboxen (siehe Depones Filmkritik oder Simpsons Gemeindekritik oder auch die ersten drei Kapitel aus Shaping of the things to come). Dazu habe ich kürzlich gelesen: „Whenever we exaggerate or demonize, or oversimplify or overstate our case, we lose“ (B. Obama in Time, Dec 26 2005). Zum Glück ist dieser schlechte Stil selten.
  • Wir-sind-besser: obwohl die meisten, die sich mit Postmoderne und EC beschäftigten, wohl zustimmen, dass mehr Fragen als Antworten da sind, kommt man sich oft besser vor als Leute mit vielen Antworten. Diese Besser-Haltung kritisiert man oft bei den 7-Punkte-Predigern dieser Welt, hat aber im gleichen Moment die gleiche Einstellung. Die einzige Möglichkeit ist, dass wir uns immer wieder demütigen, als 100%-abhängig von Gott sehen und um Gnade für unseren Auftrag bitten, in der Postmoderne Gemeinde zu leben.
  • Führung: Gibt es eine EC mit autoritärer Führung? Wahrscheinlich nicht. Über Mark Driscoll und seine ob sie EC sind, oder nicht. Die meisten wollen keine Führung oder flache Hierachien. Die Metapher dafür sind das unkontrollierte Internet, die Zusammenarbeit der Ameisen, scale-free networks“). Viele machen sich Gedanken darüber, ohne Lösungen zu haben. selbstlimitierend ist und in kleinen Gruppen bleiben wird. Ich glaube, die Bibel hat andere Vorstellungen. Statt Leitung zu hinterfragen, geht es um Unterordnung, auch wenn das nicht gerade populär ist. Da ist für mich die andere Frage: in wie weit kann sich EC für unpopuläre Dinge stark machen? (nicht unpopuläre in anderen Kreisen, sondern in den eigenen Reihen)?
  • [update]: Bibel: in der EC wird manchmal die Bibel hinten angestellt. Man hat nette Theorien und versucht sie dann, in der Bibel wieder zu finden. Ich meine nicht, dass es immer direkt aus der Bibel kommen muss und danach die Erkenntnis folgt. Das wäre unrealistisch und passiert selten so. Aber es kann vorkommen, dass die biblische Seite etwas dünn ist.

Ich bin letztlich dankbar, 2005 bei diesen Diskussionen, Versuchen usw dabei gewesen zu sein. Sorry für diesen zu langen Post. Ich bin gespannt, was die Zukunft hält, vor allem für Projekt in Heidelberg.

(images: evergreen)


Buch.. story // mckee
Musik.. saving grace // vineyard
Ort .. schwetzingen

gepostet von marlster am 12/26/2005 03:36:00 nachm..
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Gesunde Gemeinde

Das schönste Weihnachtsgeschenk dieses Jahr waren die Ergebnisse der NGE-Erhebung. Vor 3 Wochen hatten wir die Fragebögen in der Gemeinde ausfüllen lassen. Bei NGE werden acht Faktoren gemessen, die die Gesundheit der Gemeinde widerspiegeln. Über 65 auf allen Faktoren ist das Ziel. Man sollte sich auf den schwächsten Faktor konzentrieren, da dieser wie ein Loch im Boot ist und die Effektivität der Gemeinde senkt. Jetzt haben wir die Ergebnisse bekommen und sie sind überragend! Wir sind auf allen Faktoren über 65. Meine Annahmen über Stärken und Schwächen haben sich bestätigt. Wir sind richtig gut in Hauskreisen und Beziehungen. Evangelisation und Mitarbeit kann noch verbessert werden. Aber selbst die Schwächen sind auf hohem Niveau. Ich bin überrascht. Vielleicht war es die vorweihnachtliche Stimmung. Vielleicht haben wir gerade Momentum auf unserer Seite, oder die Leute sind enthusiastisch. Dass die Kleingruppen so stark sind hat mich nicht überrascht, wenn auch die Ausprägung sehr krass ist. Volker, Daniel, Jens sind einfach super-Personen, die sich ganz in Beziehungen geben und andere Leute fördern wollen. Wir machen eigentlich ganz wenig dort: Bibel lesen und Fragen dazu stellen, und dann mit- und füreinander beten.

Jetzt gehen wir in die Planung fürs nächste Jahr und nehmen die Ergebnisse mit. Für Evangelisation haben wir schon allerhand Partys geplant. Außerdem wollen wir mit den Hauskreisen auch mehr nach außen wirken. Mitarbeiterschaft haben wir schon mit Beschreibungen und Anforderungen vorbereitet. Wir wollen jemand anstellen, um speziell diesen Bereich zu stärken. Die Ergebniss im einzelnen:

  • Bevollmächtigende Leitung - 71
  • Gabenorientierte Mitarbeiterschaft - 68
  • Leidenschaftliche Spiritualität - 73
  • Zweckmäßige Strukturen - 74
  • Inspirierende Gottesdienste - 78
  • Ganzheitliche Kleingruppen - 89
  • Bedürfnisorientierte Evangelisation - 65
  • Liebevolle Beziehungen - 78

Buch.. relationship cure // gottman
Musik.. the visit // loreena mckennitt
Ort .. schwetzingen

gepostet von marlster am 12/25/2005 10:07:00 vorm..
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Frohe Weihnachten



an alle siyach-Leser. Ich wünsche euch viel Spass und Ruhe mit euren Familien!

gepostet von marlster am 12/24/2005 01:53:00 nachm..
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Google Zeitgeist

Search patterns, trends, and surprises according to Google + 2005 Year-End Google Zeitgeist.

gepostet von marlster am 12/21/2005 10:45:00 vorm..
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Dienstags-Menü

- Relevant bringt ein neues Magazin: Radiant Mag. 1. Ausgabe online-PDF.
- Schritte zur Einfachheit: name your idols
- Elternsein als Herausforderung: priviledge of parenting
- Mal wieder, und trotzdem gut und frisch: was ist emerging?
- Theologen-Weihnachtsgeschenke: NT Wright-DVDs - kingdom, spirit & people of god; christian hope in a postmodern world
- schöne Fotos meiner schönen Stadt Napster Deutschland
- noch mehr schön Fotos meiner schönen Stadt auf Flickr (RSS)
- Lektionen für Start-ups (biz 101): cash-flow in den Griff bekommen

Buch.. story // robert mckee
Musik.. natural fake // de-phazz
Ort .. schwetzingen

gepostet von marlster am 12/20/2005 09:15:00 nachm..
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Person des Jahres: die Samariter

Time kürt dieses Jahr die barmherzigen Samariter als Personen des Jahres - Bono und Bill Gates. Hm... Schön, dass sie soziale Engagement ehren. Schade, dass Barmherzigkeit medienwirksam sein muss, um wahrgenommen zu werden. Wen würdest du zur Person des Jahres wählen?

gepostet von marlster am 12/18/2005 08:00:00 nachm..
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The Shaping of Mike Frost

Habe gerade die erste Session von Mike Frost (Shaping of Things to Come) gehört (via Jordon Cooper Podcasts). Ist eine ganz gute Einführung in Postmoderne und ein paar der Dinge, die Emerging Churches angehen. Ich mag es generell nicht so, wenn jemand zu viele Motivationswörter benutzt. Das scheint immer so ich-werde-dich-visionieren und zweifelt etwas an der Substanz. Aber trotzdem gut.

Was in der Session ganz gut rauskommt: der Unterschied von zwei Weltanschauungen. Dualistisch (Teil der Welt ist gut, der andere Böse -- wir müssen uns vor dem Bösen schützen und Leute in den guten Teil retten) vs. Ganzheitlich (das ganze Leben ist von Gott geschaffen; Gott ist überall präsent; wir müssen nur auf seine Gegenwart reagieren). Das fand ich auch die Höhepunkte des Buchs und ich finde es interessant, immer wieder zu überlegen, was das für meinen Alltag und Gemeinde bedeutet.

gepostet von marlster am 12/18/2005 03:22:00 nachm..
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Give me yourself

Jesus
My passion in life is to know you
May all ohter goals bow down to
This journey of loving you more

Above all else
Above all else
Above all else
Give me yourself

[vicky beeching // above all else]

gepostet von marlster am 12/18/2005 02:59:00 nachm..
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Das Jahr in Bildern

bei time magazine.

gepostet von marlster am 12/16/2005 10:35:00 vorm..
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Der effektive Pastor

David Allen ist in der neuen Ausgabe des Vineyard-Maganzins Cutting Edge (the effective pastor (PDF)). Sehr coole Übersetzung von GTD in den Gemeinde-Gründungskontext. In dieser Ausgabe über Effektivität und Veränderung ist dann auch Rick Warren, John Wimber, Malcolm Gladwell und Jim Collins. Es bleibt mein Lieblings-Magazin.

gepostet von marlster am 12/15/2005 11:15:00 vorm..
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Spiritualität des Windelwechselns

Daniel hat vor kurzem mal einen Post über geistliche Übungen gemacht. Jesuiten. Lectio Divina. Alles gutes Zeug. Aber alles irgendwie auch Aktionen. Vor allem für Leute, die ihr Leben gut strukturieren können. Da frage ich mich manchmal: was passiert mit den anderen? Den jungen Müttern? Den Chaoten? Den Stewardessen? Den Musikern? Oder den gemeindgründenden lebensunterhaltverdienenden Familienvätern (wie mir)? Alle haben chaotische Tagesabläufe. Alle können sich wenig in Rythmen einarbeiten. Mir fällt auf, dass die meisten geistlichen Übungen von Leuten kommen, die hauptberuflich Gott folgen. Entweder Pastoren, Autoren, Mönche, etc. Daher die Frage: wie sieht die Geistlichkeit des Windelwechselns aus?

  • Gebete: Windelwechseln kann eine heilsame Auswirkung auf das Gebet haben. Wenn du nachts nicht mit den Augen wandelst, sondern mit der Nase, bleibt auch keine große Energie für Geschwalle beim Beten. Die Gebete werden kurz. Aaaah! oder Oh, Gott! oder Hilf mir! Je kürzer die Gebete, desto ehrlicher. Jesus warnt davor, dass man im Gebet Gott mit langen Gebeten beeindrucken will. Nicht beim Gebet während des Windelwechselns.
  • Liebe: Tut alles für den Herrn! Ist zwar beim Windelwechseln nicht so direkt in der Auslegung. Aber man dient einem Kind, das oft mehr fordert als es gibt. Und Liebe bedeutet ja sein Leben zu lassen. Wir missverstehen das, und meinen, wie sind nett zu den Leuten, die auch nett zu uns sein. Jemand mit Dankbarkeit zu dienen, die nichts zurückgeben ist näher an wahrer Liebe. Es fordert, nicht nur die eigenen Interessen im Sinn zu haben (wie bei manchen geistlichen Übungen der Fall sein kann), sondern die eines anderen.
  • Aktion: Ähnlich wie Liebe. Es gibt zu viele Schwaller heute. Zu viele, die gerne philosophieren, die tiefgründig sind, die Dinge analysieren, die lieber Reden als Tun. Ein verschissenes Kind lässt sich nicht stumm-analysieren. Es braucht Umsetzung – Liebe in Aktion.
  • Loslassen: Alle gute Geistlichkeit betont das Loslassen, das Sterben – so Richard Rohr. Wir versuchen eigentlich ständig, unsere Umwelt zu kontrollieren. Geistliche Übungen können auch der Illusion der Sicherheit dienen. Windelwechseln bedeutet, den Rhythmus des Lebens (und des Schlafens) jemand anderem zu lassen. Das ist geistlicher Wachstum!

Nur ein paar Gedanken. Kinder sind sowieso eine geistliche Übung für sich. Bei aller Herrlichkeit des Windelwechselns ist das vielleicht der Weg, den Gott für den Rest für uns hat. Zumindest eine zeitlang.

Buch.. the new testament and the people of god // nt wright
Musik.. new sacred cow // kenna
Ort .. heidelberg

gepostet von marlster am 12/14/2005 06:45:00 nachm..
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Best Web 2.0 software

Hier.

gepostet von marlster am 12/12/2005 11:59:00 vorm..
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Links

Hab gestern die Volxbibel bekommen. Sehr cooles Gefühl und sie ist noch besser geworden, als ich gedacht habe.

Emerging churches von Gibbs un Bolger ist da. Eine Zusammenfassung der 9 Punkte gibt es auch schon.

Eine Gemeindegründung schließt die Türen: Mt. Si Vineyard.

Emergent-Leiter und jüdische Erneuerung treffen sich.

gepostet von marlster am 12/11/2005 01:04:00 nachm..
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Die Gegenwart der Zukunft

Es ist manchmal nicht schlecht, sich auf seine Grundlagen zu besinnen. Dieser Tage bin ich in so einer back-to-the-roots-Bewegung. Liegt vielleicht am Winter. Oder dass Gott mir neue Ausrichtung geben will. John Piper sagt, Theologie ist wie das Gewicht im Schiffsboden – es lässt dich auf hoher See den Kurs halten, wenn Wind und Wellen um dich schlagen. (Siehe auch: die Zukunft herbeiführen; theologische Wochen) Am meisten beeinflusst mich da die Gegenwart der Zukunft – wie in Jesus die Zukunft Gottes Realität wird.

Diese Grundlogik kommt von George Eldon Ladd. Die Geschichte geht wie folgt: In der Zeit vor und während Jesus war die Erwartung der Menschen, dass es einen Tag geben wird, der alles verändert - der "Tag des Herrn", den der Messias bringt. Jesus kam und verkündigte: "Das Reich des Herrn ist hier!" Er selbst hat es demonstriert: er heilte Kranke, trieb Dämonen aus, weckte Tote auf und gab diese Macht an seine Jünger weiter. Aber nicht alle Menschen werden geheilt. Es sterben immer noch Menschen und es passiert noch Ungerechtigkeit. Ist das kommende Zeitalter doch nicht gekommen? Hat Jesus sich geirrt?

Reich Gottes ist in Jesus tatsächlich gekommen und bringt mit sich den Segen des zukünftigen Zeitalters. Der Knackpunkt ist: Das Reich ist hier UND kommt noch. Jetzt, heute, hier ist der Segen des kommenden Zeitalters schon da - aber nur auf individueller Basis. Die Erfüllung kommt, wenn Jesus wiederkommt. Auf der weltweiten, endgültigen Basis kommt das Reich noch. Aber es ist schon hier für die, die glauben - mit aller Kraft und allem Segen! Das kommende Zeitalter ist zu uns hereingebrochen. Jetzt liegt es an der Kirche, diese Realität zu leben und Gottes Reich auszubreiten.

Die Konsequenzen aus der Gegenwart der Zukunft sind:
- wir leben mit Spannungen: Die Zukunft ist da, aber noch nicht vollständig. Es gibt einige, die diese Spannung umgehen wollen und dann entweder das Wirken Gottes heute ablehnen, oder auf totale Erfüllung und Abschaffung von allem Übel drängen. Wir leben aber im „already-and-not-yet“.
- Unsere Aufgabe lautet: "doing the stuff" - wir tun das Zeug vom Reich Gottes. Wir beten für Kranke, Tote und Besessene, wir dienen den Armen, besuchen die Gefangen, verkündigen die Gute Nachricht und prophezeien. Unsere Mission ist das Leben von Gottes Zukunft – Gerechtigkeit, Vergebung, Heilung, Heiligkeit.

Links für die Zukunft
Ladds Buch „The Gospel of the Kingdom“ (Kapital 1-5) online als PDF
Zusammenfassung von NT Wrights Büchern zu dem Thema
Why is the kingdom so important - Derek Morphew
Reich Gottes im alten und neuen Testament
Missverständnisse vom Reich Gottes
Zitat zum Reich Gottes (Wright, Ladd, Wimber)
Now and not yet (at Organic Church)
Wiki: Kingdom theology

MP3s
Überblick übers Reich Gottes - Derek Morphew
Reich Gottes und Leben in Gemeinde (ab Min 40:00) (groß! 52 MB ) - David Ruis
God’s future has arrived - NT Wright
Jesus and the Kingdom - NT Wright

Bücher
George Ladd - the presence of the future
George Ladd - the gospel of the kingdom
NT Wright - The challenge of Jesus
NT Wright - Jesus and the victory of God
John Wimber - power evangelism
Derek Morphew - Das Königreich Gottes

gepostet von marlster am 12/11/2005 12:43:00 vorm..
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Ist Leitung effektiver?

Momentan gibt es einige Diskussionen um Leitung, Strukturen und Hierachien. Es scheint, dass es der heilige Gral von emerging-Leuten ist, dass "flache Hierachien" gibt und Patizipation gelebt wird. Das steht dann im Gegensatz zu Leitung im Sinn von bestimmten Personen, die als "Leiter" bezeichnet werden, bzw andere Personen, die Nicht-Leiter sind oder nicht mitbestimmen dürfen (wie in den meisten Gruppen).

Ich frage mich dabei ein paar Dinge:
- was passiert, wenn eine emerging Gemeinde größer wird? Bei Mark ist da eine Diskussion im Gange. Letztlich wird sich das praktisch zeigen, ob und wie man damit umgehen kann. Bisher sind die meisten emerging Gemeinde klein bis sehr klein. Ob es selbst-limitierend ist, wird man sehen. Möge es funktionieren. Emergent bedeutet ja eigentlich der Zustand vor dem Auftachen oder Entstehen. Was passiert, wenn etwas auftaucht? Oder ist es ein dauerndes auftauchen und enstehen?
- was ist an Partizipation neu oder radikal? Ich glaube, das ist weder theoretisch noch praktisch neu. Neu ist die Ablehnung von Leitern, was durch gabenbedingte Leitungs-Momente ersetzt wird. Interessanter Ansatz. Mein Gefühl sagt mir, dass das zu romantisch gesehen wird. Wie wird eine emerging Gemeinde mit Krisen umgehen? oder grundsätzlich unterschiedlich Meinungen? Mal sehen, wie das wird; bei einigen Gruppen in England ging das nicht gerade gerade gut.
- ist Leitung effektiver? Die eigentliche Frage dieses Posts. Daggi meint in einem Kommentar bei Mark, dass es ein Vorurteil ist, dass partizipatorische Leitung langsamer ist. Ich bin auf eine Studie gestossen aus Virginia Tech, die die Zuordnung von Rollen in Teams mit Effektivität in Verbindung bringt. Die Ergebnisse:
a) Teams mit nur einem Leiter sind besser als Teams ohne oder mit mehreren Leitern. (S 15)
b) Wenn Teams mit Teamrollen arbeiten, sind sie glücklicher, zufriedener und bleiben mehr zusammen, was die Effektivität weiter erhöht. (S 15)

Mir geht es hier nicht ums Streiten oder Rechthaben. Wenn die jüngste Vergangenheit in Politik in Deutschland eines lehrt, dann dass niemand von schwacher Leitung profitiert. In guten Zeiten ist das egal. Aber wenn es nicht läuft, dann läuft es wirklich nicht. Und gerade Gemeinden sollten mehr sein als Schön-Wetter-Phänomene.

Meiner Meinung nach erlaubt klare und effektive Leitung, dass Partizipation stattfindet. Dabei ist klar, dass Leitung nur ein Teil der Gemeinde ist, da ist, um den Leuten zu dienen und das Leben der Gemeinde zu ermöglichen. Alles andere ist auch nicht Jesus-Style.

gepostet von marlster am 12/10/2005 07:26:00 vorm..
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Die Zukunft herbeiführen

NT Wright rockt. Habe mir dieser Tage seine Sessions auf der emergent-Konferenz 2004 „The future of the people of God“ angehört. Die erste Session (MP3) hat einige wirkliche Highlights.

„Wir versuchen manchmal, die Kirche zu perfektionieren, bevor wir raus gehen. Das wird nicht klappen. Es ist wie den Wagen vor das Pferd zu spannen. Die Strukturen folgen der Mission... Wo die Welt hingehen soll gibt uns die Ausrichtung für Mission. Und wo die Mission hinläuft, soll die Ausrichtung der Kirche geben.“
Also: Schöpfungs-Projekt --> Mission --> Struktur und Verhalten
Also: Eschatologie --> Mission --> Gemeinde
Evangelium = Implementation von Gottes Zukunft

Theologie ist also der Hintergrund für zielgerichtete und fundierte Mission und Gemeindeleben. Das bringt zurück zum Reich-Gottes-Zeug, was einen extra-Post verdient.

Links zur „future of the people of God“ Konferenz:
Alle 4 NT-Wright MP3 Session
Jason Clark mit Bericht über die Konferenz und NT Wright im emergent Umfeld (inclusive ausführlichen Notizen als PDF)
opensourcetheology: a strange unmapped new land

Buch.. the new testamanet and the people of god // nt wright
Musik.. 1000 generations // vineyard
Ort ..schwetzingen

gepostet von marlster am 12/10/2005 05:46:00 vorm..
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Offiziell

Vineyard Heidelberg, e.V.

gepostet von marlster am 12/08/2005 01:32:00 nachm..
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Wie man anfängt an

Ein interessanter Link mit Tips für das Starten von einem eigenen Unternehmen. Umfasst vieles, was für das Gründen einer Gemeinde wichtig ist (wenn auch nicht alles).

Persönlichkeit: Selbstmotiviert, risikobereit, Arbeitsmoral, drive, Organisation, Demut
Umstände: Finanzielle Absicherung, Schuldenfrei
Strategie: Was ist dein Alleinstellungsmerkmal? Was bringt es ihnen? (aka: die wichtigen Fragen klären)

Buch.. gtd fast // david allen
Musik.. exeter // depeche mode
Ort .. schweztingen

gepostet von marlster am 12/06/2005 06:12:00 nachm..
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Links

Leben // Technik
Jordon Cooper: effektiven bloggern
presentationen: gates vs jobs

Jesus // Gemeinde
Desert pastor: theology of play
Dwight Friesen: why I am not missional
Thrid Space Gemeindegründung
Bilder: du weisst, du bist emergent, wenn... (witzig)
Spiritual Direction - Literatur von 1988-2001 (PDF)
Advent-Gemeinschafts-Reflektion
Netzwerk von Gemeindegründungen
Rick: über das Leiden
15 trends in spiritual formation

gepostet von marlster am 12/04/2005 06:10:00 nachm..
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Megashift


Habe mir vor kurzem das Buch Megashift geholt, das Andrew Jones wärmstens empfohlen hat. Es stimmt, dass das Cover einen gewissen Zeugen-Jehovas-Touch ist und der Schreibstil, na ja, der ist so abgefahren, dass es schon wieder geil ist. (Beispiel: „the kingdom of god is growing at a torrid pace, and we are awash in reports of millions of miracles each year. There has never been a time like this. God is winning.”). Macho-Buch eben.

Die Inhalte sind die typischen Wir-vs-Sie-Mentalität, die in letzter Zeit so um sich schlägt und jeweils die Ingroup als ultra-innovativ und revolutionär darstellt. Schattenboxen-gefährdet. Hier ist „Wir“ die „Emerging, Scripture-based congregation“ (EsbC) und „Sie“ sind alle anderen, vor allem Kirchen und vor allem solche, die eine Struktur haben (centralized power; top-down institutions). Jetzt ist also die Zeit des Wandels, der wahren Erleuchtung der Menschheit durch die Emerging Generation. Und das kennzeichnet sich durch folgendes: Partizipation, Offenheit, Kleingruppen und Beziehungen, Gebet, Transformation.

Das erinnert mich irgendwie an die Abi-Partys von früher: jede Abi-Klasse hat die Haltung, sie sind die ersten die Alkohol entdecken und exzessiv anwenden. Fast jeder der oben genannten Punkte sind schon zur Häufe da, ob in entfernter oder naher Vergangenheit. Warum denken denn Emergent-Leute sie würden das jetzt erfinden? Versteh ich das einfach nicht, oder bilden sich da viele was ein?

Partizipation zum Beispiel: das 1. von Rutz’ 30 Merkmalen einer EsbC ist Partizipation. Man solle nicht nur die Möglichkeit haben, mitzumachen, sondern gefördert und eingebunden werden. Ich bin in der Mennoniten-Gemeinde aufgewachsen, wo seit 500 Jahren gesagt wird, wir wollen das Priestertum aller Gläubigen, d.h. jeder, der glaubt soll mitmachen. John Wimber hat für die Vineyard immer gesagt: everyone plays! Bill Hybels fördert Leute durch sein DIENST-Programm. Warum ist denn Partizipation auf einmal neu?

Offenheit: wir sollen kein Programm durchziehen, sondern offen für den Heiligen Geist werden. Haben wir das nicht gerade die letzten Jahrzehnte mit Charismatikern und Pfingstlern durchgekaut. Klar, da gab es immernoch die Bühne und den Typ mit dem Mic. Früher haben das die Quäker und andere schon ohne Mic gelebt.

Kleingruppen und Beziehung werden durch Ralph Neighbour und Yonggi Cho schon ausführlich bedeckt, aber war auch bei denen nicht neu. Gebet ist genauso wenig neu wie ein Engagement für soziale Einflüsse und persönliche Veränderung. Das fehlt mir persönlich auch am meisten bei diesen ganzen Blog-Diskussionen und Austausch: der Austausch über Jesus statt über Formen und Techniken.

Was ich als den wirklich neuen Beitrag von Emerging heute sehen kann, ist die Diskussion um Leiterlose Gemeinde oder flache Strukturen und Hierarchien. Ich bin ehrlich gesagt mehr und mehr skeptisch, ob das funktioniert. Die meisten Emerging-Gruppen sind klein und meiner Meinung nach selbst-limitierend. Kubik scheint auch mit diesen Herausforderungen zu kämpfen. Ich bin sehr gespannt, wie das wird, denn ich sehe keine Möglichkeit, dieses Problem von Wachstum im Emergent-Kontext zu überwinden. Wäre aber eine echte Innovation, wenn das klappt. Denn den Rest gibt es schon, auch wenn manche das jetzt zu entdecken meinen.

Buch.. equipped magazin
Musik.. telegramm // x naidoo
Ort .. schwetzingen

gepostet von marlster am 12/04/2005 06:00:00 nachm..
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Gemeinde-Gründungs-Faktoren

Wir sind jetzt fast eine richtige Gemeinde. Es ist unglaublich, wie Kleinigkeiten einen Unterschied machen können. Hier sind ein paar Dinge, die eigentlich jeder Gemeindegründer haben sollte:

- 10-Finger schreiben: heute läuft Kommunikation oft elektronisch ab. Es erweitert den Kommunikations-Radius und wer nicht gerne schreibt, antwortet und Kontakte knüpft, macht sich das Leben schwer. Ich habe mir auch viele Dinge einfach für mich aufgeschrieben, wie Visionen, Pläne usw. Das hat nie jemand gesehen, aber Schreiben zwingt, die Gedanken zu ordnen und sich klar zu machen, was man eigentlich will. Ich habe mit 10-Finger-Schreiben beigebracht, nachdem ich mich für einen Job beworben hatte, für den das Voraussetzung war. Ich habe einfach mal gesagt, ich kann es – und musste dann die nächsten 2 Wochen Tag und Nacht üben. Aber es geht. Und es hat sich 1000x ausgezahlt.

- googeln: es gibt einfach keine fertigen Rezepte für Gemeindegründungen. Daher ist es gut, wenn man sich Informationen dann suchen kann, wenn man sie braucht. Entweder man stößt durch Google auf andere Leute mit ähnlichen Erfahrungen, oder man findet Hilfe und Beispiele. Hier ein cheat-sheet um die Google-Skills zu erweitern. Letztlich geht es nicht um Google direkt, sondern um Netzwerken und Hilfe in unklaren Situationen zu finden.

- bloggen: es ist für Gründer wichtig ist, immer wieder die Geschichte zu erzählen. Die eigene und die der Gemeinde. Denn Geschichten ergeben das Weltbild und Motivation, mitzumachen. Bloggen ist eine Art davon, die anderen den Blick hinter die Kulissen gibt. Außerdem ist Transparenz in einer Gemeinde superwichtig und prägt die Atmosphäre von Anfang an. Je offener, desto mehr Vertrauen und Identifikation.

- failing forward: das ist ein geiles Konzept. Das Herz in die Hände nehmen, losmachen und aus Fehlern lernen. Wenn man gleich zu Beginn alles perfekt machen will, kommt man wohl nie in die Gänge. Gerade in Deutschland gibt es so ein Sicherheits-Perfektions-Gemisch, das Initiativen erstickt. Wir haben viel probiert und fast genauso viel wieder gelassen. Auch das fördert die Atmosphäre und ermöglicht Risiko und Mitarbeit.

- freundschaften: Sepp Herberger hat gemeint: 11 Freunde müsst ihr sein. Und seine Mannschaft ist Weltmeister geworden. Wimber hat mal gemeint, das Geheimnis von Gemeindewachstum ist das: werdet Freunde! Viele Gemeinden sind mehr Zweckgemeinschaften oder erzwungene Freundlichkeit. Freunde sind die Leute, mit denen man einfach gerne Zeit verbringt. Man mag sich. Wenn man im inneren Team (und auch später) keine Freunde hat, dann wird es hart. Ich frag mich dann auch, was für eine Gemeinde da rauskommt.

Buch.. inside worship
Musik.. playing the angel // depeche mode
Ort .. schwetzingen

gepostet von marlster am 12/03/2005 01:06:00 nachm..
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Über mich



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SIYACH (hebrew) - to meditate, to ponder, to converse with oneself, and hence aloud; to utter or commune, complain, declare, meditate, muse, pray, speak, talk with (God in prayer, etc.) or it could be with another believer or group of believers--speaking one's thoughts about a passage of Scripture or words to a hymn, etc., etc.


 
|W|P|113588139164016341|W|P|Rückblick 2005 - Blogs|W|P|marlin.watling@gmail.com12/29/2005 11:00:00 nachm.|W|P|Anonymous A|W|P|I am glad you have found some value in my musings. Thanks for the link.
Peace12/28/2005 06:14:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|Wie jedes Jahr habe ich wieder massig viele Bücher gewältzt. Hier sind die 5 besten, die ich mir dieses Jahr gegeben habe.

emotionally healthy church – ich habe dieses zufällig in einem Bücherladen in Pennsylvania gesehen und fand den Titel geil. Und es war auch tatsächlich geil. Ein Buch über Jüngerschaft und geistliche Gesundheit. Hat mich total rausgefordert, unter die Oberfläche zu schauen und auf nachhaltige Heilung hinzuarbeiten.

blink – hatte mir vor Jahren ein Freund geschenkt und im Urlaub war es dann dran. Ich bin begeistert von Gladwells Stil und seiner Fähigkeit, Geschichten zu erzählen. Inhaltlich geht es viel um Sozialpsychologie, aber eben superinteressant dargestellt.

answering god – eins der wenigen Bücher über Psalm-Beten. Eugen Peterson ist einfach unschlagbar. Jedes Kapitel, jede Seite hat Schätze ohne Ende. Unbedingter Winner dieses Jahr!

breakout churches / good to great – war von Jim Collins Good to Great schon begeistert, weil es superguten Fokus hat, viele überraschende Einsichten und die christliche Version hat auch was.

the shaping of the things to come – ich war gespalten, ob ich das draufnehmen soll. Die ersten drei Kapitel nerven ohne Ende und ich finde, es ist over-hyped. Aber der Rest hat klassische Abschnitte: 5-fältiger Dienst (APEPT); Intentionalität; centered-set vs. Bounded-set. Also ist es dabei. Guter Review!

Technorati Tags : , , |W|P|113579053295584506|W|P|Rückblick 2005 - Bücher|W|P|marlin.watling@gmail.com12/28/2005 06:10:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|Habe dieses Jahr wenig Zeit übrig gehabt und daher wenig gespielt. Aber ich liebe die deutschen Spiele und Spielkultur. Hier sind einige Spiele, die ich herausragend fand:

Carcassonne – Nach 3 Jahren schon ein Klassiker. Es ist interessant, leicht erklärt, schnell gespielt und man kann es auch zu zweit spielen. Es dauert auch nicht so ewig, so dass sich ein paar Runden am Abend spielen lassen.

Zug um zug – habe ich ganz neu, und ist echt gut. Es ist auch leicht erklärt, dauert unter 1 Stunde und hat viel Abwechslung. Auch hier ist cool, dass man es zu zweit spielen kann, wodurch ich einfach öfter spiele. Oh, und die Online-Version ist klasse.

El grande – das beste Strategiespiel, das ich kenne. Ein super Brett mit spansichem Flavor und einem sehr tückischen Bewertungssystem, das sich dauernd ändert. Dadurch ist Spannung bis zum Schluss. Leider dauert es etwas lange, so dass man eher mit Leuten spielen kann, die es schon kennen. Aber dann ist es der Hammer.

Sequence – supereinfaches Spiel, das in unsrer ganzen Familie gespielt wird. Es geht schnell, ist leicht erklärt, kann mit 2 Personen gespielt werden.

Modern art – habe das mal auf einer „Spiel des Jahrhunderts“-Liste ganz oben gesehen und mir dann gekauft. Ein Knizia-Spiel mit krassem Bewertungssystem. Alles ist ständig in Bewegung und Spannung bis zum Schluss. Ist nur was für Strategen, aber für die dann richtig.

Technorati Tags : , |W|P|113578997429584045|W|P|Rückblick 2005 – Spiele|W|P|marlin.watling@gmail.com12/28/2005 06:07:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|In der Tradition der unnötigen Rückblicke für 2005 kommen hier die Songs, die mich in der Anbetung dieses Jahr am meisten gerockt haben. Erstaunlich ist, dass es nur englische sind. Wird wirklich mal wieder Zeit, dass ein paar gute deutsche Songs rauskommen.
High Above (Wickham) – habe ich beim Kubik von Tonio gehört und war der Hammer. Sehr guter Song über die Größe Gottes, den ich fast jedes Mal in der Anbetung benutzt habe.
If you say Go (Thiel) – 1000 mal überhört, bis in Detlef in Speyer gespielt und mich damit überzeugt hat. Die Worte sind einfach super: wir folgen dir wo immer hin. Das passt total auf unsere Situation in Heidelberg und ist daher wie eine Hymne für uns.

Father of the world (Wilt) – über Dans Blog bekommen. Auch ein total einfaches Lied über die Größe Gottes, das mich immer dankbar macht und mein Vertrauen in Gott stärkt.

Holy (Brown) – schon etwas älter, und zu Beginn fand ich es zu hart für das Heilig-Thema. Aber mit der Zeit ist das Lied immer mehr gewachsen, so dass wir das auch dauernd benutzt haben. Sehr coole Bridge.

Home Again (Finn) – ein schwedischer Song, etwas sentimental, aber gerade für Deutschland mit viel Power. Heimkommen in die Gegenwart Gottes. Darum geht es einfach bei uns und daher hat auch der Song seinen Platz verdient.

[update]: Vater, alles ist Dein – doch noch ein deutscher Song. Unser Eigener J. Wir haben das Lied auf einem gemeinsamen Wochenende geschrieben. Es sollte unsere Vision in Worte fassen und das hat es getan. Eine Mischung aus Apostelgeschichte 4 und Psalm 8.

Technorati Tags : , , , |W|P|113578964307202519|W|P|Rückblick 2005 - Worship|W|P|marlin.watling@gmail.com12/27/2005 10:51:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|Letzte Woche des Jahres. Zeit, ein paar Dinge Revue passieren zu lassen, die mir dieses Jahr die Zeit geraubt haben. Zunächst mal ein relativ unwichtiger Bereich: Fonts. Sie prägen das Erscheinungsbild und ich bin immer wieder froh, wenn ich einen Font im richtigen Kontext finde. Meine Fonts des Jahres sind:

Heidelberg Kenyan - Eigenkreation, bzw Re-engeneering des Fonts Kenyan Coffee. Wir benutzen den für unsere Vineyard-Sachen. Ist es schön fett, rund, freundlich.





The Mix - dieser Font hat echt Wellen geschlagen, als er rauskam. Die
Serifen sind eigenartig und er lässt sich sehr variabel einsetzen. Ist bei vielen Vineyard-Sachen als Tag-Line oder 2. Überschrift.





Cezanne - überragender Hand-Font. Kommt erst mit Großbuchstaben und Ts richtig gut. Wir benutzen den für die Keynote-Präsentationen. Wirkt sehr individuell.






Dalliance Flourishes - nach so einem hatte ich lange gesucht. Einige Zeichen, die vielen Schriftbildern einen organischen Rahmen geben, ohne dass man sich abkrampfen muss.



Escrita - habe ich in Cutting Edge gesehen und begeistert mich. Wie ihr seht, stehe ich auf organischen Look und Escrita ist geil. Leider habe ich den noch nicht, aber das kann ja noch was werden.




Ach ja, ich benutze hier zum ersten Mal Qumana, einen kostenlosen Blog-Editor (via jordoncooper). Es erleichtert mir die Technocrati-Tags. Mal sehen, ob sich das durchsetzt.

Technorati Tags : , , |W|P|113572031468205470|W|P|Rückblick 2005 - Fonts|W|P|marlin.watling@gmail.com12/31/2005 11:34:00 vorm.|W|P|Blogger rick|W|P|toll but not kostenlos :-(12/26/2005 03:40:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|Hat jemand von euch einen guten Tipp für Vereinssoftware? Es geht hauptsächlich um Abrechnung, Spenden usw.
|W|P|113560758684006335|W|P|Software für Gemeinde|W|P|marlin.watling@gmail.com12/26/2005 04:47:00 nachm.|W|P|Blogger rick|W|P|It has been a very long time ago. ChurchSoft (http://www.churchsoft.com/Index.htm) and ChurchKeeper (http://www.quickchurch.com/). As I remember, I liked the ChurchSoft better but we didn't actually end up using either...we had other issues to focus on. Seems like someone with MSAccess skills could put together something nice for you. I like the ability to track who is in which SG's, what phase of the "visitor integration process" they were in, and results of spiritual gift inventories. Any, this is what I've seen - I'm not making an endorsement. =)12/27/2005 08:06:00 vorm.|W|P|Blogger Lewis(aka björn Wagner)|W|P|Hi Marlin,

wir verwenden "Optigem" ein Access Aufsatz, praktisch, aber vermutlich nicht exakt was Du suchst. Dennoch: Es tut....12/27/2005 08:54:00 vorm.|W|P|Blogger Lewis(aka björn Wagner)|W|P|Nachtrag:
1. http://www.optigem.de
2. Die Spenden/Buchungs/Versandverwaltung ist doch recht gut, beim zweiten Überlegen.
3. Es ist speziell für gemeinnützige Vereine und Gemeinden entwickelt worden.
4. Es arbeitet wohl mit den meisten Banking Software Sachen zusammen was das Leben einfacher macht.
5. Man kann es modular kaufen. weiß aber nicht wie teuer das Ding ist.12/27/2005 03:06:00 nachm.|W|P|Anonymous soomah|W|P|Wir benutzen eine selbst gemachte Access-Datenbank. Die nützt uns am meisten!1/13/2006 12:09:00 vorm.|W|P|Anonymous Walter|W|P|Mit einer normalen Finanzsoftware (Quicken, StarMoney, MS Money ...) müsste man eigentlich auch eine Gemeinde finanziell verwalten können. Zur Spendenverwaltung nehme ich Donum (http://www.spendenprogramm.de/index.html), das ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, geht aber ganz gut. Was Besseres speziell für Spenden habe ich noch nicht gefunden (jedenfalls nicht im kleineren Bereich).12/26/2005 03:36:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|
Eins der Merkmale von 2005 war, dass Emerging Church sehr weite Kreise zog. Das lag wohl daran, dass alles in Deutschland einige Jahre später als im englischen Raum ankommt. Oder es waren die vielen Blogs, die dieses Jahr an den Start gingen. Oder die intelligenten Blogs und Posts zu EC. Oder das Buch von Dan Kimball, das dieses Jahr durch Gerth Medien erschien. Oder McManus, der salonfähig genug ist, um vom Bundesverlag in Mainstream-Wohnzimmer zu kommen und dort aufregendes Christsein zu pushen. Oder Langeweile. Oder Frust mit fertigen Modellen. Oder Hunger nach was Neuem. Oder wie Time Magazin es nannte: “2005 was the year we questioned authority”. Oder oder oder.

Warum habe ich mich dieses Jahr so mit EC beschäftigt, von dem ich nur halb überzeugt bin? Ich will definitiv dort sein, wo Gott gerade was tut. Das sieht oft in jeder Generation anders aus. Mich beschäftigt weiter, wie Glaube und Gemeinde in der Postmodernen Realität von heute aussehen kann. Nach diesem Jahr habe ich mehr Fragen als Antworten, was wahrscheinlich ein Kennzeichen der EC ist. Hier ist, was ich an der EC und der Diskussion darüber schätze:
  • Ausdrücken, was gedacht wird. Viele Posts, Kommentare, Gedanken geben dem eine Stimme, was ich und andere bisher gefühlt haben, ohne es in Worte zu fassen. Mir geht das oft so bei Daves Predigten. Ich finde das auch persönlich das beste Kompliment nach Predigten.
  • Gemeinschaft: geistliches Leben zu teilen ist eine der wichtigsten Aufgabe für Gemeinde in der Postmoderne. Only connect ist ein geiler Post dazu (aus Kester Brewin: complex christ). Wie können wir Leben miteinander teilen; wie kann die Form der Gemeinde aussehen, die das ermöglicht. Bisherige Modelle bleiben oft oberflächlich. EC ist da radikal, geht ans eingemachte. Was wahrscheinlich noch fehlt ist eine Theologie von Gemeinschaft, die dem ganzen Power für die Zukunft gibt. Joe Meyers Search to Belong hat gute Gedanken dazu. Robert Banks Paul’s idea of community oder Bruderhof-Veröffentlichungen oder Howard Snyder können gute Startpunkte sein.
  • Simplicity: ein radikales Hinterfragen von allem ist ein weiteres Kennzeichen der EC. Indem man alle Praktiken hinterfragt, kann man die Krücken der Vergangenheit abwerfen und zu einer neuen Einfachheit des gemeinsamen Lebens zu gelangen. Einfachheit ist heute attraktiv und notwendig. Guter Post: What if we could do church any way we wanted?
  • Inkarnation: Jesus kam und wurde Mensch und wohnte unter uns – das ist ein weiterer Schwerpunkt von EC. Wir wollen die Welt nicht dualistisch sehen (trennen in gut und böse), sondern holistisch ansehen (es gibt kein sekuläres Molekül im Universum). Also wird die Bibel in unsere Sprache übersetzt, wir überlegen, wie Glaube und Gemeinde den Alltag durchdringt, und welche Medien für Deutschland 2005 passen. Geiler Artikel von Reinhold: warum ich nicht um Erweckung bete.
  • Die Vergessenen: EC hat einen starken Fokus auf Gruppen, die gerne vergessen werden oder sonst in Gemeinden keinen Raum finden. Ob Künstler oder Arme, Ausländer, Andersdenkende usw. Ich finde das immer wieder herausfordernd für mich selbst: man tendiert immer dazu, die Wärme der Gleichgesinnten zu suchen, als aus dem eigenen Kreis zu anderen zu gehen.
  • Der Weg: der Prozess-Charakter des Glaubens wird betont (Jesus sagt: ich bin der Weg; nicht das Ziel); das gibt mehr Raum für unterschiedliche Erfahrungen, Unvollkommenheit, unterschiedliche Schwerpunkte usw. Im Pastoren-zentrierten Gemeindeleben ist der Glaubensschwerpunkt oft von den Konferenz abhängig, die der Pastor besucht, oder das Buch, das ihm gerade gefällt. Prozess bedeutet auch weniger drin-und-draussen, bzw wir-sie-Rhetorik.

Bei den positiven Punkten gibt es aber auch eine dunkle Seite der EC (bei der ich mich 100% mit einschließe).

  • Anti-Mainstream: viele EC-Leute halten sich ganz gern von großen Veranstaltungen oder populären Strömungen fern. Darin liegt auch die Kraft und Kreativität von vielen Inhalten und Ausdrucksformen der EC. Mir scheint aber manchmal diese Anti-Haltung zu krass. Was ist, wenn Gott durch den Mainstream wirkt? Was ist, wenn Gott alles verändern will, also auch die Anti-Haltung?
  • Polemik: manche Posts sind fast wie politische Debatten. Man stellt die Nachteile der traditionellen Gemeinden dar und vergleicht sie mit den eigenen Stärken. Schattenboxen ist das. Wir-gegen-sie. Je extremer der EC-Ansatz, desto mehr Schattenboxen (siehe Depones Filmkritik oder Simpsons Gemeindekritik oder auch die ersten drei Kapitel aus Shaping of the things to come). Dazu habe ich kürzlich gelesen: „Whenever we exaggerate or demonize, or oversimplify or overstate our case, we lose“ (B. Obama in Time, Dec 26 2005). Zum Glück ist dieser schlechte Stil selten.
  • Wir-sind-besser: obwohl die meisten, die sich mit Postmoderne und EC beschäftigten, wohl zustimmen, dass mehr Fragen als Antworten da sind, kommt man sich oft besser vor als Leute mit vielen Antworten. Diese Besser-Haltung kritisiert man oft bei den 7-Punkte-Predigern dieser Welt, hat aber im gleichen Moment die gleiche Einstellung. Die einzige Möglichkeit ist, dass wir uns immer wieder demütigen, als 100%-abhängig von Gott sehen und um Gnade für unseren Auftrag bitten, in der Postmoderne Gemeinde zu leben.
  • Führung: Gibt es eine EC mit autoritärer Führung? Wahrscheinlich nicht. Über Mark Driscoll und seine ob sie EC sind, oder nicht. Die meisten wollen keine Führung oder flache Hierachien. Die Metapher dafür sind das unkontrollierte Internet, die Zusammenarbeit der Ameisen, scale-free networks“). Viele machen sich Gedanken darüber, ohne Lösungen zu haben. selbstlimitierend ist und in kleinen Gruppen bleiben wird. Ich glaube, die Bibel hat andere Vorstellungen. Statt Leitung zu hinterfragen, geht es um Unterordnung, auch wenn das nicht gerade populär ist. Da ist für mich die andere Frage: in wie weit kann sich EC für unpopuläre Dinge stark machen? (nicht unpopuläre in anderen Kreisen, sondern in den eigenen Reihen)?
  • [update]: Bibel: in der EC wird manchmal die Bibel hinten angestellt. Man hat nette Theorien und versucht sie dann, in der Bibel wieder zu finden. Ich meine nicht, dass es immer direkt aus der Bibel kommen muss und danach die Erkenntnis folgt. Das wäre unrealistisch und passiert selten so. Aber es kann vorkommen, dass die biblische Seite etwas dünn ist.

Ich bin letztlich dankbar, 2005 bei diesen Diskussionen, Versuchen usw dabei gewesen zu sein. Sorry für diesen zu langen Post. Ich bin gespannt, was die Zukunft hält, vor allem für Projekt in Heidelberg.

(images: evergreen)


Buch.. story // mckee
Musik.. saving grace // vineyard
Ort .. schwetzingen

|W|P|113542572406711970|W|P|2005 – Jahr der Emerging Church|W|P|marlin.watling@gmail.com12/26/2005 08:19:00 nachm.|W|P|Anonymous Johannes|W|P|Schöner Beitrag, digger. Definitiv einer deiner Besten, weil gut ausgeglichen. Ich würde dir allerdings im Grundgedanken nicht zustimmen, dass 2005 das Jahr der Emerging Church war. Das mag vielleicht für uns gelten, aber 99,9% der Christen haben noch nie was von EC gehört. Das sollte man nie vergessen. Passiert mir allerdings ständig. Genauso wie bei Web 2.0, RSS und Blogs.12/27/2005 08:24:00 vorm.|W|P|Blogger Lewis(aka björn Wagner)|W|P|Hi Marlin,

habe mich sehr über diesen Post gefreut, weil er viele Dinge, die ich denke ausdrückt. (Und ihn gleich verlinkt). Ich stimme Johannes zu und das empfinde ich als positiv. Wir sind im Denken weiter und können jetzt prägen, diskutieren weiterdenken, anpassen, beten und auf Gottes Spur kommen. Ich glaube da stecken viele Chancen drin, aber auch viel Verantwortung. Bleib dran! Ist sehr cool. Segen Björn12/27/2005 09:32:00 vorm.|W|P|Anonymous haso|W|P|Hi Marlin

auf´m Firefox hat dein Blog bei mir einen Detsch, der seines interessanten Inhaltes unwürdig ist. (Auf´m I.E. alles okay.) Hängt irgendwie mit dem Bild zwischen Anti-Mainstream und Polemik zusammen. Da du es wert bist, gelesen zu werden ...

Ciao, haso12/27/2005 06:30:00 nachm.|W|P|Anonymous [depone]|W|P|interessant ist, dass du mich nicht verstehst.12/25/2005 10:07:00 vorm.|W|P|marlster|W|P|Das schönste Weihnachtsgeschenk dieses Jahr waren die Ergebnisse der NGE-Erhebung. Vor 3 Wochen hatten wir die Fragebögen in der Gemeinde ausfüllen lassen. Bei NGE werden acht Faktoren gemessen, die die Gesundheit der Gemeinde widerspiegeln. Über 65 auf allen Faktoren ist das Ziel. Man sollte sich auf den schwächsten Faktor konzentrieren, da dieser wie ein Loch im Boot ist und die Effektivität der Gemeinde senkt. Jetzt haben wir die Ergebnisse bekommen und sie sind überragend! Wir sind auf allen Faktoren über 65. Meine Annahmen über Stärken und Schwächen haben sich bestätigt. Wir sind richtig gut in Hauskreisen und Beziehungen. Evangelisation und Mitarbeit kann noch verbessert werden. Aber selbst die Schwächen sind auf hohem Niveau. Ich bin überrascht. Vielleicht war es die vorweihnachtliche Stimmung. Vielleicht haben wir gerade Momentum auf unserer Seite, oder die Leute sind enthusiastisch. Dass die Kleingruppen so stark sind hat mich nicht überrascht, wenn auch die Ausprägung sehr krass ist. Volker, Daniel, Jens sind einfach super-Personen, die sich ganz in Beziehungen geben und andere Leute fördern wollen. Wir machen eigentlich ganz wenig dort: Bibel lesen und Fragen dazu stellen, und dann mit- und füreinander beten.

Jetzt gehen wir in die Planung fürs nächste Jahr und nehmen die Ergebnisse mit. Für Evangelisation haben wir schon allerhand Partys geplant. Außerdem wollen wir mit den Hauskreisen auch mehr nach außen wirken. Mitarbeiterschaft haben wir schon mit Beschreibungen und Anforderungen vorbereitet. Wir wollen jemand anstellen, um speziell diesen Bereich zu stärken. Die Ergebniss im einzelnen:
  • Bevollmächtigende Leitung - 71
  • Gabenorientierte Mitarbeiterschaft - 68
  • Leidenschaftliche Spiritualität - 73
  • Zweckmäßige Strukturen - 74
  • Inspirierende Gottesdienste - 78
  • Ganzheitliche Kleingruppen - 89
  • Bedürfnisorientierte Evangelisation - 65
  • Liebevolle Beziehungen - 78

Buch.. relationship cure // gottman
Musik.. the visit // loreena mckennitt
Ort .. schwetzingen
|W|P|113550179400659524|W|P|Gesunde Gemeinde|W|P|marlin.watling@gmail.com1/03/2006 11:44:00 vorm.|W|P|Anonymous storch|W|P|hallo marlin,
schönes profil. wir haben auch mal zwei gemacht, aber ich weiss nicht mehr genau, was dabei herausgekommen war...

ich habe mal eine frage und finde, dass sie in diesen post ganz gut reinpasst. ich habe bei mir einen post gepostet über die frage "wie zieht man leiter nach?" ich habe den eindruck, dass du dir eine menge gedanken über dieses thema und überhaupt über leitung und church management gemacht hast und wollte dich deshalb fragen, ob du eine gute idee beisteuern kannst:
http://www.jfrs.de/storch/blog/wordpress/2006/01/03/leiter-mitarbeiter-nachziehen/.

wäre für alle anregungen dankbar. danke und grüsse, storch12/24/2005 01:53:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|

an alle siyach-Leser. Ich wünsche euch viel Spass und Ruhe mit euren Familien!
|W|P|113542897170863364|W|P|Frohe Weihnachten|W|P|marlin.watling@gmail.com12/21/2005 10:45:00 vorm.|W|P|marlster|W|P|Search patterns, trends, and surprises according to Google + 2005 Year-End Google Zeitgeist. |W|P|113515832158296484|W|P|Google Zeitgeist|W|P|marlin.watling@gmail.com12/20/2005 09:15:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|- Relevant bringt ein neues Magazin: Radiant Mag. 1. Ausgabe online-PDF.
- Schritte zur Einfachheit: name your idols
- Elternsein als Herausforderung: priviledge of parenting
- Mal wieder, und trotzdem gut und frisch: was ist emerging?
- Theologen-Weihnachtsgeschenke: NT Wright-DVDs - kingdom, spirit & people of god; christian hope in a postmodern world
- schöne Fotos meiner schönen Stadt Napster Deutschland
- noch mehr schön Fotos meiner schönen Stadt auf Flickr (RSS)
- Lektionen für Start-ups (biz 101): cash-flow in den Griff bekommen

Buch.. story // robert mckee
Musik.. natural fake // de-phazz
Ort .. schwetzingen
|W|P|113511049918831757|W|P|Dienstags-Menü|W|P|marlin.watling@gmail.com12/18/2005 08:00:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|Time kürt dieses Jahr die barmherzigen Samariter als Personen des Jahres - Bono und Bill Gates. Hm... Schön, dass sie soziale Engagement ehren. Schade, dass Barmherzigkeit medienwirksam sein muss, um wahrgenommen zu werden. Wen würdest du zur Person des Jahres wählen?
|W|P|113493253021845426|W|P|Person des Jahres: die Samariter|W|P|marlin.watling@gmail.com12/18/2005 08:28:00 nachm.|W|P|Blogger rick|W|P|You would definitely be my German person of the year. =)12/19/2005 11:42:00 vorm.|W|P|Anonymous Danny|W|P|Mich selbst.

Traurig, aber wahr.12/18/2005 03:22:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|Habe gerade die erste Session von Mike Frost (Shaping of Things to Come) gehört (via Jordon Cooper Podcasts). Ist eine ganz gute Einführung in Postmoderne und ein paar der Dinge, die Emerging Churches angehen. Ich mag es generell nicht so, wenn jemand zu viele Motivationswörter benutzt. Das scheint immer so ich-werde-dich-visionieren und zweifelt etwas an der Substanz. Aber trotzdem gut.

Was in der Session ganz gut rauskommt: der Unterschied von zwei Weltanschauungen. Dualistisch (Teil der Welt ist gut, der andere Böse -- wir müssen uns vor dem Bösen schützen und Leute in den guten Teil retten) vs. Ganzheitlich (das ganze Leben ist von Gott geschaffen; Gott ist überall präsent; wir müssen nur auf seine Gegenwart reagieren). Das fand ich auch die Höhepunkte des Buchs und ich finde es interessant, immer wieder zu überlegen, was das für meinen Alltag und Gemeinde bedeutet.|W|P|113458281076472836|W|P|The Shaping of Mike Frost|W|P|marlin.watling@gmail.com12/18/2005 02:59:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|Jesus
My passion in life is to know you
May all ohter goals bow down to
This journey of loving you more

Above all else
Above all else
Above all else
Give me yourself

[vicky beeching // above all else]|W|P|113491453835001242|W|P|Give me yourself|W|P|marlin.watling@gmail.com12/16/2005 10:35:00 vorm.|W|P|marlster|W|P|bei time magazine.|W|P|113472570236914787|W|P|Das Jahr in Bildern|W|P|marlin.watling@gmail.com12/15/2005 11:15:00 vorm.|W|P|marlster|W|P|David Allen ist in der neuen Ausgabe des Vineyard-Maganzins Cutting Edge (the effective pastor (PDF)). Sehr coole Übersetzung von GTD in den Gemeinde-Gründungskontext. In dieser Ausgabe über Effektivität und Veränderung ist dann auch Rick Warren, John Wimber, Malcolm Gladwell und Jim Collins. Es bleibt mein Lieblings-Magazin. |W|P|113464170262470860|W|P|Der effektive Pastor|W|P|marlin.watling@gmail.com12/15/2005 05:57:00 nachm.|W|P|Anonymous Mike|W|P|Fetter Link. Danke.Cool, dass sie die PDF's zur Verfügung stellen. Sehr sympathisch.12/14/2005 06:45:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|

Daniel hat vor kurzem mal einen Post über geistliche Übungen gemacht. Jesuiten. Lectio Divina. Alles gutes Zeug. Aber alles irgendwie auch Aktionen. Vor allem für Leute, die ihr Leben gut strukturieren können. Da frage ich mich manchmal: was passiert mit den anderen? Den jungen Müttern? Den Chaoten? Den Stewardessen? Den Musikern? Oder den gemeindgründenden lebensunterhaltverdienenden Familienvätern (wie mir)? Alle haben chaotische Tagesabläufe. Alle können sich wenig in Rythmen einarbeiten. Mir fällt auf, dass die meisten geistlichen Übungen von Leuten kommen, die hauptberuflich Gott folgen. Entweder Pastoren, Autoren, Mönche, etc. Daher die Frage: wie sieht die Geistlichkeit des Windelwechselns aus?

  • Gebete: Windelwechseln kann eine heilsame Auswirkung auf das Gebet haben. Wenn du nachts nicht mit den Augen wandelst, sondern mit der Nase, bleibt auch keine große Energie für Geschwalle beim Beten. Die Gebete werden kurz. Aaaah! oder Oh, Gott! oder Hilf mir! Je kürzer die Gebete, desto ehrlicher. Jesus warnt davor, dass man im Gebet Gott mit langen Gebeten beeindrucken will. Nicht beim Gebet während des Windelwechselns.
  • Liebe: Tut alles für den Herrn! Ist zwar beim Windelwechseln nicht so direkt in der Auslegung. Aber man dient einem Kind, das oft mehr fordert als es gibt. Und Liebe bedeutet ja sein Leben zu lassen. Wir missverstehen das, und meinen, wie sind nett zu den Leuten, die auch nett zu uns sein. Jemand mit Dankbarkeit zu dienen, die nichts zurückgeben ist näher an wahrer Liebe. Es fordert, nicht nur die eigenen Interessen im Sinn zu haben (wie bei manchen geistlichen Übungen der Fall sein kann), sondern die eines anderen.
  • Aktion: Ähnlich wie Liebe. Es gibt zu viele Schwaller heute. Zu viele, die gerne philosophieren, die tiefgründig sind, die Dinge analysieren, die lieber Reden als Tun. Ein verschissenes Kind lässt sich nicht stumm-analysieren. Es braucht Umsetzung – Liebe in Aktion.
  • Loslassen: Alle gute Geistlichkeit betont das Loslassen, das Sterben – so Richard Rohr. Wir versuchen eigentlich ständig, unsere Umwelt zu kontrollieren. Geistliche Übungen können auch der Illusion der Sicherheit dienen. Windelwechseln bedeutet, den Rhythmus des Lebens (und des Schlafens) jemand anderem zu lassen. Das ist geistlicher Wachstum!

Nur ein paar Gedanken. Kinder sind sowieso eine geistliche Übung für sich. Bei aller Herrlichkeit des Windelwechselns ist das vielleicht der Weg, den Gott für den Rest für uns hat. Zumindest eine zeitlang.

Buch.. the new testament and the people of god // nt wright
Musik.. new sacred cow // kenna
Ort .. heidelberg

|W|P|113458279115335077|W|P|Spiritualität des Windelwechselns|W|P|marlin.watling@gmail.com12/14/2005 07:48:00 nachm.|W|P|Blogger konomu|W|P|Ich werde den Windelwechsel, denn ich gerade auf "in fünf Minuten" verschoben habe mal sofort durchführen. :)12/14/2005 09:19:00 nachm.|W|P|Blogger storch|W|P|schöner post. bin zwar "hauptamtlich" für den herrn unterwegs, habe aber auch ein chaotisches leben. viel unterwegs, nie sieben tage hintereinander denselben ablauf.
was mir hilft, sind verschiedene übungen. und sachen, die man unterwegs zwischendurch machen kann: lesen im zug, predigten hören im auto usw.12/15/2005 05:38:00 nachm.|W|P|Blogger Kleiner Königstiger|W|P|Kinder sind eine eigene Welt und haben eine eigene Welt für sich! und ich finds immerwieder schön wenn ich ein Teil ihrer Welt sein zu darf!
Kinder sind was wunderbares! ;-)
Und dein Post regt zum denken an...
Vielleicht sollte ich auch mal wieder in die Nähe von Kindern! *grins*
Oda ich hätte während der Matheklausur von heute einfach mal kurz beten sollen...12/12/2005 11:59:00 vorm.|W|P|marlster|W|P|Hier.|W|P|113438519363544860|W|P|Best Web 2.0 software|W|P|marlin.watling@gmail.com12/11/2005 01:04:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|Hab gestern die Volxbibel bekommen. Sehr cooles Gefühl und sie ist noch besser geworden, als ich gedacht habe.

Emerging churches von Gibbs un Bolger ist da. Eine Zusammenfassung der 9 Punkte gibt es auch schon.

Eine Gemeindegründung schließt die Türen: Mt. Si Vineyard.

Emergent-Leiter und jüdische Erneuerung treffen sich.
|W|P|113430368455571856|W|P|Links|W|P|marlin.watling@gmail.com12/11/2005 12:43:00 vorm.|W|P|marlster|W|P|Es ist manchmal nicht schlecht, sich auf seine Grundlagen zu besinnen. Dieser Tage bin ich in so einer back-to-the-roots-Bewegung. Liegt vielleicht am Winter. Oder dass Gott mir neue Ausrichtung geben will. John Piper sagt, Theologie ist wie das Gewicht im Schiffsboden – es lässt dich auf hoher See den Kurs halten, wenn Wind und Wellen um dich schlagen. (Siehe auch: die Zukunft herbeiführen; theologische Wochen) Am meisten beeinflusst mich da die Gegenwart der Zukunft – wie in Jesus die Zukunft Gottes Realität wird.

Diese Grundlogik kommt von George Eldon Ladd. Die Geschichte geht wie folgt: In der Zeit vor und während Jesus war die Erwartung der Menschen, dass es einen Tag geben wird, der alles verändert - der "Tag des Herrn", den der Messias bringt. Jesus kam und verkündigte: "Das Reich des Herrn ist hier!" Er selbst hat es demonstriert: er heilte Kranke, trieb Dämonen aus, weckte Tote auf und gab diese Macht an seine Jünger weiter. Aber nicht alle Menschen werden geheilt. Es sterben immer noch Menschen und es passiert noch Ungerechtigkeit. Ist das kommende Zeitalter doch nicht gekommen? Hat Jesus sich geirrt?

Reich Gottes ist in Jesus tatsächlich gekommen und bringt mit sich den Segen des zukünftigen Zeitalters. Der Knackpunkt ist: Das Reich ist hier UND kommt noch. Jetzt, heute, hier ist der Segen des kommenden Zeitalters schon da - aber nur auf individueller Basis. Die Erfüllung kommt, wenn Jesus wiederkommt. Auf der weltweiten, endgültigen Basis kommt das Reich noch. Aber es ist schon hier für die, die glauben - mit aller Kraft und allem Segen! Das kommende Zeitalter ist zu uns hereingebrochen. Jetzt liegt es an der Kirche, diese Realität zu leben und Gottes Reich auszubreiten.

Die Konsequenzen aus der Gegenwart der Zukunft sind:
- wir leben mit Spannungen: Die Zukunft ist da, aber noch nicht vollständig. Es gibt einige, die diese Spannung umgehen wollen und dann entweder das Wirken Gottes heute ablehnen, oder auf totale Erfüllung und Abschaffung von allem Übel drängen. Wir leben aber im „already-and-not-yet“.
- Unsere Aufgabe lautet: "doing the stuff" - wir tun das Zeug vom Reich Gottes. Wir beten für Kranke, Tote und Besessene, wir dienen den Armen, besuchen die Gefangen, verkündigen die Gute Nachricht und prophezeien. Unsere Mission ist das Leben von Gottes Zukunft – Gerechtigkeit, Vergebung, Heilung, Heiligkeit.

Links für die Zukunft
Ladds Buch „The Gospel of the Kingdom“ (Kapital 1-5) online als PDF
Zusammenfassung von NT Wrights Büchern zu dem Thema
Why is the kingdom so important - Derek Morphew
Reich Gottes im alten und neuen Testament
Missverständnisse vom Reich Gottes
Zitat zum Reich Gottes (Wright, Ladd, Wimber)
Now and not yet (at Organic Church)
Wiki: Kingdom theology

MP3s
Überblick übers Reich Gottes - Derek Morphew
Reich Gottes und Leben in Gemeinde (ab Min 40:00) (groß! 52 MB ) - David Ruis
God’s future has arrived - NT Wright
Jesus and the Kingdom - NT Wright

Bücher
George Ladd - the presence of the future
George Ladd - the gospel of the kingdom
NT Wright - The challenge of Jesus
NT Wright - Jesus and the victory of God
John Wimber - power evangelism
Derek Morphew - Das Königreich Gottes|W|P|113419419512914759|W|P|Die Gegenwart der Zukunft|W|P|marlin.watling@gmail.com12/11/2005 08:18:00 nachm.|W|P|Anonymous Danny|W|P|Interessanterweise lese ich gerade auch ein Buch über das Reich Gottes. Walter Nigg: "Das Ewige Reich". Behandelt die zukünftige Gottesreichserwartungen des AT/NT's, der Kirche usw. Werde darüber posten, wenn ich's mal schaffe zu lesen!12/13/2005 12:25:00 nachm.|W|P|Blogger Lewis(aka björn Wagner)|W|P|Großer Wurf, Marlin!
Ich habe habe Ladd im Studium noch gelesen und im Rückblick hat es mir die Gesamtschau über die Bibel ermöglicht, vor allem, wenn man diese Zeichnungen vom Reich Gottes mit hinein nimmt.
Danke für diesen Post, werde ihn gern verlinken.12/10/2005 07:26:00 vorm.|W|P|marlster|W|P|Momentan gibt es einige Diskussionen um Leitung, Strukturen und Hierachien. Es scheint, dass es der heilige Gral von emerging-Leuten ist, dass "flache Hierachien" gibt und Patizipation gelebt wird. Das steht dann im Gegensatz zu Leitung im Sinn von bestimmten Personen, die als "Leiter" bezeichnet werden, bzw andere Personen, die Nicht-Leiter sind oder nicht mitbestimmen dürfen (wie in den meisten Gruppen).

Ich frage mich dabei ein paar Dinge:
- was passiert, wenn eine emerging Gemeinde größer wird? Bei Mark ist da eine Diskussion im Gange. Letztlich wird sich das praktisch zeigen, ob und wie man damit umgehen kann. Bisher sind die meisten emerging Gemeinde klein bis sehr klein. Ob es selbst-limitierend ist, wird man sehen. Möge es funktionieren. Emergent bedeutet ja eigentlich der Zustand vor dem Auftachen oder Entstehen. Was passiert, wenn etwas auftaucht? Oder ist es ein dauerndes auftauchen und enstehen?
- was ist an Partizipation neu oder radikal? Ich glaube, das ist weder theoretisch noch praktisch neu. Neu ist die Ablehnung von Leitern, was durch gabenbedingte Leitungs-Momente ersetzt wird. Interessanter Ansatz. Mein Gefühl sagt mir, dass das zu romantisch gesehen wird. Wie wird eine emerging Gemeinde mit Krisen umgehen? oder grundsätzlich unterschiedlich Meinungen? Mal sehen, wie das wird; bei einigen Gruppen in England ging das nicht gerade gerade gut.
- ist Leitung effektiver? Die eigentliche Frage dieses Posts. Daggi meint in einem Kommentar bei Mark, dass es ein Vorurteil ist, dass partizipatorische Leitung langsamer ist. Ich bin auf eine Studie gestossen aus Virginia Tech, die die Zuordnung von Rollen in Teams mit Effektivität in Verbindung bringt. Die Ergebnisse:
a) Teams mit nur einem Leiter sind besser als Teams ohne oder mit mehreren Leitern. (S 15)
b) Wenn Teams mit Teamrollen arbeiten, sind sie glücklicher, zufriedener und bleiben mehr zusammen, was die Effektivität weiter erhöht. (S 15)

Mir geht es hier nicht ums Streiten oder Rechthaben. Wenn die jüngste Vergangenheit in Politik in Deutschland eines lehrt, dann dass niemand von schwacher Leitung profitiert. In guten Zeiten ist das egal. Aber wenn es nicht läuft, dann läuft es wirklich nicht. Und gerade Gemeinden sollten mehr sein als Schön-Wetter-Phänomene.

Meiner Meinung nach erlaubt klare und effektive Leitung, dass Partizipation stattfindet. Dabei ist klar, dass Leitung nur ein Teil der Gemeinde ist, da ist, um den Leuten zu dienen und das Leben der Gemeinde zu ermöglichen. Alles andere ist auch nicht Jesus-Style.|W|P|113419724275391341|W|P|Ist Leitung effektiver?|W|P|marlin.watling@gmail.com12/10/2005 11:43:00 vorm.|W|P|Blogger storch|W|P|aber geht es denn bei dieser diskussion darum, leiterschaft abzusetzen? auch ein kompetenzteam sollte doch einen primus inter pares haben und damit verbindet sich dann leitung mit partizipation, so habe ich das immer verstanden. (kann sein, dass ich das missverstanden habe)12/11/2005 09:54:00 vorm.|W|P|Blogger Johannes Kleske|W|P|Ich denke nicht, dass ECs den heiligen Gral der flachen Hierachien und der Partizipation haben, sondern dass sie erstmal den heiligen Gral der Pastorengemeinden, die zentralen Leiter, hinterfragen. Wo das hinführt steht noch nicht fest und wie die Reise dahin sich anfühlt erleben wir gerade.12/12/2005 04:56:00 nachm.|W|P|Blogger Josha Eisenhut|W|P|Welches Setting hatten die Teams der Studien denn ?
Müssen uns echt mal treffen...12/10/2005 05:46:00 vorm.|W|P|marlster|W|P|NT Wright rockt. Habe mir dieser Tage seine Sessions auf der emergent-Konferenz 2004 „The future of the people of God“ angehört. Die erste Session (MP3) hat einige wirkliche Highlights.
„Wir versuchen manchmal, die Kirche zu perfektionieren, bevor wir raus gehen. Das wird nicht klappen. Es ist wie den Wagen vor das Pferd zu spannen. Die Strukturen folgen der Mission... Wo die Welt hingehen soll gibt uns die Ausrichtung für Mission. Und wo die Mission hinläuft, soll die Ausrichtung der Kirche geben.“
Also: Schöpfungs-Projekt --> Mission --> Struktur und Verhalten
Also: Eschatologie --> Mission --> Gemeinde
Evangelium = Implementation von Gottes Zukunft

Theologie ist also der Hintergrund für zielgerichtete und fundierte Mission und Gemeindeleben. Das bringt zurück zum Reich-Gottes-Zeug, was einen extra-Post verdient.

Links zur „future of the people of God“ Konferenz:
Alle 4 NT-Wright MP3 Session
Jason Clark mit Bericht über die Konferenz und NT Wright im emergent Umfeld (inclusive ausführlichen Notizen als PDF)
opensourcetheology: a strange unmapped new land

Buch.. the new testamanet and the people of god // nt wright
Musik.. 1000 generations // vineyard
Ort ..schwetzingen
|W|P|113419052379796458|W|P|Die Zukunft herbeiführen|W|P|marlin.watling@gmail.com12/08/2005 01:32:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|Vineyard Heidelberg, e.V.|W|P|113404521587763171|W|P|Offiziell|W|P|marlin.watling@gmail.com12/08/2005 04:29:00 nachm.|W|P|Blogger storch|W|P|glückwunsch!!12/06/2005 06:12:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|Ein interessanter Link mit Tips für das Starten von einem eigenen Unternehmen. Umfasst vieles, was für das Gründen einer Gemeinde wichtig ist (wenn auch nicht alles).

Persönlichkeit: Selbstmotiviert, risikobereit, Arbeitsmoral, drive, Organisation, Demut
Umstände: Finanzielle Absicherung, Schuldenfrei
Strategie: Was ist dein Alleinstellungsmerkmal? Was bringt es ihnen? (aka: die wichtigen Fragen klären)

Buch.. gtd fast // david allen
Musik.. exeter // depeche mode
Ort .. schweztingen
|W|P|113388936042609851|W|P|Wie man anfängt an|W|P|marlin.watling@gmail.com12/04/2005 06:10:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|Leben // Technik
Jordon Cooper: effektiven bloggern
presentationen: gates vs jobs

Jesus // Gemeinde
Desert pastor: theology of play
Dwight Friesen: why I am not missional
Thrid Space Gemeindegründung
Bilder: du weisst, du bist emergent, wenn... (witzig)
Spiritual Direction - Literatur von 1988-2001 (PDF)
Advent-Gemeinschafts-Reflektion
Netzwerk von Gemeindegründungen
Rick: über das Leiden
15 trends in spiritual formation
|W|P|113371664812081124|W|P|Links|W|P|marlin.watling@gmail.com12/04/2005 06:00:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|
Habe mir vor kurzem das Buch Megashift geholt, das Andrew Jones wärmstens empfohlen hat. Es stimmt, dass das Cover einen gewissen Zeugen-Jehovas-Touch ist und der Schreibstil, na ja, der ist so abgefahren, dass es schon wieder geil ist. (Beispiel: „the kingdom of god is growing at a torrid pace, and we are awash in reports of millions of miracles each year. There has never been a time like this. God is winning.”). Macho-Buch eben.

Die Inhalte sind die typischen Wir-vs-Sie-Mentalität, die in letzter Zeit so um sich schlägt und jeweils die Ingroup als ultra-innovativ und revolutionär darstellt. Schattenboxen-gefährdet. Hier ist „Wir“ die „Emerging, Scripture-based congregation“ (EsbC) und „Sie“ sind alle anderen, vor allem Kirchen und vor allem solche, die eine Struktur haben (centralized power; top-down institutions). Jetzt ist also die Zeit des Wandels, der wahren Erleuchtung der Menschheit durch die Emerging Generation. Und das kennzeichnet sich durch folgendes: Partizipation, Offenheit, Kleingruppen und Beziehungen, Gebet, Transformation.

Das erinnert mich irgendwie an die Abi-Partys von früher: jede Abi-Klasse hat die Haltung, sie sind die ersten die Alkohol entdecken und exzessiv anwenden. Fast jeder der oben genannten Punkte sind schon zur Häufe da, ob in entfernter oder naher Vergangenheit. Warum denken denn Emergent-Leute sie würden das jetzt erfinden? Versteh ich das einfach nicht, oder bilden sich da viele was ein?

Partizipation zum Beispiel: das 1. von Rutz’ 30 Merkmalen einer EsbC ist Partizipation. Man solle nicht nur die Möglichkeit haben, mitzumachen, sondern gefördert und eingebunden werden. Ich bin in der Mennoniten-Gemeinde aufgewachsen, wo seit 500 Jahren gesagt wird, wir wollen das Priestertum aller Gläubigen, d.h. jeder, der glaubt soll mitmachen. John Wimber hat für die Vineyard immer gesagt: everyone plays! Bill Hybels fördert Leute durch sein DIENST-Programm. Warum ist denn Partizipation auf einmal neu?

Offenheit: wir sollen kein Programm durchziehen, sondern offen für den Heiligen Geist werden. Haben wir das nicht gerade die letzten Jahrzehnte mit Charismatikern und Pfingstlern durchgekaut. Klar, da gab es immernoch die Bühne und den Typ mit dem Mic. Früher haben das die Quäker und andere schon ohne Mic gelebt.

Kleingruppen und Beziehung werden durch Ralph Neighbour und Yonggi Cho schon ausführlich bedeckt, aber war auch bei denen nicht neu. Gebet ist genauso wenig neu wie ein Engagement für soziale Einflüsse und persönliche Veränderung. Das fehlt mir persönlich auch am meisten bei diesen ganzen Blog-Diskussionen und Austausch: der Austausch über Jesus statt über Formen und Techniken.

Was ich als den wirklich neuen Beitrag von Emerging heute sehen kann, ist die Diskussion um Leiterlose Gemeinde oder flache Strukturen und Hierarchien. Ich bin ehrlich gesagt mehr und mehr skeptisch, ob das funktioniert. Die meisten Emerging-Gruppen sind klein und meiner Meinung nach selbst-limitierend. Kubik scheint auch mit diesen Herausforderungen zu kämpfen. Ich bin sehr gespannt, wie das wird, denn ich sehe keine Möglichkeit, dieses Problem von Wachstum im Emergent-Kontext zu überwinden. Wäre aber eine echte Innovation, wenn das klappt. Denn den Rest gibt es schon, auch wenn manche das jetzt zu entdecken meinen.

Buch.. equipped magazin
Musik.. telegramm // x naidoo
Ort .. schwetzingen
|W|P|113371610920654869|W|P|Megashift|W|P|marlin.watling@gmail.com12/06/2005 10:20:00 vorm.|W|P|Anonymous storch|W|P|im grunde sprichst du mir da aus der seele, ich sage ja auch immer, dass das nicht so neu ist. trotzdem ist es irgendwo doch neu, weil es ein gesamtkonzept ist, dass es so noch nich gegeben zu haben scheint (ich formuliere vorsichtig) und dass die "zielgruppe" "künstler" systematisch einbezogen wird.
die ec kann eigentlich nur dadurch reformatorische kraft bekommen dass sie ihre position radikal und etwas elitär vertritt. in diesem sinne ist es sehr gut, sich so zu präsentieren, es ist funktional (auch wenn ich solche bücher nihct gut lesen kann).
ich hoffe, dass die bewegung (ist es eine?) etwas staub vom organisierten christentum klopft. ob das möglich ist weiss ich nicht, gelingt fast keinem.12/06/2005 06:22:00 nachm.|W|P|Blogger marlster|W|P|storch: danke für den kommentar. das ist eine gute perspektive. Ich bin ehrlich gesagt in letzter Zeit davon etwas genervt, sehe aber auch dass es eine gute Korrektur ist. Mal schauen, was unterm Strich hängen bleibt.12/07/2005 05:15:00 nachm.|W|P|Anonymous Mike|W|P|Hi Marlin!
Danke für deinen guten kritischen Bericht. Schätze deine unabhängige, kantige Stimme in den Diskussionen.

Wünsche dir eine gute Adventswoche und danke noch für deinen dichterischen Comment :-)!12/08/2005 03:15:00 vorm.|W|P|Anonymous Mark Reichmann|W|P|hahaha
da haben sich ja die richtigen beiden gefunden :)
ihr klingt wie waldorf und statler auf der Empore...12/03/2005 01:06:00 nachm.|W|P|marlster|W|P|Wir sind jetzt fast eine richtige Gemeinde. Es ist unglaublich, wie Kleinigkeiten einen Unterschied machen können. Hier sind ein paar Dinge, die eigentlich jeder Gemeindegründer haben sollte:

- 10-Finger schreiben: heute läuft Kommunikation oft elektronisch ab. Es erweitert den Kommunikations-Radius und wer nicht gerne schreibt, antwortet und Kontakte knüpft, macht sich das Leben schwer. Ich habe mir auch viele Dinge einfach für mich aufgeschrieben, wie Visionen, Pläne usw. Das hat nie jemand gesehen, aber Schreiben zwingt, die Gedanken zu ordnen und sich klar zu machen, was man eigentlich will. Ich habe mit 10-Finger-Schreiben beigebracht, nachdem ich mich für einen Job beworben hatte, für den das Voraussetzung war. Ich habe einfach mal gesagt, ich kann es – und musste dann die nächsten 2 Wochen Tag und Nacht üben. Aber es geht. Und es hat sich 1000x ausgezahlt.

- googeln: es gibt einfach keine fertigen Rezepte für Gemeindegründungen. Daher ist es gut, wenn man sich Informationen dann suchen kann, wenn man sie braucht. Entweder man stößt durch Google auf andere Leute mit ähnlichen Erfahrungen, oder man findet Hilfe und Beispiele. Hier ein cheat-sheet um die Google-Skills zu erweitern. Letztlich geht es nicht um Google direkt, sondern um Netzwerken und Hilfe in unklaren Situationen zu finden.

- bloggen: es ist für Gründer wichtig ist, immer wieder die Geschichte zu erzählen. Die eigene und die der Gemeinde. Denn Geschichten ergeben das Weltbild und Motivation, mitzumachen. Bloggen ist eine Art davon, die anderen den Blick hinter die Kulissen gibt. Außerdem ist Transparenz in einer Gemeinde superwichtig und prägt die Atmosphäre von Anfang an. Je offener, desto mehr Vertrauen und Identifikation.

- failing forward: das ist ein geiles Konzept. Das Herz in die Hände nehmen, losmachen und aus Fehlern lernen. Wenn man gleich zu Beginn alles perfekt machen will, kommt man wohl nie in die Gänge. Gerade in Deutschland gibt es so ein Sicherheits-Perfektions-Gemisch, das Initiativen erstickt. Wir haben viel probiert und fast genauso viel wieder gelassen. Auch das fördert die Atmosphäre und ermöglicht Risiko und Mitarbeit.

- freundschaften: Sepp Herberger hat gemeint: 11 Freunde müsst ihr sein. Und seine Mannschaft ist Weltmeister geworden. Wimber hat mal gemeint, das Geheimnis von Gemeindewachstum ist das: werdet Freunde! Viele Gemeinden sind mehr Zweckgemeinschaften oder erzwungene Freundlichkeit. Freunde sind die Leute, mit denen man einfach gerne Zeit verbringt. Man mag sich. Wenn man im inneren Team (und auch später) keine Freunde hat, dann wird es hart. Ich frag mich dann auch, was für eine Gemeinde da rauskommt.

Buch.. inside worship
Musik.. playing the angel // depeche mode
Ort .. schwetzingen
|W|P|113361180676364807|W|P|Gemeinde-Gründungs-Faktoren|W|P|marlin.watling@gmail.com12/03/2005 02:43:00 nachm.|W|P|Anonymous Esther|W|P|Hi Marlin, wo kommt der Begriff vom "failing forward" her? Den finde ich genial.12/03/2005 02:52:00 nachm.|W|P|Blogger marlster|W|P|Esther: ich habe ihn zuerst in einer Predigt von Dave aus Boston gehört, weiss aber nicht mehr welche. Dann habe ich ein Buch gefunden mit dem Titel gefunden, was gut ist, ein bisschen pop-mäßig, aber ein paar interessante Gedanken.12/03/2005 06:10:00 nachm.|W|P|Blogger storch|W|P|intressant, wie du auf den einsatz von modernen medien und zehnfingerschreiben eingehst. mir fällt das auch immer wieder und zehnfingerschreiben ist eine fähigkeit, die ich sehr vermisse. immerhin kann ich auch mit meinem vierfingersystem ziemlich schnell und sicher schreiben (zumindest im vergleich zu früher).-->