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Megashift


Habe mir vor kurzem das Buch Megashift geholt, das Andrew Jones wärmstens empfohlen hat. Es stimmt, dass das Cover einen gewissen Zeugen-Jehovas-Touch ist und der Schreibstil, na ja, der ist so abgefahren, dass es schon wieder geil ist. (Beispiel: „the kingdom of god is growing at a torrid pace, and we are awash in reports of millions of miracles each year. There has never been a time like this. God is winning.”). Macho-Buch eben.

Die Inhalte sind die typischen Wir-vs-Sie-Mentalität, die in letzter Zeit so um sich schlägt und jeweils die Ingroup als ultra-innovativ und revolutionär darstellt. Schattenboxen-gefährdet. Hier ist „Wir“ die „Emerging, Scripture-based congregation“ (EsbC) und „Sie“ sind alle anderen, vor allem Kirchen und vor allem solche, die eine Struktur haben (centralized power; top-down institutions). Jetzt ist also die Zeit des Wandels, der wahren Erleuchtung der Menschheit durch die Emerging Generation. Und das kennzeichnet sich durch folgendes: Partizipation, Offenheit, Kleingruppen und Beziehungen, Gebet, Transformation.

Das erinnert mich irgendwie an die Abi-Partys von früher: jede Abi-Klasse hat die Haltung, sie sind die ersten die Alkohol entdecken und exzessiv anwenden. Fast jeder der oben genannten Punkte sind schon zur Häufe da, ob in entfernter oder naher Vergangenheit. Warum denken denn Emergent-Leute sie würden das jetzt erfinden? Versteh ich das einfach nicht, oder bilden sich da viele was ein?

Partizipation zum Beispiel: das 1. von Rutz’ 30 Merkmalen einer EsbC ist Partizipation. Man solle nicht nur die Möglichkeit haben, mitzumachen, sondern gefördert und eingebunden werden. Ich bin in der Mennoniten-Gemeinde aufgewachsen, wo seit 500 Jahren gesagt wird, wir wollen das Priestertum aller Gläubigen, d.h. jeder, der glaubt soll mitmachen. John Wimber hat für die Vineyard immer gesagt: everyone plays! Bill Hybels fördert Leute durch sein DIENST-Programm. Warum ist denn Partizipation auf einmal neu?

Offenheit: wir sollen kein Programm durchziehen, sondern offen für den Heiligen Geist werden. Haben wir das nicht gerade die letzten Jahrzehnte mit Charismatikern und Pfingstlern durchgekaut. Klar, da gab es immernoch die Bühne und den Typ mit dem Mic. Früher haben das die Quäker und andere schon ohne Mic gelebt.

Kleingruppen und Beziehung werden durch Ralph Neighbour und Yonggi Cho schon ausführlich bedeckt, aber war auch bei denen nicht neu. Gebet ist genauso wenig neu wie ein Engagement für soziale Einflüsse und persönliche Veränderung. Das fehlt mir persönlich auch am meisten bei diesen ganzen Blog-Diskussionen und Austausch: der Austausch über Jesus statt über Formen und Techniken.

Was ich als den wirklich neuen Beitrag von Emerging heute sehen kann, ist die Diskussion um Leiterlose Gemeinde oder flache Strukturen und Hierarchien. Ich bin ehrlich gesagt mehr und mehr skeptisch, ob das funktioniert. Die meisten Emerging-Gruppen sind klein und meiner Meinung nach selbst-limitierend. Kubik scheint auch mit diesen Herausforderungen zu kämpfen. Ich bin sehr gespannt, wie das wird, denn ich sehe keine Möglichkeit, dieses Problem von Wachstum im Emergent-Kontext zu überwinden. Wäre aber eine echte Innovation, wenn das klappt. Denn den Rest gibt es schon, auch wenn manche das jetzt zu entdecken meinen.

Buch.. equipped magazin
Musik.. telegramm // x naidoo
Ort .. schwetzingen

gepostet von marlster am 12/04/2005 06:00:00 nachm..

4 kommentare:

Am 12/06/2005 10:20:00 vorm., meinte Anonymous storch ...

im grunde sprichst du mir da aus der seele, ich sage ja auch immer, dass das nicht so neu ist. trotzdem ist es irgendwo doch neu, weil es ein gesamtkonzept ist, dass es so noch nich gegeben zu haben scheint (ich formuliere vorsichtig) und dass die "zielgruppe" "künstler" systematisch einbezogen wird.
die ec kann eigentlich nur dadurch reformatorische kraft bekommen dass sie ihre position radikal und etwas elitär vertritt. in diesem sinne ist es sehr gut, sich so zu präsentieren, es ist funktional (auch wenn ich solche bücher nihct gut lesen kann).
ich hoffe, dass die bewegung (ist es eine?) etwas staub vom organisierten christentum klopft. ob das möglich ist weiss ich nicht, gelingt fast keinem.

 
Am 12/06/2005 06:22:00 nachm., meinte Blogger marlster ...

storch: danke für den kommentar. das ist eine gute perspektive. Ich bin ehrlich gesagt in letzter Zeit davon etwas genervt, sehe aber auch dass es eine gute Korrektur ist. Mal schauen, was unterm Strich hängen bleibt.

 
Am 12/07/2005 05:15:00 nachm., meinte Anonymous Mike ...

Hi Marlin!
Danke für deinen guten kritischen Bericht. Schätze deine unabhängige, kantige Stimme in den Diskussionen.

Wünsche dir eine gute Adventswoche und danke noch für deinen dichterischen Comment :-)!

 
Am 12/08/2005 03:15:00 vorm., meinte Anonymous Mark Reichmann ...

hahaha
da haben sich ja die richtigen beiden gefunden :)
ihr klingt wie waldorf und statler auf der Empore...

 

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SIYACH (hebrew) - to meditate, to ponder, to converse with oneself, and hence aloud; to utter or commune, complain, declare, meditate, muse, pray, speak, talk with (God in prayer, etc.) or it could be with another believer or group of believers--speaking one's thoughts about a passage of Scripture or words to a hymn, etc., etc.