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Zeit für die richtige Idee

"People are not influential in arguing for different courses in the economy. The role of people is to keep ideas alive until a crisis occurs. It wasn’t my talking that caused people to embrace ideas, just as the rooster doesn’t make the sun rise. Collectivism was an impossible way to run an economy. What has brought about the change is reality, fact - and what Marx called the inevitable forces of history."
- Friedman in Yergin, commanding heights; pg 131 -

Dieser Paragraph ist das Herzstück von Commanding Heights, einem spannenden Buch über die Entwicklung der Weltwirtschaft vom Kommunismus zum Kapitalismus. Ich mag solche historischen Überblicke, weil sie die einzelnen Entscheidungen und Entwicklungen in einen größeren Kontext einordnen. Im Buch wird eindrücklich beschrieben, wie die Zeit nach den Weltkriegen der Kollektivismus starken Aufwind hatte und die Weltsysteme sich darauf ausrichteten. Ich bin weder Ökonom, noch Politker, aber Trends sind gewaltig und triumphieren häufig über Logik und sonstige besseren Gründe. Eine Idee muss nicht nur gut sein, sondern auch zur richtigen Zeit kommen. "Es gibt nichts besseres als eine Idee, deren Zeit reif ist," sagt einer meiner Freunde.

Das heißt aber auch, dass die Zeit nicht immer reif ist. Dann ist es Zeit, ruhig zu sein, zu relaxen, die Idee weiterzuentwickeln und abzuwarten. Die ganze Marc-Driscoll-Episode scheint mir so ein Fall zu sein. Falscher Zeitpunkt. Ist natürlich die Frage, wenn sollte man eine gute Ideen pushen, selbst wenn sie niemand hören will oder kann? Welche Ideen können warten und welche nicht? Ich bin mir nicht sicher und ein Teil in mir sagt: na klar, die Wahrheit setzt sich immer durch. Ein anderer Teil sieht, dass politische Ambitionen in allen Aussagen stecken und fast keiner sicht richtig hinterfragt. Meist ändert man sich erst dann, wenn der Druck hoch genug ist.

Gerade die in Deutschland hochgelobte "Toleranz" und "Offenheit" kommt mir ziemlich untolerant und verbohrt vor. Wir geben uns immer so, dass wir mit allen mitfühlen, viel Verständnis haben und wirklich unsere Lektion gelernt haben. Aber irgendwie auch nur, wenn die anderen so sind wie wir. Wenn sie auch diese Offenheit und Toleranz so leben und demonstrieren wie wir das gerne hätten. Oder finden wir die Amis richtig cool? Ne, weil sie "arrogant" oder was auch immer sind. Wir sind dann doch immer sehr von uns selbst überzeugt, auch wenn es unser selbst-in-frage-stellen ist, das uns überzeugt. Von dieser Eingenommenheit von unsrer eigenen Sichtweise haben wir ja schon mal ziemliches Unheil angerichtet. Und so kann es heute wieder sein, dass es für gute Ideen noch nicht wirklich Zeit ist. Es sei denn, der Druck erhöht sich...

gepostet von marlster am 12/13/2006 12:57:00 vorm..

2 kommentare:

Am 12/13/2006 10:40:00 vorm., meinte Anonymous Arnachie ...

Hey das mit der Idee zum richtigen Zeitpunkt hat doch Oskar Lafontaine und Gregor Gysi ständig im letzten Bundestagswahlkampf gesagt. Hm ich gehe nicht davon aus, dass das einer deiner Freunde ist.

Aber zu Driscoll.
Das Problem sind ja weniger seine Ideen und viel mehr seine polemische Art. Ich mein, wenn er so eine Art Mittermeier ist, und seine eigene Show im Fernsehen hat, dann wäre das vollkommen gerechtfertigt. Aber mal ehrlich: Wenn Tim Keller über die selben Ideen spricht, wird da keiner auf die Straße gehen. Überhaupt die Tim Keller Formulierungskunst scheint mir besonders wichtig für den deutschen Kontext zu sein.

 
Am 12/13/2006 11:01:00 vorm., meinte Blogger marlster ...

Recht haste! Der richtige Zeitpunkt ergibt sich eben nicht dadurch, dass man meint, es ist der richtige, oder es heraufbeschwört, oder?! Es sind die "Forces of history", die einen Zeitpunkt richtig machen.

Driscoll stimme ich dir auch zu. Er ist kantig und daher stösst er an. Aber das multipliziert sich, weil es eben inhaltich "politisch inkorrekt" ist. Wenn die Idee zur Zeit passen würde, würde es keine Proteste geben. Wenn sie nicht zur Zeit passt, muss man sehr geschickt in diesem Umfeld navigieren. Danke für diesen Hinweis!

 

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SIYACH (hebrew) - to meditate, to ponder, to converse with oneself, and hence aloud; to utter or commune, complain, declare, meditate, muse, pray, speak, talk with (God in prayer, etc.) or it could be with another believer or group of believers--speaking one's thoughts about a passage of Scripture or words to a hymn, etc., etc.