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NT Wright - die Dualismen der Juden

Die jüdische Denke des 1. Jahrhunderts zeichnet sich durch Ganzheitlichkeit aus. Die Griechen haben gerne Bereiche getrennt, die die Juden als ein ganzes sahen - Körper und Seele; Geist und Materie usw. NT Wright listet auf, was für Hauptkategorien es gab, die getrennt werden können und wo es dem Verständnis der Juden entsprach und wo nicht. Dies hilft wieder, das jüdische Denken zu verstehen, in dem Jesus gewirkt und geredet hat.

Es wird gesagt, dass Juden dualistisch sind. Es kommt darauf an, was man mit diesem schwammigen Begriff meint. Es gibt eine Reihe von Dualismen. Hier sind einige aufgeführt:
1. Theologisch/ontologisch: die Annahme, dass es himmlische Wesen außer dem einen Gott gibt
2. Theologisch/kosmisch: die Unterscheidung zwischen Gott und seiner Schöpfung
3. Moral: die klare Unterscheidung von Gut und Böse, vor allem auf menschliches Verhalten. Manche Religionen wollen das aufheben
4. Eschatologisch: die Unterscheidung zwischen der jetzigen und zukünftigen Zeit; wobei die Gegenwart als Böse und Zukunft als gut gesehen wird
5. Theologisch/moralisch: es gibt einen guten Gott und einen bösen Gott. In der harten Version besteht dieser Kampf für immer, in der soften Version gewinnt der gute letztlich.
6. Kosmisch: das materielle ist eine Kopie des Geistlichen. Der erleuchtete Geist kann die wahre Welt erkennen, während die Realität nur ein Abklatsch ist
7. Anthropologisch: Menschen sind eine Kombination von Seele und Körper, wobei die Seele über dem Leib steht (in politischen Angelegenheiten oft der Leib über der Seele)
8. Epistemiologisch: die Unterscheidung, was von Menschen erkannt werden kann, und was nur durch göttliche Offenbarung zugänglich ist.
9. Sektirerisch: die klare Unterscheidung, wer zu einer kulturell-religiösen Gruppe gehört, und wer nicht
10. Psychologisch: Menschen haben eine gute und schlechte Veranlagung; sie stecken im Kampf und müssen sich für die gute entscheiden und der bösen widerstehen

Juden haben vier Dualismen angenommen: sie sehen die Unterscheidung von Gott zu seinen Geschöpfen (Typ 2); sie sehen die Unterscheidung zwischen Gut und Böse im menschlichen Verhalten (Typ 3); die meisten Juden erkennen die Existenz von himmlischen Wesen an (Typ 1); fast alle Juden vertraten den Standpunkt, dass sie in einer Zeit leben, die von einer besseren abgelöst wird (Typ 4).

Dagegen lehnten sie Typ 5 streng ab: es gab in der jüdischen Literatur keine Anzeichen dafür, dass es eine böse Macht gibt, die annähernd stark genug ist und der guten Widerstand leistet. Auch die Trennung von Körper, Seele und Geist (Typ 6 und 7) finden sich im jüdischen Denken nicht wieder und gehen eher auf Philo zurück, bis sie dann im griechischen Denken sehr verankert wurden. Die restlichen drei Unterscheidungen finden sich in unterschiedlichen Gruppen unterschiedlich wieder, ohne ein einheitliches Bild abzugeben.

Diese Unterscheidungen sind nicht nur interessant, sondern sie geben zu verstehen, wie die Juden ihre theologischen Optionen sahen.

(The New Testament and the people of god - S. 254-256)

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gepostet von marlster am 4/03/2006 12:37:00 nachm..

1 kommentare:

Am 4/04/2006 10:57:00 vorm., meinte Blogger rotfuchs ...

das ist wirklich interessant...unser denken heute ist doch sehr griechisch (würde ich meinen): wir analysieren, zerteilen, trennen, kategorisieren. liebe z.B. ist heute in so viele stücke geschnitten, dass jeder eine anderes stück favorisiert und auslebt...

 

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