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original soul music - ein interview mit kevin prosch



Einer meiner Helden: Kevin Prosch. Mittlerweile ist es etwas ruhiger um ihn geworden, aber in den 90-ern hat Kevin eine ganze Generation von Musikern geprägt. Seine spontanes Singen, improvisieren mit Instrumenten aus aller Welt und brutale Ehrlichkeit hat mir eine neue Vision von Musik gegeben. Als ich 98 in NYC war, sind Eddy und ich zu einem Prosch-Konzert in New Jersey gefahren. Eddy hatte damals das Interview für eine deutsche christliche Zeitschrift gemacht, die oft Themen bringt, die dran sind. Es wurde nie veröffentlicht und jetzt hat Eddy mit gestattet, es hier zu veröffentlichen und in meinem Buchprojekt einzuarbeiten.

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Interview mit Kevin Prosch - von Eddy Dück, Mainz.

vor einen Konzert der Kevin Prosch Band in Wyckoff, New Jersey, USA am 24. April 1998

Eine Atmosphäre wie auf keinen anderen Konzert und Töne wie auf keinen anderen Konzert, Anbetung ganz anderes... nur einige Begriffe, die einen Abend nach einen Abend mit der Kevin Prosch Band einfallen würden. Schon seit Jahren ein international bekannter Musiker und Anbetungsleiter ist Prosch in der christlichen und sekulären Szene gefragt. Jahrelang hat er in Vineyard Gemeinden Anbetung geleitet, bis er dann sein eigenes Plattenlabel, 7th Time Music, welches immer noch besteht und unter welchem er seine Produktionen herausbringt. Unabhängig, so könnte man seine Art und Musik wohl am besten beschreiben: mit Texten, die einen an Keith Green erinnern und einer Spontanität, die selten in der heutigen Musikwelt zu sehen ist, begeistert die Kevin Prosch Band Zuhörer jeder Altersstufe. Die Band spielt in Kirchen und auf großen Jugendkongressen auf der ganzen Welt, unter dem Namen "The Black Peppercorns"? treten dann die selben Musiker auch in Bars, Kneipen und Clubs auf die Bühne. Mit relevanten, tiefgehenden aber vor allem lebensnahen Texten und Qualitätssound werden Menschen dort abgeholt, wo sie im Moment sind, und das im doppelten Sinne des Wortes. Ich traf Kevin vor einem Konzert auf einer Jugendtagung und er sprach mit mir über Vergangenheit und Zukunft, Anbetung und Gemeinde, Menschen und Freunde"?


EDDY: Kevin, kannst Du kurz von Dir berichten, vielleicht dein Zeugnis abgeben: wie bist Du Christ geworden?

KEVIN PROSCH: Ich wurde in einer sehr voreingenommenen Familie zu einen Rassisten erzogen. (Mir wurde beigebracht wie man schwarze Leute in Birmingham, Alabama, wo ich aufwuchs, haßt.) Ich hatte eine sehr dramatische Kindheit, wurde sehr viel körperlich und sexuell mißhandelt. Dadurch habe ich die Liebe zur Musik gewonnen, sie hat mir geholfen mit den Schmerzen umzugehen. Als ich 14 Jahre alt war, mußte mein Vater ins Gefängnis und ich nahm damals häufig schwere Drogen. Ich habe ein wenig in Kohleminen gearbeitet und nebenbei Musik gemacht. Dann, in einer kleinen Stadt in Nord-Californien hat Gott einen Afro-Amerikanischen Prediger zu mir gesandt. Gott hatte ihm meinen Namen gegeben und das in einer Stadt mit ungefähr 350 Einwohnern. Als er mich dann fand, sagte er mir, daß Gott ihm gesagt hatte für mich zu beten. Ich habe ihm die Hölle heiß gemacht: sechs Monate lang habe ich ihm niederträchtlich behandelt, die ganzen rassistischen Sachen. Er hat für mich sieben Monate lang gebetet, auf den Tag genau. Eines Tages saß ich in meinem Auto und rauchte einen Joint und auf ein mal kam Gottes Gegenwart auf eine kraftvolle Weise ins Auto. Mein Gewissen hat sich geöffnet und ich habe angefangen zu weinen. Ich habe Gott gefragt wer Er war und was Er denn wollte? Dann fuhr ich zurück in die Stadt und da war dieser Prediger, er suchte nach mir. Ich bin mitten auf der Straße niedergekniet und er hat für mich gebetet, Leute haben gehupt. Er hat mich zu Jesus geführt.

EDDY: Mittlerweile bist Du ein bekannter Anbetungsleiter und Musiker. Diese Leidenschaft für Anbetung, ist das etwas was immer vorhanden war?

KEVIN PROSCH: Musik hat mir immer "Heilung" gebracht. (Vor sechs Jahren wurde meine kleine Tochter sexuell mißbraucht und danach hatte sie mich einmal gefragt ob Gott ein Lied für jemanden singen würde, der mißbraucht wurde. Und um sie zu trösten habe ich gesagt: "Oh ja, sicher, das würde ein großartiges Anbetungslied sein!" Und sie sagte: "Papi, nein, kein Anbetungslied..." Ich habe ein Lied darüber geschrieben.) Musik ist etwas was Gott wirklich gebraucht hat um mich zu trösten, mich zu ermutigen. Irgendwann mal bin ich dann in eine Karioke-Bar gegangen und habe dort gesungen und Gott war da, der Heilige Geist auf mir, und ich hab mir gedacht: "Mann, das ist aber merkwürdig!" Dann haben wir die Black Pepperkorns gestartet. Kurz gesagt: ich liebe es anzubeten und wir spielen aber auch in Bars und Clubs, mit der Black Pepperkorns Band.

EDDY: Wenn Du auf Dein bisheriges Leben zurückschaust, wie würdest Du deine geistliche Entwicklung und die Rolle, die die Anbetungsmusik darin gespielt hat, beschreiben?

KEVIN PROSCH: Es ist einfach alles für mich! Wenn die Musik aufhört, dann geht die Anbetung im Herzen weiter es spielt eine Melodie an Gott; dankend im Herzen.

EDDY: Anbetung auf der Bühne und Anbetung privat zu Hause, wo ist da der Unterschied für Dich?

KEVIN PROSCH: Es ist beides das selbe. Selten hole ich die Gitarre hervor und spiele, bete an. Es bleibt die ganze Zeit in meinen Kopf, es geht immer weiter in meinem Herzen. Weißt Du, für mich ist Anbetung wenn ich über Gott nachdenke, über Seine große Güte zu mir. Manchmal bin ich so überwältigt, ich sage einfach: "Danke, Gott!" und ich weine dabei" das ist Anbetung für mich.

EDDY: Viele Leute mögen Dich und oft kommen sie zu einer Anbetungszeit nur weil Du da bist.. wie gehst Du mit der Schwierigkeit um nicht auf Dich selber fixiert zu sein oder in Performance anstatt in Anbetung abzudriften?

KEVIN PROSCH: Ich kann nicht anbeten wenn ich mich um Leute sorgen muß. Ich vergesse sie einfach. Besonders wenn es eine große Veranstaltung ist wo viele keine Christen sind. Mit den Black Peppercorns, da ist es mehr Performance. Für mich persönlich, ich sehe da keinen Unterschied ob ich in einer Kirche oder einen Club spiele. Ich weiß das ich eine wertlose Person bin - für die Welt, in diesem Sinne" und doch wertvoll für Gott! Ich weiß das ich ein Sünder bin. Ich habe früher immer gedacht das ich wegen meiner Gaben und Berufung ein Stückchen besser war wie jeder andere. Solch eine Einstellung hält Länder mit ethnischen Unterschieden davon ab zusammen zu kommen. Aber nun kommen wir zu der Erkenntnis: "Hey, die sind ja auch Menschen und offensichtlich haben sie auch was zu sagen. Wir sollten sie respektieren und zuhören!" Wenn ich mit eben solch einer Einstellung, wissend wer ich wirklich bin vor Gott" ich bin ein Sünder! Ich habe nichts richtig gemacht und ich sündige immer noch und Gott vergibt mir. Wie kann ich denn in etwas prahlen ausgenommen in Christus, wenn ich meine eigene Schwachheit sehe und wer ich wirklich bin!

EDDY: Geht Dein Musik/Anbetungsstil momentan in eine bestimmte Richtung?

KEVIN PROSCH: Nein, der Stil ist immer noch derselbe. Ich hatte ein paar Angebote von sekulären Labels bekommen. Ich denke wir machen immer noch das, was mir immer gemacht haben. Vor einigen Monaten haben wir einen Vertrag mit Vertkal Records abgeschloßen, das gehört zu Hosanna/Integrity.

EDDY: Woran arbeitest Du im Moment?

KEVIN PROSCH: Ein neues Black Peppercorns Album. Wir werden bald damit ins Studio gehen.

EDDY: Auf Deinen Alben und in Deinen Konzerten integrierst Du viele verschiedene Instrumente und Stile. Welche Philosophie steckt dahinter?

KEVIN PROSCH: Die Philosophie dahinter ist folgende: im Himmel wird es nicht nur einen weißen Jugendlichen geben der auf einer Gitarre spielen wird. In der Bibel steht, daß Leute von jeder Nation, jedem Stamm und jeder Zunge präsent sein werden.

EDDY: Wo liegt der Wert und die Kraft bei spontaner Anbetung, wie du sie auf deinem Album "Journey's of Life" aufgenommen hast?

KEVIN PROSCH: Für mich ist es wichtig, daß ich Musik mache, in der man auch manchmal das Herz Gottes spüren kann. Ich benutze dafür verschiedene Sounds von verschiedenen Ebenen des Lebens und von verschiedenen Kulturen. Für mich ist es wichtig einen Sound zu hören, es bewirkt Anbetung in meinen Herzen wenn ich leidenschaftliche Sounds höre. Es verstärkt die Anbetung in meinen Herzen.

EDDY: Was war die Idee hinter diesem Album? Geht das ganze nicht einfach verloren oder wird das Ganze auf die Alben übertragen?

KEVIN PROSCH: Ja, es wird aufs Album übertragen. Es ist das selbe wie wenn man die "Salbung" auf einen Tonband aufnimmt. Manche Anbetungslieder, wenn ich sie höre, treffen mich mitten ins Herz, immer wieder" die Lieder haben einfach den Saft in sich, die Salbung auf sich.

EDDY: Zum Beispiel?

KEVIN PROSCH: Jetzt hast Du mich.. (lacht und denkt nach) Martin Smith's (Gruppe Deliriou5?) sein Lied "Did you feel the mountains tremble?" zum Beispiel. Das ist mein Lieblingslied und Martin ist einer von meinen liebsten Anbetungsleitern.

EDDY: Wie wichtig ist Performance/Qualität in Gemeindeanbetung und auf Deinen Alben?

KEVIN PROSCH: Wie wichtig ist es für Dich wenn, Du Dir eine CD anhörst? Magst Du professionele Sachen? Magst Du guten Sound? Willt Du, daß viel Herz in der Musik drin ist? Möchstest Du, Das es Dich emotionell bewegt?

EDDY: Wie passen dann Deine spontanen Sachen da rein und die Produktionen, in denen die Band spielt ohne zu wissen worauf es hinauslaufen wird?

KEVIN PROSCH: Ich lasse es wie's ist. Man kann es auf meinen Alben hören, sie alle beinhalten Fehler. Ich möchte das es gut klingt, aber wenn da Fehler sind, dann lasse ich sie größtenteils drin. Mich stört das nicht, jedes Album hat Unmengen von Fehlern.

EDDY: Laß uns über diese Generation reden. Sie bringt sicherlich neue Stile und Sounds. Nenne bitte ein paar Merkmale dieser Generation und was heutige Anbetungsleiter darüber wissen sollten.

KEVIN PROSCH: Ich glaube das ist die heftigste und aufregendste Generation die es je gab. Deshalb müssen die Taktiken bei der Evangelisation geändert werden. Man kann nicht Jahrhunderte zurückschauen und einen bestimmten Stil re-produzieren. Das neue Testament geht weiter, wir leben das Neue Testament. Ich sehe es nicht nur in den jugendlichen, auch bei den Ã?lteren: das ist das Zeitalter des Ãœbernatürlichen. Zeichen und Wunder werden natürlich werden in dieser Generation, ich rechne ganz fest damit und das ist es was es brauchen wird um diese Generation hinüberzugewinnen. Und es ist eine verrückte Generation, und wir werden sie Sachen machen sehen und neun von zehn Mal wird dann der Finger gehoben und gerichtet. Es regestriert nicht in unserer Denkweise, wir verstehen es nicht.

EDDY: Wie beurteilst Du die jungen, gerade am Anfang stehenden Anbetungsleiter und Gruppen?

KEVIN PROSCH: (Es ist schwer für mich, offensichtlich, wenn ich so etwas wie ein stolzer Vater für viele bin, Martin Smith z. B. war oft zu meinen Seminaren gekommen. Ich habe mich mit ihm getroffen und ihn ermutigt, bevor er ein Anbetungsleiter wurde und seine eigene Sache angefangen hat.) Was ist in einem guten Anbetungsleiter, meiner Meinung nach? Nun, jemand der sehr leidenschaftlich ist. Was heutzutage in der Anbetung passiert ist oft das sich die christliche Musikindustrie der Anbetungssmusik zugewandt hat und vieles was da rauskommt ist Müll. Es ist ein Geschäft, ein Job. Wir (7th Time Music) versuchen keine Rebellen zu sein, aber ich bin manchmal als Rebel bekannt" es ist einfach daß ich nicht mit dem System gehen will. Ich wage mich heraus und ich mache Fehler, weil ich niemals perfekt sein wollte. Wenn Du Gott anbetest, die Rotze rennt dir die Nase runter und Deine Augen sind voller Tränen, das ist das letzte worum Du Dich kümmerst, ob Du der richtigen Tonlage singst oder nicht. Oder ob du sogar die richtigen Akkorde spielst. Du betest Gott an und es ist egal. Für mich kann ich sagen, daß das schon immer mein Herz war. Die Sache mit den jetzt herauskommenden Anbetungsleitern ist folgende: es gibt tonnenweise Leute die Anbetung leiten können, von Gott berufen sind, aber zu dienen ist eine verlorene Kunst. Wie in dem Film "Der erste Ritter", in dem Sean Connery sagt: "Indem wir einander dienen werden wir frei!" Die größte Aussage, die ich machen würde ist, daß Gott uns dazu gerufen hat Diener zu sein, und daß wir berufen oder gesalbt sind ist noch lange nicht so wichtig.

EDDY: Was ist Deine Meinung über die Anbetungsszene in England und den neuen, sogenannten Trend "evangelistische Anbetung"?

KEVIN PROSCH: Diesen Begriff, und ich sage nicht, daß andere Leute ihn vorher gehabt haben, hat Gott mir 1988 gegeben. Evangelistische Anbetung ist ein Thema, worüber Martin Smith, Matt Redman und ich sehr viel zu reden pflegten. Genau bedeutet es, daß Anbetung relevant für Nicht-Christliche Kreise ist. Deshalb spielen wir mit den Black Peppercorns, damit die Kirche aus ihrer Bequemlichkeitszone rauskommt. Und dann stehen sie da (in einer Bar oder Kneipe), wie eine Herde Schafe, verängstigt. Wir laden sie immer wieder ein und nach dem dritten oder vierten Mal sind sie mehr entspannt. Auch das ist evangelistische Anbetung. Die meisten Leute bringen keinen mit in ihre Gemeinde, weil sie sich vor ihr schämen. Das ist einer der Gründe warum wir in Clubs spielen. Wenn nicht-gerettete Leute in solche eine Umgebung kommen, dann wird es relevant für sie und es berührt sie, wo immer sie gerade sind in ihrem Leben. Das ist größtenteils evangelistische Anbetung. Im Moment ist typische Anbetung sehr uneffektiv hinter Kirchenmauern. Es wird sich ändern, aber im Moment ist es uneffektiv.

EDDY: Deine Liedertexte sind immer sehr lebensnah. Eine Zeile aus Deinem Lied "Kiss the Son" klingt folgendermaßen: "Auch wenn wenn Du mich erschlägst werde ich Dir vertrauen, Herr!" Was verbirgt sich hinter diesen Worten?

KEVIN PROSCH: Ich versuche ehrlich zu sein. Manchmal zweifele ich an Gott, verstehe Ihn nicht, habe keinen Glauben. Ich werde depressiv und sage einfach: "Gott, Du bist ja noch nicht mal real!" Ich glaube, daß Er es mag wenn ich ehrlich mit Ihm bin. Ich sage zu Ihm: "Nun, das war"s, ich bin gebrochen, ich kann so nicht da raus gehen und Dich preisen!" Mein Herz ist wirklich so gebrochen und auf einmal hat Gott sich

auf eine tiefere Weise zu mir offenbart und sagte: "Schau, es geht hier nicht um Dich, es geht um Mich!" Manche Leute gebrauchen diese Redeweise leichtfetig, ich sage es nicht mehr leichtfertig. An diesem Punkt sagst Du dann: "OK, ich bin wegen der Leute hier, um ihnen zu dienen und sie zu versorgen! Und auch wenn Du mich erschlägst, wenn ich nichts fühle, ich werde Dir vertrauen, raus gehen und die Arbeit tun. Und ich werde Dir vertrauen für mein Leben lang, egal wie Dunkel es zu sein scheint!"

EDDY: Du gehst in eine große Gemeinde in Kansas City, USA. Bist du dort Anbetungsleiter?

KEVIN PROSCH: Nein, manchmal beteilige ich mich in der Jugendarbeit. Ich habe dort keinen Titel oder Rang, es ist einfach meine Heimatgemeinde.

EDDY: Die Morning Star Gemeinde in North Carolina hat dich vor einiger Zeit gefragt ob du dort vollzeitig Anbetungsleiter sein wolltest. Was war Deine Antwort und warum?

KEVIN PROSCH: Ich habe abgesagt weil ich nicht fühle das ich im Moment dorthin gehöre. Ich habe großartige Beziehungen zu den Leuten dort, ich liebe sie alle.

EDDY: Ist es vielleicht deswegen, weil Du in Bars und Clubs spielst. Dort wäre es im Gegensatz dazu eine rein christliche Umgebung"

KEVIN PROSCH: Es gibt sehr viele Spannungen über die Black Peppercorns, hat es schon immer gegeben und es wird sie immer geben. Ein mal war ich in England, auf einem Konzert, wo zwei erwachsene Männer, Gemeindeleute, hinter mir auf der Bühne auftauchten und mich mit heißem Wasser übergossen, mitten in einer Anbetungszeit mit vier Tausend Jugendlichen. Die Sicherheitsleute haben sie dann von der Bühne entfernt. Ein anderes Mal wurde ich auf einen Parkplatz in Toronto, Canada, überfallen. Sie sagten sie wollten diese Art von Musik dort nicht haben. Sehr viel von der Verfolgung kommt von der Kirche. Es ist wirklich traurig.

EDDY: Was möchtest Du in heutigen Kirchen passieren sehen, besoders in Europa, in Bezug auf Anbetung?

KEVIN PROSCH: Ich wünschte, daß die Kirche endlich (von ihrem Hintern) aufsteht und das macht wozu sie gerufen wurde. Wir brauchen nicht schon wieder ein Seminar über Evangelisation. Wie schwer ist es auf jemanden zuzugehen und sich mit Ihm zu befreunden, ihn zu lieben und in sein Leben zu kommen. Irgendwann mal wird derjenige dann die Liebe Gottes spüren, Dir vertrauen und Du erzählst ihm von Gott und bringst ihn so zum Reiche Gottes. Ich wünschte, ich würde genau das sehen. Tu was auch immer Du tust, ob du ein Hausmeister bist oder Evangelist: jeder sollte die Arbeit (das Werk?) eines Evangelisten tun!

EDDY: Kevin, zum Schluß, verrate uns noch Deine Lieblingssachen:

Lieblingslied:
Did you feel the mountains tremble? von der Gruppe Deliriou5?

Lieblingsband:
Peter Gabriel

Lieblings Gittarrenakkord:
Gdur

Lieblingsfilm:
Einer flog über's Kuckuck's Nest

Lieblingsessen:
Erdnüsse oder Schweinegehirn

Lieblingsbuch:
Keine Ahnung, ich mag Watchman Nee oder A. W. Tozer. Tozer ist mein Lieblingsautor.


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gepostet von marlster am 4/23/2006 11:19:00 nachm..

1 kommentare:

Am 4/26/2006 12:57:00 nachm., meinte Blogger Timdon ...

Wow, das ist wirklich ein beeindruckendes Interview. Leider habe ich von Kevin Prosch noch nie gehört. Aber was dieser Mann über Anbetung sagt trifft das Herz. Vor allen Dingen gefällt mir:

"Wenn die Musik aufhört, dann geht die Anbetung im Herzen weiter..."

Wie oft sehe ich mich als Anbetungsleiter in der Position, dass nach dem Gottesdienst die Anbetung abgeschlossen ist! Und dabei ist doch Anbetung nicht gleich Worship-Musik. Mir ist das schon klar, aber leider häufig unbewusst.

Danke für den Artikel.

 

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SIYACH (hebrew) - to meditate, to ponder, to converse with oneself, and hence aloud; to utter or commune, complain, declare, meditate, muse, pray, speak, talk with (God in prayer, etc.) or it could be with another believer or group of believers--speaking one's thoughts about a passage of Scripture or words to a hymn, etc., etc.