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Celebrity bookmatch: Master Plan of Evangelism vs. The Shaping of the Things to Come (Runde 2)

Hier nun der zweite Teil meines Parallellesens von Master Plan und Shaping Things. Nachdem ich gestern über Master Plan geschrieben habe, kommt hier mein erster Eindruck des in der Blogwelt hochgelobten Shaping of the Things to Come von Michael Frost und Alan Hirsch.

Frost und Hirsch sind beides australische Christen, die sich Gedanken machen, wie die Kirche in der Zukunft aussehen muss oder wird. Australien ist in der englischsprachigen Welt wohl das Land mit der wenigst einflussreichen christlichen Kultur (im Vergleich zu US, UK, Südafrika). Daher sind sie in einer post-christlichen Gesellschaft, die der europäischen sehr nahe kommt und ihre Perspektive besonders wertvoll für uns macht.

Das Buch nimmt kein Blatt vor den Mund, diesen post-christlichen Zustand ausführlich darzulegen und zum Schluss zu kommen, dass sie traditionelle Kirche versagt hat. Was gebraucht wird ist ein grundlegender Wechsel in der Richtung, wie man Kirche macht; ein sogenannter Paradigmenwechsel. Das ist PoMo-Standardkost und nicht überraschend. Ihr Vorschlag ist, dass die künftige Kirche eine missionarische Kirche sein soll, die sich durch drei Eigenschaften auszeichnet: inkarnationelles Kirchenverständnis, messianische Geistlichkeit und apostolische Leiterschaft. Diese Worte sind recht technisch und unverständlich, aber keine Bange, die restlichen 175 Seiten gehen daran, diese Konzepte zu erklären und mit Leben zu füllen.

Bevor ich im nächsten Post diese Konzepte näher erläutere, will ich kurz die Schwäche dieses Buches beleuchten, die mich gleich genervt hat. Im Vorwort schreiben Frost und Hirsch schon, dass sie mit der momentanen Kirche genervt sind und deshalb „zynisch aber hoffnungsvoll“ sind. Einige Seiten lang wird dann diese Zynik in aller Freiheit zelebriert, indem über das totale Versagen aller bisherigen christlichen Modelle geschrieben wird. Das finde ich einerseits sehr unzutreffend, undankbar und wenig hilfreich.

Außerdem finde ich das ganze Gerede von Paradigmenwechsel ausgeleiert und gehypt. Das ist ja schon fast wie im US-Wahlkampf: eine neue Richtung für das Land, die Stunde der ultimativen Entscheidung, blah, blah, blah. Dieser ganze Ansatz („bisher geht alles den Bach runter, wir brauchen eine neue Paradigmen, und wir liefern sie“) ist wohl eher eine Selbstüberschätzung, die den Wert und Beitrag der Kirchengeschichte unterschätzt. Vor allem im Fall von Frost und Hirsch ist vieles Hypothetisch, was sie schreiben. Eine Geschichte beschreiben sie eine Gruppe von Rockern in einem Park, die Frost zufällig getroffen hatte. Er hat sich gewundert, wie die „traditionelle“ Kirche diese Menschen erreichen würde. Überhaupt nicht, denkt er sich. Es folgt aber kein Beispiel, wie er selbst das gemacht hat, lediglich dass man dafür ein neues Paradigma braucht. Naja…

Um den Paradigmenwechsel einzuleiten machen Frost und Hirsch auch allerhand Überspitzungen, um dann darauf einzuschlagen. Beispiel: Die traditionelle Kirche ist eine „Komm“-Kirche, während jetzt eine „Geh“-Kirche gebraucht wird, die den wahren Auftrag Jesu auslebt. Obwohl es in dieser Aussage einige wahre Punkte gibt, ist das Bild nicht so schwarzweiß und die Bibel auch nicht. Auch bisher gibt es Gemeinden, die sehr aktiv nach außen gewandt sind (wenn auch nicht alle). Außerdem hatten die Jünger nach Pfingsten nicht gerade „Geh“-Eupohrie, sondern sind in Jerusalem rumgehangen bis sie durch Verfolgung verstreut wurden. Auch Jesus fängt seinen Dienst mit „Komm zu mir“ an und die Bibel hört damit auf („Der Geist und die Braut sprechen: komm“).

Aus diesen Gründen liegt Shaping Things leider hinter Master Plan zunächst zurück. Diese Einstellungen (Überspitzung und Zynismus) sind wirklich schade, denn dazwischen sind ein paar gute Einsichten vorhanden…

gepostet von marlster am 11/11/2004 04:46:00 nachm..

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SIYACH (hebrew) - to meditate, to ponder, to converse with oneself, and hence aloud; to utter or commune, complain, declare, meditate, muse, pray, speak, talk with (God in prayer, etc.) or it could be with another believer or group of believers--speaking one's thoughts about a passage of Scripture or words to a hymn, etc., etc.