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Trotzdem gemeinschaftlich Leben

Ich bin gerade in Bern auf meinem Coaching-Training (inklusive NCD) und werde hier mit Leben in Gemeinschaften konfrontiert. Seit ich Keith Greens Buch vor fast 10 Jahren gelesen habe, fand ich Gemeinschaft geil. Miteinander Leben teilen, durch dick und dünn gehen, sich ergänzen, gemeinsam besser sein als alleine. Das ist echt eine attraktive Vision. Über die Jahre habe ich mit einigen Weggefährten darüber geredet und geträumt. Es war viel Begeisterung da, aber es hat sich nie ergeben.

Gestern Abend habe ich einer Gemeinschaft übernachtet, die ihren Haus-Abend zusammen hatten. Nach Spaghetti gab es eine Zeit von Anbetung und Gebet, und dann Austausch über offene Fragen. Es ging länger, als ich wach bleiben konnte, aber die Diskussion war spannend. Es flogen bei fast jedem Thema die Fetzen, manchmal wurde geweint, häufig die Worte "Probleme" und "vision" benutzt. Trotz der Spannungen merkte ich bei den Leuten eine klare Entscheidung, miteinander einen Weg zu gehen und zusammen zu stehen. Das sieht man selten. Im Kern ging es viel um das Thema Grenzen und Anliegen. Manche wollen Bedürftige aufnehmen - andere fühlen sich überfordert. Man will eine Party schmeißen und Alk anbieten - andere wollen keine Besoffenen. Manche wollen einen Raum umbauen - für andere ist das nicht Priorität. Wo zieht man die Grenzen? Was will man und wofür steckt man Energie rein?

Heute ist die Leitung einer Lebensgemeinschaft im Coaching. Wir üben Gruppencoaching und sie schildern ihre Probleme. Diese Gruppe wohnt schon lange zusammen und sehen es als ihr Auftrag vom Neuen Testament, verbindlicher miteinander zu leben. Die Probleme gehen viel um Entscheidungen und Beziehungen. Wie können wir Entscheidungen treffen? Wie können wir an einem Strang ziehen? Wie finde wir Einheit in Vielfalt?

Vielleicht sind es diese Fragen, die ich ahnte, als ich den Traum von Gemeinschaft in immer weitere Ferne rücken lies. Heute lebe ich mit meiner Frau und 2 laufenden Metern in einer Gemeinschaft. Auch da kämpfen wir mit einigen dieser Fragen. Es ist eben so, dass Gemeinschaft diese Fragen immer wieder aufwerfen. Durch das Alleine-Leben umgeht man die Fragen nach Entscheidungen und Grenzen und hat seine Ruhe.

Warum leben dann Menschen überhaupt in Gemeinschaft? Ich kenne einige Gemeinschaften, die über 20 Jahre zusammen sind. Ich war jeweils ernüchtert, dass das gemeinsame Leben wenig von meiner ursprünglichen Vision hatte. Es war so das Gefühl von kaltem Kaffee - was Gutes, das veraltet ist. Die Leute in diesen Gruppen kamen mir vor wie Idealisten, die zu lang am Idealismus festhalten. Gibt es nicht für alles eine Zeit?!

Es hört sich etwas Negativ an, aber es sind einfach Fragen, die ich habe. Es scheint mir, dass es aber immernoch ein "trotzdem" bei der Sache gibt. Trotzdem ist gemeinschaftliches Leben irgendwie gut. Aber wie? Was ist es an Gemeinschaft, das trotz der Kosten diesen Weg so attraktiv erscheinen lässt?

gepostet von marlster am 10/26/2006 05:11:00 nachm..

5 kommentare:

Am 10/26/2006 10:26:00 nachm., meinte Anonymous dettijunior ...

ja... nein ... ich meine: jein!

ich glaube auch dass es ein großes für und ein großes wieder gibt. Es ist schön gemeinsame Mahlzeiten zu haben, es macht auch oft spaß mit freunden zusammen zu sein. schwierig wird es glaub ich dann wenn "trudhilde" schon zum 3 mal im monat eine vegitarische-biologische und fair gehandelte mahlzeit zubereitet und vom kochen so viel ahnung hat wie ein Elefant vom klettern. Das will man einfach nicht.
oder wie du beschrieben hast: party machen. kann man sich noch mit anfreunden, aber alkohol? also bitte!
Vielfalt und Einheit sind eben nicht in der selben richtung.
Lösungen bei denen alle glücklich sind selten möglich, lösungen bei denen alle zufrieden sind meist schwer zu erreichen.weiter ist wohl kaum jemand ist glücklich wenn er über monate hinweg dinge "der gemeinschaft willen" tolerieren soll/kann/muss.
wg find ich cool, hausgemeinschaften übersteigen, auf längere zeit, mein "ruhe- und friedenspegel"

 
Am 10/27/2006 03:52:00 nachm., meinte Blogger Tommes ...

Ich glaube, dass gemeinschaftliches Leben nicht optional ist, sondern im Herzen der christlichen Gemeinde liegt. Die Evangelien, Apostelgeschichte, Briefe haben als zentrales Thema das gemeinschaftliche Leben. Leben in versöhnten Beziehungen mit Gott, Gemeindeleuten und der Welt. Wir wüssten heute nicht viel über Paulus' Verständnis von Geistesgaben, hätte es in Korinth nicht Streit darüber gegeben - dabei war die Absicht von Paulus meiner Meinung nach nicht, eine abgeschlossene Theologie über Geistesgaben zu entwerfen, sondern den Korinthern zu erklären, wie sie versöhnt miteinandern (gemeinschaftlich) leben können.
Ich glaube, dass letztendlich nur in praktisch gelebten Beziehungen das Reich Gottes in der Welt sichtbar werden kann, Konflikte sind dabei nicht das Ende, sondern der Anfang eines geistlichen Wachstumsprozesses (siehe die Bibel und die meisten Erweckungen in der Kirchengeschichte), wenn Christus der Stifter der Gemeinschaft ist (siehe Bohnoeffer: gemeinsames Leben).

 
Am 10/29/2006 07:14:00 nachm., meinte Blogger Froki ...

Hat mich sehr inspertiert:
http://froki.blogspot.com/2006/10/gemeinsames-leben.html

 
Am 10/29/2006 09:02:00 nachm., meinte Blogger Froki ...

Hat mich sehr insperiert.

 
Am 10/30/2006 07:24:00 nachm., meinte Blogger Tommes ...

Hat mich auch insperiert (check my blog)

 

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