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Nutzbare bottom-up Ansätze

Kennst du den:
Wie bringt man Gott zum lachen? Erzähl ihm deine Pläne!

Das witzige an dem Witz ist nicht, dass er witzig, sondern dass er wahr ist. Pläne sind immer schwierig - mit oder ohne Gott. Pläne sind deshalb schwierig, weil sie am runden Tisch entworfen werden und dann in die Realität geprügelt werden soll. Dabei ist es egal, ob die Pläne gut und durchdacht sind, oder halbherzig. Das schwierige ist die Realität und dabei vor allem das unvorhergesehene. Denn: erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.


Die emerging-Bewegung ist diesen von oben kommenden Konstrukten kritisch. Statt top-down (also von oben geplant) wird vorgeschlagen, von unten nach oben zu arbeiten - bottom-up. Man hat zwar eine Ausrichtung, aber man versucht das Chaotische, Diffuse bewusst als Teil der Entwicklung mit einzubeziehen. Hier sind einige bottom-up-Ansätze, die ich in den letzten Monaten ausprobiert habe und die auch was bringen:

Workout - das ist eine Methode für Problemlösen und Veränderung in Gruppen, vor allem in größeren Unternehmen. Große Firmen leiden häufig an diesem Top-Down Ansatz. Strategie nennt man es dort. Und häufig baut man eine Bürokratie um diese Strategie und versucht, jeden zum Mitmachen zu bewegen. Allerdings scheitern viele große Firmen an sich selbst, indem sie eine Überfülle an Bürokratie haben und kreative Energie nicht mehr eingebracht werden kann.

Workout geht nun den Weg, dass man den Mitarbeitern in einem bestimmten Gebiet ein Feld vorgibt und ihnen dann totalen Freiraum gibt, dort Verbesserungen vorzuschlagen. An 2-3 Tagen arbeiten die Mitarbeiter dann an kleinen und großen Vorschlägen zu Veränderungen und präsentieren am Ende dem Chef die Ergebnisse. Chef entscheidet und es wird umgesetzt. Ziel ist es, alle Politik zu umgehen; alles radikal zu hinterfragen; und die Leute einzubeziehen, die wirklich an vorderster Front arbeiten. Bottom-up also. Entwickelt wurde der Workout bei General Electric unter Jack Welch. Meine Erfahrungen damit sind bisher überragend gut. Bottom-up funktioniert, weil die Leute aus der Praxis Veränderung treiben und ihr eigenes Umfeld verbessern. In kleinen Unternehmen ist das immer so; große Gruppen können sich durch so einen Workout helfen.

GTD - Getting Things Done ist eine Methode zur persönlichen Produktivität, mit der man seine Aufgaben managed. Hierbei werden die ankommenden Aufgaben gesammelt, entweder bearbeitet oder verstaut. Es gibt schon ausführlich Dokumentation zu GTD und wie man es einführt.

Was mir bei GTD gefällt ist dieser bottom-up Ansatz. Früher habe ich versucht, mit Wochen- und Lebensplänen meine Prioritäten zu setzen und mein Leben in den Griff zu bekommen. Das hat so lange funktioniert bis das Telefon geklingelt hat. Durch diese Störung ergab sich dann ein Ruck im System und ich musste entscheiden: ist das eine Chance oder eine Störung. Blume oder Unkraut? Gut, man sollte sich dann seine Lebensmission ins Gedächtnis rufen, aber das ist irgendwie zu anstrengend. Letztlich sind diese Plan-dein-Leben-und-mach-es Ansätze zu unflexibel. Bottom-up rules mit GTD!

Prediction markets - ist eine Methode, um die kollektive Intelligenz einer Gruppe zu nutzen. Das Grundprinzip ist wie ein Aktienmarket oder ein Wettspiel: man kauft sich Anteile an zukünftigen Events und wird ausgezahlt je nach Eintreten dieses Events. Zum Beispiel kann man Aktien zur Frage kaufen "wird die SPD bei der nächsten Wahl stärker als die CDU?". Tritt das Ereignis ein, bekommt man 100 Spiel-Euro, ansonsten Null. D.h. man kauft Aktien entsprechend der Gewinnaussicht. Das ist anders als bei einer Umfrage, wo man häufig antwortet, je nachdem wen man gerne gewinnen haben möchte. Bei so Aktien-Spielen muss man dem Eigeninteresse zufolge die Realität abschätzen.

Das kann man auch für Innovationsideen machen. In einem Forum bieten schlaue Köpfe ihre Ideen dar, und man kann Aktien kaufen, ob diese Idee von der Firma akzeptiert und umgesetzt wird. Damit hat man eine Einschätzung der besten Ideen. Firmen wie Google machen diese mit der Frage, ob ein Produkt zu einem gewissen Termin veröffentlicht wird. General Electric bietet auf innovative Ideen und HP lässt den Umsatz abschätzen. Bei diesem Ansatz wird das kollektive Wissen bottom-up genutzt und dabei erstaunlich Präzision erreicht. James Surowiecki verfasste zu diesem Ansatz ein ganzes Buch und meinte, dass die Vielen schlauer als die wenigen Experten.

Noch ein halber Punkt zu bottom-up Goodies: Google macht das Leben echt leichter. In Zeiten von Nur-Windows musste man für jeden Unterpunkt einen neuen Ordner anlegen und sich durch tiefe Baumstrukturen klicken. Bei Google findet man ohne Ordnung. Ob die Internet-Suche, die Desktop-Suche oder Gmail. Alles ist einfach irgendwo und man findet es bottom-up.

Kürzlich hörte ich in einem Gespräch: "Ich habe eine gute Idee, aber irgendwie funktioniert es nicht." Ich finde es witzig, wie man sich selbst verarscht. Wie gut kann eine Idee sein, wenn sie nicht funktioniert. Bottom-up Ansätze sind dann gute Ideen, wenn sie auch tatsächlich was bringen. Mit diesen 3,5 Punkten habe ich gute Erfahrungen gesammelt. Gute Ideen sind die, die funktionieren. Also, lieber Siyach-Leser: beherzige das Chaos!

gepostet von marlster am 10/02/2006 03:53:00 nachm..

6 kommentare:

Am 10/03/2006 11:17:00 nachm., meinte Blogger Tommes ...

Sehr interessante Modelle, muss ich mir mal in Ruhe genauer anschauen. Manches war mir schon aus der Praxis bekannt, konnte aber (wie so oft) mit den Bezeichnungen nicht viel anfangen.

 
Am 10/04/2006 10:08:00 vorm., meinte Blogger Dirk ...

Sehr schöner Eintrag!

Falls Deine Zeit es zulässt wären ein paar Links zum Thema Workout spannend.

 
Am 10/04/2006 12:52:00 nachm., meinte Anonymous Anonym ...

zu dem workout:
hab mal gehört, dass google seinen mitarbeitern einen gewissen teil der arbeitszeit zur freien verfügung gibt, und dabei entstehen wohl die meisten tollen dinge wie picasa und so.
thomas

 
Am 10/17/2006 12:05:00 nachm., meinte Anonymous Tobias Stützel ...

Hallo Marlin,
deinem Einleitungswitz muss ich wiedersprechen.

Wenn Gott mein Vater ist, dann wird er mich für meine Pläne nicht auslachen. Ich glaube auch nicht das es nicht gut ist zu planen. Da ich gerade in einer Phase bin wo mich Gott herrausfordert zu planen, fände ich es schon krass scheiße wenn ich dann mit meinen plänen käme und er mich dann dafür auslacht.

Ich glaube an einen guten Vater der sich für meine Pläne ernst anhört und, aus Liebe zu mir, dazu nicht schweigt, wie leider zu oft mein leiblicher Vater.


Tobias Stützel

 
Am 10/17/2006 01:39:00 nachm., meinte Blogger marlster ...

Tobi -- widerspruch angenommen! Es war weniger als Auslachen gemeint und auf jeden anzuwenden. Es ging mehr um den Spruch: "der Mensch denkt, aber Gott lenkt". Mit Plänen kommt man nur so weit - was eine Erkenntnis ist für Leute, die sich zu sehr auf Pläne verlassen. Du hast ganz recht, dass einige andere von mehr Planung sehr profitieren können. Daher stimme ich dir zu, dass es wahrscheinlich zu extrem war oder falsch rüberkam. Ich hoffe, du verstehst, wie ich das meine.
Gruß,
Marlin

 
Am 10/17/2006 09:10:00 nachm., meinte Anonymous tobias stützel ...

klar weiß ich und ehrlichgesagt wusste ich auch wie du es gemeint hast.
Vorallem ging es mir um den Vateraspekt in deiner Einleitung.
Ein Plan ist immer, wie naiv er auch sein mag, ein ringen um Erfolg und um sinnvolles Leben und diese Motivation segnet Gott.
Ein guter Vater der sich über diese Bemühungen bei seinem Kind nicht freut (ok und manchmal auch ein bischen schmunzelt über die Pläne, das kann ich mir schon vorstellen) kenne ich nicht.

Tobi

 

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SIYACH (hebrew) - to meditate, to ponder, to converse with oneself, and hence aloud; to utter or commune, complain, declare, meditate, muse, pray, speak, talk with (God in prayer, etc.) or it could be with another believer or group of believers--speaking one's thoughts about a passage of Scripture or words to a hymn, etc., etc.