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Der europäische Traum


Mein Buchprojekt ist beim letzen Kapitel, wo es darum geht, wie die Vineyard in Europa aussehen kann. Dabei bin ich auf folgende Interesse Darstellung von Europa gekommen. Das erklärt auch, warum in der emerging-church-Diskussion eigentlich mehr von Amerika zu hören ist, während mehr aus Europa kommen sollte. Viele dieser Werte und Schwerpunkte sind ur-europäisch im vergleich zu den Amerikanern, die aber die Ideen besser vermarkten. Anyway. Hier ist der Abschnitt über Europa:


Europa und Amerika sind vom Lebensniveau und Kulturwerten sehr ähnlich, und doch sind Haltungen teilweise grundverschieden. Das merkt man nicht nur, wenn wir von Problemen reden und die Amis das gleiche als Chancen sehen. Europäer denken dunkel und fühlen schwer, während Amerikaner ihre Happy Ends verfilmen, Good-to-Great Geschichten erzählen und Las Vegase in die Landschaft setzen. Jeremy Rifikin beschreibt die Unterschiede in seinem Buch „der europäische Traum“ folgendermaßen:

- Amerikaner sind grundlegend religiös, Europäer nicht

- Amerikaner leben, um zu arbeiten; Europäer arbeiten, um zu leben

- Europäer bauen auf Substanz (langfristig); Amerikaner wollen Sensation und Resultate (kurzfristig)

- Europäer sind misstrauisch und pessimistisch (aufgrund der Geschichte); während Amerikaner optimistisch und positiv sind

- Europäer träumen leise; Amerikaner träumen laut

- Amerikaner fokussieren sich auf das Eigeninteresse von Individuen und verherrlichen Persönlichkeiten und Stars; Europäer setzen auf Gemeinschaft und verherrlichen Lebensqualität

- Europäer sind umweltbewusst; Amerikaner sind selbstbewusst.


Diese Unterscheidung ist sicherlich etwas grob, gibt aber einen Hinweis, warum wir mit Idealen und Einstellungen der Amerikaner oft wenig anfangen können. Auch im Bereich von Gemeinde und Dienst ist das oft festzustellen. Amerikaner lieben ihre Gitarre und Bühnen, predigen ihre Tellerwäscher-zum-Glaubenshelden und glauben an den Sieg der moralischen Werte. Europäer interessieren sich mehr für die Qualität einer Gemeinschaft, die Glaubwürdigkeit zwischen Reden und Tun, sowie Gleichberechtigung, Authentizität und Offenheit. Da stellt sich die Frage, wie eine Bewegung, die in Amerika so erfolgreich ist, mit diesen kulturellen Unterschieden umgehen kann. Wie sieht die Praxis Jesu in Europa aus? Wie schmeckt der Wein der europäischen Vineyard?


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gepostet von marlster am 5/10/2006 02:52:00 nachm..

8 kommentare:

Am 5/10/2006 07:37:00 nachm., meinte Anonymous TobiK ...

Kannte Deinen Blog noch überhaupt nicht. Sieht sehr gut aus...

 
Am 5/10/2006 10:00:00 nachm., meinte Blogger marlster ...

Danke, Tobi! Dein blog ist sehr tiefgehend und ehrlich. Danke für deine Gedanken!

 
Am 5/11/2006 12:00:00 vorm., meinte Blogger streulicht ...

Gute Frage!

 
Am 5/14/2006 08:57:00 nachm., meinte Blogger Warnschild ...

Ich dacht' immer irgendwie, dass die Leute, die in die Vineyard gehen, die mit dem "American Dream" im Herzen sind.

Also halt allein von den Aeusserlichkeiten her und so weiter.

Allerdings hab' ich wenig mitbekommen bisher, aber fuer mich hatte die Vineyard immer etwas definitiv Amerikanisches, was seltsam ist, weil ich da gar nie drueber nachgedacht hatte oder so.

 
Am 5/21/2006 08:24:00 nachm., meinte Anonymous Michael ...

Hallo,
ich will das jetzt nicht alles runtermachen, aber ich habe da schon ein bisschen ein Problem mit solchen Gegenüberstellungen.
Deshalb möchte ich ein bisschen dagegen halten:
- Amerikaner sind grundlegend religiös, Europäer nicht
In 36 Jahren habe ich zwei Menschen kennengelernt, die von sich behaupten sie wären Agnostiker. Alle anderen ziehen die Möglichkeit des Üernatürlichen in betracht. Europäer sind nicht christlich-religös, da sie die Aufklärung verinnerlich haben. Aber sie sind religiös.

- Amerikaner leben, um zu arbeiten; Europäer arbeiten, um zu leben
->Kann sein. Dazu kenne ich zu wenig Amerikaner.

- Europäer bauen auf Substanz (langfristig); Amerikaner wollen Sensation und Resultate (kurzfristig)
->Wenn ich mir die Börsenkurse anschaue, dann wollen alle die kurzfristigen Resultate.
Im Gegenzug dazu ist es gerade in Deutschland sehr schwer den Menschen zu vermitteln, dass sie sich um ihre Altersversorgung selbst kümmern müssen.

- Europäer sind misstrauisch und pessimistisch (aufgrund der Geschichte); während Amerikaner optimistisch und positiv sind
->Der Verlauf des Irakkrieges zeigt, dass Amerikaner naiv sind. Das hat nix mit Optimismus zu tun.
Die Verhandlungen mit dem Iran zeigen, dass Europäer auch naiv sind.

- Europäer träumen leise; Amerikaner träumen laut
->Die Ökobewegung schreit ganz schön laut.
Walter Heidenreich und Reinhard Bonke sind auch keine Waisenknaben.

- Amerikaner fokussieren sich auf das Eigeninteresse von Individuen und verherrlichen Persönlichkeiten und Stars; Europäer setzen auf Gemeinschaft und verherrlichen Lebensqualität
->Beatles, Robby Williams, Adolf Hilter sind Europäer.
Klimaanlagen und Swimmingpool sind Lebensqualität

- Europäer sind umweltbewusst; Amerikaner sind selbstbewusst.
->Mehrere US-Bundesstaaten haben jetzt die US-Regierung verklagt, weil sie nicht Umweltbewust genug ist. Hier muss man wirklich zwischen den Bundesstaaten und der Regierung unterscheiden. Auch die Amis trennen Müll hab ich mir sagen lassen.

Ich denke letztendlich geht es hier sehr stark um die Frage nach dem Weltbild und genau das ist etwas, was man nicht oder nur sehr schwer objektiv gegenüberstellen kann. Da wir selbst davon ausgehen, dass unser Weltbild das richtige/beste ist.

Gruß Michael
PS.: Mein Weltbild ist übrigens das richtig :)

 
Am 5/22/2006 07:40:00 vorm., meinte Blogger marlster ...

Michael, danke für deinen Kommentar! Es scheint, dass dir solche Gegenüberstellung wahrscheinlich nicht viel zusagen. Du hast gute Beispiele genannt, die sicherlich zutreffen. Ich will diese Aufteilung auch gar nicht verteidigen, aber sie deckt sich mit der Sicht aus meiner Ecke der Welt. Was hier beschrieben wird ist auch mehr die Verschiebung des Mittelwerts und keine trennscharfe Abgrenzung. Ich kenne super-ober-ökologische Amis, und ich kenne Walter Heidenreich. Meine Erfahrung mit den beiden Kulturen in Geschäftswelt, Kirche und Familie hat mich auf diese Darstellung aufspringen lassen, weil ich in der Summe diesen Unterschied ähnlich wahrnehme.

 
Am 5/22/2006 10:39:00 vorm., meinte Anonymous Michael ...

Hallo Marlin,
ja, vielleicht sagen mir solche Gegenüberstellungen nicht zu. Ich höre da immer gleich ein besser oder schlechter raus.
Aber während ich das schreibe erinnere ich mich auch daran, dass die Horoskope im Bäckerblatt auch meistens auf mich zutreffen. Da werden meist irgendwelche Dinge geeschrieben, mit denen sich irgendwie jeder identifizieren kann.
Deshalb kann man sagen die Amis sind naiv (siehe Irak).
Aber die Europäer sind auf ihre Art genauso naiv (siehe Iran). Das hören wir aber nicht so gern, weil es uns selbst betrifft.
Letztlich habe ich keine Antwort. Ist der Autor Amerikaner (die tendieren zu einfachen Gegenüberstellungen *joke*)
Aber wahrscheinlich ist es schon so, dass Amerikaner anders sind als Europäer und wahrscheinlich kann man das auch irgendwie gegenüberstellen.
Gruß Michael

 
Am 5/22/2006 04:09:00 nachm., meinte Blogger marlster ...

Klar, ich empfinde diese Darstellungen häufig auch wertend und dann sind sie häufig gebraucht, um abzuwerten. Ich hatte das bei der Gegenüberstelllung nicht so empfunden und fand sie daher gut. Wie dem auch sei: es ist gefährlich und kann leicht missverstanden werden.

 

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SIYACH (hebrew) - to meditate, to ponder, to converse with oneself, and hence aloud; to utter or commune, complain, declare, meditate, muse, pray, speak, talk with (God in prayer, etc.) or it could be with another believer or group of believers--speaking one's thoughts about a passage of Scripture or words to a hymn, etc., etc.